Berufsorientierung
Schritt für Schritt ins Berufsleben: An der LVR-Dietrich-Bonhoeffer-Schule bereiten wir unsere Schüler*innen praxisnah auf die Arbeitswelt, ein selbstständiges Leben und eine realistische Berufswahl vor.
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Die Berufsvorbereitung bildet einen zentralen Schwerpunkt in den letzten Schulbesuchsjahren. In allen Bildungsgängen ist sie fest im Fach Arbeitslehre verankert und wird durch Praktika, Betriebsbesichtigungen sowie Besuche in Werkstätten für Menschen mit Behinderung ergänzt.
Ab dem 9. Schulbesuchsjahr absolvieren die Schüler*innen in der Regel in jedem Schuljahr ein zwei- bis dreiwöchiges Betriebspraktikum.
Im Bildungsgang Lernen absolvieren die Schüler*innen ein erstes Praktikum in einem Betrieb ihrer Wahl. Den Praktikumsplatz suchen die Jugendlichen möglichst eigenständig und werden dabei gegebenenfalls durch den Integrationsfachdienst und die Schule unterstützt. Im zehnten Schulbesuchsjahr wird ein zielführendes Praktikum absolviert, das eine realistische Orientierung für die spätere Berufswahl ermöglichen soll.
Im Bildungsgang Geistige Entwicklung findet im letzten Schulbesuchsjahr ein Praktikum in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung statt.
Praktikumsstellen sollen möglichst selbstständig mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht werden. Falls dies im Einzelfall nicht möglich ist, organisiert die Schule einen Fahrdienst. Zusätzliche Praktika während der Schulzeit unterstützen wir sehr gerne, sofern die Fahrtkosten nicht zu Lasten des Schulträgers gehen.
Der Arbeitstag ist ein fester Bestandteil der Berufsvorbereitung in der Abschlussstufe. Alle Schüler*innen arbeiten verpflichtend in einer Arbeitsgruppe mit. Die Aufgaben werden dabei an die jeweiligen Kompetenzen, Förderbedarfe und Zukunftsperspektiven angepasst.
In den Arbeitsgruppen werden fachliche und arbeitsrelevante Inhalte praktisch vermittelt. Dazu gehören Tätigkeiten aus einer Vielzahl an möglichen Berufsfeldern.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Entwicklung wichtiger Schlüsselqualifikationen. Die Schüler*innen üben besonders Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Ordnung, Genauigkeit, Sauberkeit, Ausdauer, Konzentration, Teamfähigkeit, Höflichkeit und Kommunikation.
Im Verlauf des Schuljahres übernehmen die Jugendlichen zunehmend mehr Verantwortung: Sie planen Arbeitsschritte, wählen passende Aufgaben und Materialien aus und arbeiten immer selbstständiger. So bereitet der Arbeitstag praxisnah auf das spätere Arbeitsleben und individuelle Zukunftswege vor.
In der Cafeteria-Gruppe steht das selbstständige Zubereiten von Speisen und Getränken im Mittelpunkt – lebenspraktisch, alltagsnah und orientiert an realen Arbeitsabläufen. Die Schüler*innen lernen, für sich selbst und für Gäste Getränke und verschiedene Speisen zuzubereiten.
Gearbeitet wird selten nach Rezept, gute Köch*innen haben die Top-20-Gerichte im Kopf. Rezepte sind im Cafeteria-Ablauf ganz schnell überflüssig. Dabei arbeiten die Jugendlichen mit ihren jeweiligen Lernvoraussetzungen und nutzen – je nach Bedarf – unterschiedliche Unterstützungssysteme. Sie planen Gerichte, organisieren den Arbeitsablauf und führen ihn Schritt für Schritt durch. Wichtige Inhalte sind unter anderem
Freitags in der ersten Pause bietet die Cafeteria-Gruppe ein Frühstück für Schüler*innen sowie Lehrkräfte an. Zum Angebot gehören zum Beispiel:
Der Schwerpunkt liegt dabei nicht nur auf dem Zubereiten, sondern ebenso auf der Organisation des Verkaufs, der Kundenbetreuung, dem Kassieren sowie dem Ausgeben der angebotenen Waren. Zum Arbeitstag gehören außerdem:
Durch die realitätsnahe Aufgabenstellung arbeiten die Jugendlichen in der Regel sehr motiviert und übernehmen zunehmend Verantwortung.
Die Erfahrungen aus der Cafeteria-Gruppe sind eine gute Grundlage für weitere Schritte im Bereich Hauswirtschaft und Gastronomie, welcher für viele unserer Jugendlichen ein realistisches Arbeitsfeld darstellt.
In der Bürogruppe arbeiten die Schüler*innen schwerpunktmäßig am Computer und bilden einen möglichen Verwaltungs- und Organisationsbereich ab. Die Gruppe richtet sich besonders an Jugendliche, die sich für strukturierte Abläufe, Dokumentation und digitale Medien interessieren – gleichzeitig erhalten alle Teilnehmenden Aufgaben, die zu ihren Lernvoraussetzungen passen.
Im Mittelpunkt stehen grundlegende Kompetenzen, die in Bürotätigkeiten wichtig sind: Textverarbeitung, also das Erstellen, Überarbeiten und Formatieren von Texten sowie das verlässliche Umsetzen von Arbeitsaufträgen. Dabei geht es um sorgfältiges Arbeiten, klare Darstellung und passende Kommunikation.
