Nevin Aladağ gehört zu den international renommiertesten Künstlerinnen der Gegenwart. Musik und Klang, Ornamente und Alltagsobjekte spielen im Werk der in Van in der Türkei geborenen und heute in Berlin arbeitenden Künstlerin eine große Rolle. Die Überblicksausstellung Nevin Aladağ – Interlocking (Ineinandergreifen) zieht mit textilen Collagen, Klangskulpturen, Installationen und Videos Verbindungslinien zwischen verschiedenen Bereichen künstlerischen Schaffens und deren soziokulturellen Hintergründen. Das Herstellen solcher Zusammenhänge ist ein Hauptthema in Nevin Aladağs vielgestaltigem, oft humorvollem Werk, das die Gemeinsamkeiten im Formenspiel ganz unterschiedlicher Kulturen sinnlich erfahrbar macht.
Eigens für die Ausstellung hat die Künstlerin neue Arbeiten produziert. In der Serie Social Fabric, Floating Leaves, collagiert Nevin Aladağ Teppichfragmente aus aller Welt zu fantasievollen Formationen. Für die neuen Werke der Reihe Color Floating bespannte sie Lampen mit farbigen Nylonstrümpfen und erzielt damit überraschende Effekte. Im Innen- und Außenbereich des Museums sind mit den Fahnen Best Friends weitere ortspezifische Arbeiten zu sehen.
Das sogenannte „Musikzimmer“ der Ausstellung präsentiert Nevin Aladağs jüngste Skulpturenserie Resonator sowie verschiedene Exemplare aus der Werkreihe Resonating Spaces. Die Resonator Strings, Resonator Wind und Resonator Percussion bestehen aus Teilen verschiedener Saiten-, Blas- und Schlaginstrumente, von Harfe, Mandoline und Glockenspiel über Akustik- und Bassgitarre bis hin zu Trommel, Panföte, Tuba und Trompete.
Die Ausstellung wurde kuratiert von Museumsdirektorin Madeleine Frey zusammen mit Ko-Kuratorin Sophia Naumann, wissenschaftliche Volontärin im Max Ernst Museums Brühl des LVR.