Pressemeldung: PAPIER! Handgeschöpftes von John Gerard
Neue Ausstellung zeigt Papierhandwerk und Kunst im LVR-Industriemuseum Papiermühle Alte Dombach
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Bergisch Gladbach. 16. April 2026. Handgeschöpftes Papier aus der Bütte scheint aus der Zeit gefallen zu sein. Denn Papier für den Alltag wird massenhaft auf großen Maschinen produziert. In der Wechselausstellung „PAPIER – Handgeschöpftes von John Gerard“ gibt die Papiermühle Alte Dombach vom 19. April bis zum 8. November der traditionellen Kunst des Papiermachens eine Bühne.
Im Mittelpunkt steht das Schaffen des Papiermachers John Gerard. In seiner kleinen Werkstatt am Rande der Eifel beschäftigt sich der in den USA geborene Künstler und Kunstwissenschaftler seit mehr als 40 Jahren mit Papier. Dabei experimentiert er kreativ mit vielfältigen Formen, Rohstoffen und entwickelt neue Techniken.
Die Ausstellung in der Papiermühle Alte Dombach zeigt seine großformatigen Collagen, farbenfrohen „Pulp Paintings“ sowie mehr als 40 poesievolle Künstlerbücher. Dabei richtet sie ihren Blick vor allem auf den faszinierenden Entstehungsprozess seiner papiernen Werke. So können die Besucher*innen seine originalen Werkzeuge und Naturmaterialien sowie Falt- und Farbproben erleben. In seiner Werkstatt aufgenommene Fotostrecken dokumentieren John Gerards Arbeitsweisen, die meisterhaft Handwerk und Kunst verbinden. So wird sichtbar, dass hinter jedem Kunstwerk ein individueller Prozess steht, in dem Ideen kreativ erprobt und mit Sorgfalt zum Detail je nach Bild oder Buch umgesetzt werden.
Sein Wissen und seine Begeisterung gibt John Gerard auch an interessierte Kunsthandwerker*innen weiter. Zudem baute er mit der Eifeltor Mühle in Rheinbach einen Handel auf für Materialien und Werkzeuge, die zum Papierschöpfen benötigt werden. Die Schöpfsiebe, mit denen die Besuchenden in der Alten Dombach eigene Bögen herstellen, stammen alle aus seiner Manufaktur und entstanden in Handarbeit.
In der eigens für die Ausstellung eingerichteten Papierwerkstatt sind die Besuchenden eingeladen, sich inspirieren zu lassen und selbst kreativ zu werden: Sie können jederzeit während der Öffnungszeiten an Werktischen verschiedene Collagen und Falttechniken individuell erproben.
In Workshops besteht zudem die Möglichkeit, unter Anleitung erfahrener Guides mit unterschiedlichen, teils ungewöhnlichen Materialien selbst Papier zu schöpfen und zu gestalten. An drei Sonderterminen führt John Gerard selbst durch die Ausstellung und gibt persönliche Einblicke in seine Arbeitsweisen
Weitere Informationen sowie das gesamte Begleitprogramm zur Ausstellung finden Sie auf der Website zur Ausstellung
10. Mai, 14. Juni, 12. Juli, 25. Juli, 23. August, 13. September, 11. Oktober, 25. Oktober
31. Mai, 9. August, 8. November
für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Familien und spannende Ferienangebote in den Sommer- und Herbstferien.
Führungen und Mitmach-Angebote speziell auch für Gruppen/Schulklassen buchbar.
Online-Anmeldung erwünscht im Ticketshop auf www.shop.industriemuseum.lvr.de
oder bei Kulturinfo Rheinland unter E-Mail: info@kulturinfo-rheinland.de
Telefon: 02234 9921-555
LVR-Industriemuseum
Papiermühle Alte Dombach
Alte Dombach
51465 Bergisch Gladbach
Laufzeit: 19. April bis 8. November 2026
Öffnungszeiten: dienstags bis freitags 10 bis 17 Uhr, samstags und sonntags 11 bis 18 Uhr
Eintrittspreise: 6 Euro Erwachsene, ermäßigt 4 Euro, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben im LVR-Industriemuseum freien Eintritt.
Die Pressebilder dürfen nur im Rahmen der aktuellen Berichterstattung über die Ausstellung „PAPIER! Handgeschöpftes von John Gerard“ im LVR-Industriemuseum Papiermühle Alte-Dombach genutzt werden. Eine gesonderte Verwendung der Fotos ist nicht erlaubt.
John Gerard bei der Vorbereitung der Papierfasern: Der getrocknete Papierbogen wird wieder in Wasser aufgelöst, um Fasern für den erneuten Schöpfprozess aufzubereiten.
Aufbereitung der Papierfasern: Der Faserbrei wird abgesiebt und von Hand weiterverarbeitet, bevor daraus neue handgeschöpfte Papierbögen entstehen.
John Gerard beim Papierschöpfen in seinem Atelier – hier wird aus Fasern, Wasser und Papierbrei ein einzigartiger Papierbogen.
John Gerard beim Abgautschen eines frischgeschöpften Papierbogens: Der nasse Bogen wird auf einen Flies abgedrückt und für den weiteren Press- und Trocknungsprozess vorbereitet.
John Gerard bei der Gestaltung eines frisch geschöpften Papierbogens mit der Technik des sogenannten „Pulp Paintings“ oder auf Deutsch „Papierguss“ – hier gießt er auf den grün geschöpften Bogen weißen Faserbrei, die sogenannte Pulpe.
Handgeschöpfter Papierbogen mit Papierguss.