Zum Arbeitsalltag gehören außerdem "klassische" Bürotätigkeiten wie Sortieren, Abheften, Archivieren, das Pflegen von Übersichten/Listen und eine einfache Dokumentation. So erfahren die Schüler*innen , dass zu einem Auftrag oft mehrere Schritte gehören und Genauigkeit, Verlässlichkeit und Datenschutz im Verwaltungsbereich wichtig sind.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die mediale Gestaltung für schulische Zwecke. Die Bürogruppe gestaltet zum Beispiel Aushänge, Plakate, Vorlagen oder Beschilderungen und unterstützt bei Bedarf durch Fotografie, kurze Videos/Clips oder andere passende Medienprodukte.
Alle Aufgaben haben einen klaren Zweck: Sie kommen der Schule und der Schulgemeinschaft zugute. Aufträge erhält die Bürogruppe unter anderem
So erleben die Teilnehmenden, wie sie mit ihrer Arbeit sinnvoll unterstützen und gleichzeitig Einblicke in einen möglichen Verwaltungsaufgabenbereich gewinnen.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die mediale Gestaltung für schulische Zwecke. Die Bürogruppe gestaltet zum Beispiel Aushänge, Plakate, Vorlagen oder Beschilderungen und unterstützt bei Bedarf durch Fotografie, kurze Videos/Clips oder andere passende Medienprodukte.
Alle Aufgaben haben einen klaren Zweck: Sie kommen der Schule und der Schulgemeinschaft zugute.
Aufträge erhält die Bürogruppe unter anderem
So erleben die Teilnehmenden, wie sie mit ihrer Arbeit sinnvoll unterstützen und gleichzeitig Einblicke in einen möglichen Verwaltungsaufgabenbereich gewinnen.
In der Haus- und Hofgruppe kümmern sich die Jugendlichen um Schulgebäude und Schulgelände: Sie reinigen den Schulhof, entfernen Unkraut, pflegen Beete, sammeln Laub, führen kleinere Reparaturen durch und übernehmen je nach Jahreszeit unterschiedliche Pflege- und Reinigungsarbeiten. Dabei arbeiten sie auch regelmäßig mit Akku-Gartengeräten wie Rasenmäher, Heckenschere, Rasentrimmer und Laubbläser.
Die Aufgaben werden dabei an die jeweiligen Kompetenzen der Schüler*innen sowie an ihre individuellen Zukunftsaussichten angepasst. Im Mittelpunkt steht eine zunehmend selbstständige Arbeitsweise.
Neben diesen regelmäßigen Aufgaben setzt die Gruppe auch eigene Projekte um. So entstanden unter anderem ein Kräutergarten mit automatischer Bewässerung, ein Kompost sowie ein neues Dach für den Sandspielzeug-Unterstand.
Die Schüler*innen erhalten dabei praxisnahe Einblicke in die Garten- und Landschaftspflege, lernen Arbeitsabläufe aus dem Berufsleben kennen und übernehmen Verantwortung für ihre Schule. So gestaltet die Haus- und Hofgruppe das Schulleben sichtbar mit – praktisch, sinnvoll und im Team.
In der Kreativwerkstatt stehen das gemeinsame Erleben, Fühlen und kreative Gestalten im Mittelpunkt. Kunst und Kreativität werden mit allen Sinnen erfahrbar gemacht. Die Schüler*innen arbeiten mit unterschiedlichen Materialien und sammeln dabei vielfältige taktile und visuelle Erfahrungen.
Ob weicher Ton, Modelliermasse, Fingerfarben oder Naturmaterialien: Durch Spüren, Kneten, Streichen und Gestalten erleben die Jugendlichen Materialien auf ganzheitliche Weise. Auch Techniken wie Stempeln, Drucken und Stanzen ermöglichen Erfolgserlebnisse und stärken die kreative Selbstwirksamkeit.
Ein besonderer Fokus liegt außerdem auf dem gezielten Training feinmotorischer Kompetenzen – etwa durch präzises Formen, Schneiden, Kleben und den differenzierten Umgang mit Werkzeugen und Materialien.
Die entstandenen Werke verschönern unsere Schule und machen sichtbar, wie viel kreative Kraft in unseren Schüler*innen steckt. Einige Produkte werden außerdem bei besonderen Anlässen, zum Beispiel beim Adventsbasar, angeboten.
In der Werkgruppe arbeiten die Schüler*innen praktisch und handlungsorientiert mit unterschiedlichen Materialien. Dabei geht es darum, Arbeitsanweisungen zu verstehen und Aufträge Schritt für Schritt umzusetzen – von der Vorbereitung bis zum sauberen Ergebnis.
Die Jugendlichen lernen grundlegende Techniken wie
Je nach Projekt kommen auch weitere Verfahren hinzu, zum Beispiel Löten.
Ein durchgängiger Schwerpunkt ist die Arbeitssicherheit und das sorgfältige Arbeiten:. Dazu zählen unter anderem:
Die Werkstücke entstehen entweder durch konkrete Aufträge aus der Schule (wie Reparaturen, Restaurierungen, Instandsetzungen) oder als Produkte, die innerhalb der Schule bzw. bei besonderen Anlässen angeboten werden. Beispiele sind Holzarbeiten wie Kerzenständer, Bilderrahmen und vieles mehr.
So erhalten die Schüler*innen praxisnahe Einblicke in handwerkliche Tätigkeiten, stärken ihre Selbstständigkeit und gewinnen Sicherheit darin, technische Aufgaben anzupacken – ein wichtiger Baustein für Berufsorientierung und Alltag.
Zugleich bildet die Werkgruppe den handwerklichen Bereich rund um Holz ab – ein Praxisfeld, das für viele unserer Schüler*innen ein realistisches Berufsfeld darstellt.
Sprechzeiten: montags, 9 Uhr in der Schulbücherei, Donnerstag vormittags, Telefonsprechstunde