Sammlungsgeschichte

Das Max Ernst Museum zeigt die weltweit einzige umfassende Sammlung zum Leben und Werk des in Brühl geborenen Künstlers Max Ernst.

Das vielseitige Werk eines visionären Künstlers

Die Sammlung des Max Ernst Museums Brühl des LVR widmet sich fast ausschließlich dem Œuvre von Max Ernst und umfasst rund 2.040 Exponate. Darunter finden sich sämtliche Medien, in denen der Künstler gearbeitet hat: Zeichnungen, Collagen, Frottagen, Gemälde, Druckgrafiken und Plastiken. Ergänzt wird der Bestand durch Gemälde und Lithografien von Dorothea Tanning, der vierten Ehefrau von Max Ernst. Rund 900 Fotografien von renommierten Fotograf*innen wie Man Ray, Henri Cartier-Bresson, André Rogi und Lee Miller dokumentieren das bewegte Leben und die Künstlerpersönlichkeit von Max Ernst. Zahlreiche biografische Zeugnisse, Publikationen und surrealistische Zeitschriften wie Minotaure und La Révolution Surréaliste ergänzen die bedeutende Sammlung.

Zwei Personen vor Grafikserie, eine zeigt auf ein Werk
Die Grafikserien von Max Ernst laden zum Diskutieren ein
mit: Max Ernst, "Une semaine de bonté ou Les sept éléments capitaux", 1934, Collagenroman, Stiftung Max Ernst, Schenkung Dorothea Tanning © VG Bild-Kunst, Bonn 2026

Von der Schenkung zur bedeutenden Stiftungssammlung

Den Startpunkt der Sammlung bildete eine Schenkung von Max Ernst an seine Geburtsstadt Brühl im Jahr 1969. Das daraufhin 1980 gegründete Max Ernst Kabinett erweiterte seinen Bestand an Grafiken und Gemälden.

Ein Großteil der heutigen Museumssammlung besteht aus Dauerleihgaben der Stiftung Max Ernst, die sich ab 2001 aus der Stadt Brühl, der Kreissparkasse Köln und dem LVR zusammensetzte. Die ursprüngliche Sammlung des Max Ernst Kabinetts wurde in die Stiftung Max Ernst überführt und um das nahezu vollständige druckgrafische Werk sowie zahlreiche Fotografien erweitert.

Das große Konvolut an Skulpturen, das fast das gesamte bildhauerische Werk von Max Ernst umfasst, stellt die Kreissparkasse Köln mit rund 70 Plastiken als Dauerleihgabe zur Verfügung. Besonders hervorzuheben ist die Großplastik in Bronze "Capricorne", die von der Nationalgalerie Berlin an das Museum ausgeliehen wird.

Weitere Herzstücke der Sammlung

Die "D-Paintings", eine Dauerleihgabe der Kreissparkasse Köln, bilden das Herzstück des Museums. Max Ernst schuf diese Reihe von 36 Geburtstags- und Liebesgeschenken im Verlauf seiner über 34-jährigen Beziehung zu Dorothea Tanning.

Die Dauerausstellung zeigt neben dem umfangreichen Sammlungsbestand der Stiftung Max Ernst und der Kreissparkasse Köln auch Dauerleihgaben von Privatsammler*innen. Zudem wurde die Sammlung durch wertvolle Schenkungen erweitert: Der Privatsammler Dr. Peter Schneppenheim übergab das Gemälde "The Twentieth Century" (1955), während Waldemar Croon das Werk "Arizona Desert After Rain" (um 1948) stiftete. Auch die Max Ernst Gesellschaft bereicherte die Sammlung mit "Paysage" (1963) und "Nocturne IV" (1967).