Geschichte der Schule

Ein Rückblick auf prägende Jahrzehnte, starke Entscheidungen und die Menschen, die unsere Schule geformt haben. Werfen Sie einen Blick auf die wichtigsten Schritte unseres Weges bis heute.

Eine Zeitreise durch unsere Schulgeschichte

Unsere Chronik erzählt von großem Engagement, stetigem Wachstum und gemeinsamen Erfolgen. Entdecken Sie, wie aus einer engagierten Initiative im Jahr 1968 unsere heutige, lebendige Förderschule gewachsen ist!

Von der Elterninitiative zur Schule (1965 – 1968)

Die Wurzeln unserer Schule liegen in einer engagierten Elterninitiative.

1965 gründeten Eltern den "Verein zur Förderung und Betreuung spastisch gelähmter Kinder e. V.", um therapeutische Hilfen für ihre Kinder zu schaffen. Da es damals weder geeignete Kindergarten- noch Schulplätze gab, rief der Verein zunächst einen Sonderkindergarten und im September 1968 schließlich die Schule für körperbehinderte Kinder ins Leben.

Der Unterricht begann damals bescheiden in einem Raum der sogenannten "Plumschen Villa" an der Krefelder Straße in Mönchengladbach. Erste Schulleiterin war Lore Götz.

Erste Jahre, Wachstum und neue Standorte (1970 – 1985)

Mit wachsender Schüler*innen-Zahl veränderte sich auch der Raumbedarf rasch:

  • 1970: Umzug in das Evangelische Waisenhaus an der Engelblecker Straße. Zivildienstleistende übernahmen schrittweise die Schülerbeförderung und unterstützten im Unterricht sowie in der Pflege.
  • 1976: Ein wichtiger Meilenstein in NRW – erstmals wurden auch schwerstbehinderte Kinder eingeschult, die bis dahin als "nicht beschulbar" galten.
  • 1978: Die allgemeine Schulordnung (ASchO) in NRW trat in Kraft und verankerte das gesetzliche Recht auf Beschulung für alle Kinder, unabhängig von ihren Fähigkeiten oder Einschränkungen.
  • 1980er-Jahre: Da das Gebäude an der Engelblecker Straße nicht mehr ausreichte, verteilte sich die Schule zwischenzeitlich auf verschiedene Standorte in Mönchengladbach (unter anderem Rheindahlen-Sittard). Die Schülerbeförderung wurde Mitte der 80er-Jahre in professionelle Hände übergeben.

Übernahme durch den LVR und Umzug nach Rheindahlen (1987 – 1993)

  • 1987: Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) übernahm auf Antrag des Elternvereins die Trägerschaft der Schule. Der Gründungssverein (heute "Menschen im Zentrum e.V." ) unterstützt die Schule bis heute als Förderverein .
  • 1992 – 1993: Nach intensiven Bemühungen des Schulleiters Winfried Seppelt konnte die ehemalige Volksschule in Rheindahlen umgebaut und erweitert werden. Im August 1993 bezog die Schule ihren heutigen Standort an der Max-Reger-Straße 45, sodass wieder alle Schüler*innen an einem zentralen Ort zusammenlernen konnten.

Entwicklung zur heutigen LVR-Hilde-Wulff-Schule (2005 – heute)

  • 2005: Im Zuge einer landesweiten Umbenennung erhielt die Einrichtung zunächst den Namen "Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Körperliche und motorische Entwicklung – LVR-Schule".
  • 2008: Zur einfacheren Kommunikation im Alltag wurde die Bezeichnung auf LVR-Förderschule Mönchengladbach verkürzt.
  • 2010: Zum 31. Juni 2010 wird der damalige Schulleiter Winfried Seppelt pensioniert. Zum 26. August 2010 wird Thomas Herrmann zum Sonderschulrektor ernannt.
  • 2011: Zum 16. September 2011 wird Anette Heider stellvertretende Schulleitung.
  • kontinuierliche Modernisierung: In den folgenden Jahren wurden die Räumlichkeiten stetig an moderne Anforderungen angepasst – unter anderem durch eine Brandsanierung (2006), die Komplettsanierung der Turnhalle (2011/2012), die Erneuerung der Lehrküche (2014/15) sowie eine umfangreiche Neugestaltung des Schulhofs mithilfe des Fördervereins (2016).
  • Mai 2026 Neuer Name: LVR-Hilde-Wulff-Schule!
    Auf Beschluss des Schulausschusses des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) erhielt die Schule am 18. Mai 2026 offiziell ihren heutigen Namen: LVR-Hilde-Wulff-Schule.
    Der Namensgebung ging ein demokratischer Prozess voraus, an dem Schüler*innen, Eltern und das Schulkollegium beteiligt waren. Im Oktober 2025 sprach sich die Schulkonferenz einstimmig für die Umbenennung aus.

Warum Hilde Wulff?

Hilde Wulff (geboren am 7. Januar 1898 in Dortmund; gestorben am 23. Juli 1972 in Hamburg) wurde selbst mit einer Körperbehinderung geboren. Sie sezte sich zeit ihres Lebens mit beeindruckendem Mut für andere Menschen ein. 1935 gründete sie in Hamburg ein Wohnheim für körperbehinderte Kinder und schützte dort während der Zeit des Nationalsozialismus zahlreiche Kinder und Jugendliche – darunter auch jüdische Kinder und politisch Verfolgte.

Ihr Handeln steht für Mut, Menschlichkeit, soziale Verantwortung, Teilhabe und Selbstbestimmung. Damit ist sie ein starkes Vorbild für die gesamte Schulgemeinschaft.