MAX ERNST – Leben und Werk

Dauerausstellung | Erkunden Sie in rund 250 Werken das vielseitige, 70 Jahre umfassende Schaffen des Künstlers, der die Kunst des Dadaismus und Surrealismus revolutioniert hat.

Rund 250 Werke - 70 Schaffensjahre

Die Dauerausstellung Max Ernst – Leben und Werk präsentiert im Erd- und Obergeschoss des Museums Gemälde, Skulpturen, Fotografien und Collagen aus 70 Schaffensjahren von Max Ernst. Damit ist die Sammlung weltweit einzigartig. Das facettenreiche Leben des Künstlers und seine Künstler*innenfreundschaften werden in bedeutende Fotografien aus dem Nachlass des Künstlers dokumentiert. In der Ausstellung folgen Sie Max Ernst auf seinen biografischen Etappen: von seinen künstlerischen Anfängen in Brühl und im Rheinland, über die 1920er und 1930er Jahren in Frankreich, seiner Flucht in die USA und seiner späteren Rückkehr nach Europa.

Eine Frau läuft entlang einer Reihe von Gemälden an der Wand und betrachtet sie interessiert.
Einblick in die Dauerausstellung
mit: Max Ernst, "Stillleben im Wohnzimmer", um 1912, Öl auf Papier und Pappe, Stiftung Max Ernst © VG Bild-Kunst, Bonn 2026; Max Ernst, "Pingsdorfer Kirmes", um 1912, Öl auf Karton, Privatsammlung © VG Bild-Kunst, Bonn 2026; Max Ernst, "Toten-Maar Eifel", um 1908, Öl auf Karton, Kultur- und Umweltstiftung der Kreissparkasse Köln © VG Bild-Kunst, Bonn 2026

Künstlerische Anfänge, Dada und surrealistische Bildwelten

Max Ernst setzt sich zunächst mit den gängigen Kunstströmungen seiner Zeit, dem Impressionismus, Expressionismus und Fauvismus auseinander. Als Reaktion auf den Ersten Weltkrieg ist er Gründungsmitglied der Dada-Bewegung Köln und es entstehen erste Collagen und dadaistische Zeichnungen, die in der Dauerausstellung präsentiert werden.

In den 1920er Jahren geht Max Ernst nach Paris und schließt sich der Gruppe der Surrealisten an. Dort schafft er bis zur seiner Flucht nach Amerika 1941 zahlreiche Gemälde, Collagen, Grafiken, Plastiken und Assemblagen. Seine unbändige Kreativität schlägt sich auch in zahlreichen Büchern, Künstlermappen und Gedichten nieder. In seinen Bildwelten begegnen Sie fantastischen Landschaften und bizarren Wesen.

Zwei junge Männer schauen sich eine Fotografie an
Begegnungen mit alten Gesichtern – und neuen Perspektiven
mit: Man Ray, "Surrealistisches Schachspiel", 1934, Fotografie, 40,2 x 30 cm, Stiftung Max Ernst © VG Bild-Kunst, Bonn 2026

Fantastische Skulpturen und surrealistische Liebesgeschenke

Nach mehreren Internierungen in Frankreich gelingt Max Ernst 1941 die Flucht in die USA. Dort lässt er sich zunächst in New York und dann ab 1946 mit Dorothea Tanning in Sedona nieder. Zahlreiche Werke aus dieser Zeit bezeugen die weitere Auseinandersetzung mit dem Surrealismus und der Landschaft in den USA. Seine Großplastik und Hauptwerk der Sedona-Zeit "Capricorne" ist im Ergeschoss des Max Ernst Museums ausgestellt.

Über 70 Bronzeplastiken und Skulpturen aus dem persönlichen Besitz Max Ernsts demonstrieren sein bildhauerisches Schaffen über Jahrzehnte hinweg. Herzstück der Dauerausstellung sind die insgesamt 36 "D-Paintings" im Obergeschoss des Museums. Diese schuf Max Ernst als Geburtstags- und Liebesgeschenke an seine letzte Ehefrau, die Künstlerin Dorothea Tanning.

Mediaguide Max Ernst - Leben und Werk

Neugierig auf einzelne Kunstwerke und den Hintergrund ihrer Entstehung? Erfahren Sie mehr im begleitenden Mediaguide. Neben Deutsch und Englisch finden Sie dort auch Informationen und Videos in Leichter Sprache und Gebärdensprache sowie Audios für Menschen mit Sehbehinderung.

Person scannt mit Handy einen QR-Code an einem Kunstwerk
Über QR-Codes können Sie in der Ausstellung auf den Mediaguide zugreifen
mit: Max Ernst, "Selbstporträt", 1909, Öl auf Karton, 18 x 12 cm, Stiftung Max Ernst © VG Bild-Kunst, Bonn 2026

Mit dem Museumskoffer auf Entdeckungsreise!

Für unsere kleinen Museumsbesucher*innen zwischen vier und acht Jahren steht an der Museumskasse ein Museumskoffer zur Ausleihe bereit.

Mit diesem Koffer können Eltern mit ihren Kindern auf Entdeckungsreise gehen und dabei spielerisch einen ersten Zugang zu ausgewählten Kunstwerken finden.

Leihgebühr: 2 €

Person scannt mit Handy einen QR-Code an einem Kunstwerk
Mit dem Museumskoffer lässt sich die Kunst von Max Ernst spielerisch entdecken