Das neue Wir. ERZÄHLRAUM SOLINGEN

Vom 24. Februar bis 17. Oktober 2027

Frau in geblümtem Kleid hält Baby auf einem Bürgersteig neben einem geparkten Oldtimer-Kleinwagen mit deutschem Nummernschild

Eine Ausstellung zu Stadt- und Migrationsgeschichten

Stadtgeschichte ist Migrationsgeschichte. Migration hat sich ins „Herz“ der Stadt Solingen eingeschrieben. So lädt die Ausstellung „Das neue Wir“ Sie ein, die Geschichte der Ankunftsstadt Solingen durch die Augen der hier heimisch gewordenen Menschen kennen zu lernen.

„Das neue Wir. ERZÄHLRAUM SOLINGEN“ erzählt Solingen als vielstimmigen Raum aus Erinnerungen, Orten, Fotografien, Objekten, Interviews und Gesprächen. Im Mittelpunkt stehen Menschen und ihre Geschichten: von Ankunft und Arbeit, Flucht und Familiengeschichte, Alltag und Selbstorganisation, Rassismuserfahrungen, Solidarität und neuen Formen von Zugehörigkeit.

Der Erzählraum ist dabei mehr als ein Titel. Er beschreibt die Methode der Ausstellung: Solinger*innen kommen mit eigenen Erinnerungen, Bildern, Dingen und Fragen zu Wort. Eine Reisedecke, ein Handy, ein Koffer oder eine Speisekarte stehen nicht nur für sich. Sie werden zu Spuren und Anlässen des Erzählens: über Fluchtwege, Familienkontakte, Arbeit, Selbstständigkeit, Treffpunkte und Stadtöffentlichkeit.

Zwei Personen lehnen an der Motorhaube eines alten Opel auf einer kurvigen Bergstraße.

Gastronomie erscheint beispielsweise nicht als Folklore, sondern als soziale Praxis: als Arbeit, Familiengeschichte, Geschäftsmodell, Ritual und Begegnung. Der Brandanschlag von 1993 markiert einen Einschnitt, nach dem Fragen hinsichtlich Erinnerung, Verantwortung, Rassismus und Solidarität weiterwirken. In Solingen sind heute viele Einheimische gleichzeitig auch „Mehrheimische“. Welche Geschichten werden im „Erzählraum Solingen“ weitergegeben? Wer spricht? Wer wird gehört? Und wie webt sich daraus das neue „Wir“?

Eine Sonderausstellung des Fördervereins des Zuwanderer- und Integrationsrates Solingen, der AG Kultur und Integration und des LVR-Industriemuseums Gesenkschmiede Hendrichs in Kooperation mit der Stadt Solingen, finanziell gefördert durch die Gerd Kaimer Stiftung.

Kuratiert wurde die Ausstellung von Dr. Manuel Gogos und Justus Herrmann.

Gülten Akdağ und Selahattin Akdağ in ihrer Solinger Wohnung, 1970er Jahre.

Laufzeit
24. Februar bis 17. Oktober 2027

Weitere Infos
Kulturinfo Rheinland
E-Mail: info@kulturinfo-rheinland.de
Telefon: 02234 9921-555 (Montag bis Freitag 8 bis 18 Uhr; Samstag, Sonntag und an Feiertagen 10 bis 15 Uhr)