Stufe 8
Ab diesem Zeitpunkt wird kontinuierlich mit den Schüler*innen an der Entwicklung einer möglichen Berufs- beziehungsweise Ausbildungsidee gearbeitet. Dazu starten wir mit einem Workshop, der die Fähigkeiten und Interessen der einzelnen Schüler*innen gezielt in den Blick nimmt. Diese münden in einer Idee für die Praktika.
Sowohl bei den Berufsfelderkundungen in Kooperation mit dem Integrationsfachdienst als auch im Praktikum probieren die Schüler*innen ihre Ideen aus. In enger Zusammenarbeit mit den Eltern gilt es, Interessen und Talente zu erkennen und diese ob ihrer Umsetzbarkeit vor dem Hintergrund der körperlichen Beeinträchtigung zu überprüfen.
In der Stufe 8 findet zudem das KAoA-Modul "Potentiale entdecken" der Initiative "Kein Abschluss ohne Anschluss (KAoA)" statt, welches Einblick in die arbeitsbezogenen Fähigkeiten der Schüler*innen ermittelt. Diese Erkenntnisse werden in der weiteren Förderplanung rund um die Berufsorientierung berücksichtigt.
Stufe 9
In allen Aktivitäten der Berufsorientierung geht es um das Kennenlernen und Überprüfen der eigenen Fähigkeiten und Interessen. Das im Herbst stattfindende dreiwöchige Schüler*innen-Betriebspraktikum gibt in den meisten Fällen Aufschluss über die realistische Umsetzbarkeit beziehungsweise Richtigkeit des Berufswunsches.
Besonders stimmige Praktika führen manchmal zu späteren Ausbildungsplätzen. Darüber hinaus dient unser intensives schulinternes Bewerbungstraining in Zusammenarbeit mit unseren Kooperationspartner*innen dem Einüben und Kennenlernen von Bewerbungsverfahren.
Stufe 10
Zu Beginn steht das Thema "Unternehmensgründung" im Vordergrund. Über einen mehrwöchigen Workshop entwickeln die Schüler*innen Ideen und beschäftigen sich mit der Umsetzung und Finanzierung derselben. Nach dem Ende des Workshops ist eine Ausgründung möglich.
Darüber hinaus helfen Besuche von Berufsbildungswerken und Berufskollegs den Schüler*innen, die weder sofort in den ersten Arbeitsmarkt gehen noch die Sekundarstufe II der LVR-Anna-Freud-Schule besuchen wollen, bei der beruflichen Perspektiventwicklung.
Intensive Beratungsgespräche mit der Berufswahlkoordinatorin werden Schüler*innen als auch Eltern nach Terminabsprache ermöglicht. Die meisten Schüler*innen der Sekundarstufe I entscheiden sich nach den erfolgten Beratungsgesprächen für eine weitere schulische Bildung (Gymnasiale Oberstufe der LVR-Anna-Freud-Schule oder Berufskollegs), ein Teil der Jugendlichen geht in die Berufsausbildung in Ausbildungsbetriebe oder Berufsbildungswerke.