Forschungsprojekte
Kulturhistorische Untersuchungen zu Mode und Bekleidung
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Wie kleiden sich Menschen in einer Diktatur, wie in einer Demokratie? Lassen sich Veränderungen zwischen der NS-Zeit und der Entwicklung hin zur Demokratie der Bundesrepublik an der Kleidung feststellen? Was bleibt, und was verändert sich auf dem Weg vom Mangel der Kriegs- und Nachkriegsjahre hin zum Massenkonsum? In unserem Forschungsprojekt untersuchen wir zur Annäherung an diese Fragen das Kleidungsverhalten zwischen 1945 und 1968. Die Ergebnisse sollen Ende 2027 in einer Sonderausstellung in der Textilfabrik Cromford präsentieren werden.
In Kooperation mit der Philipps-Universität Marburg, Institut für Europäische Ethnologie/Kulturwissenschaft, wurde mit finanzieller Hilfe der VolkswagenStiftung die Alltagskleidung der Menschen, Trage- und Konsumgewohnheiten, die Verfügbarkeit von Kleidung und Mode sowie deren Herstellung in der Zeit des Nationalsozialismus untersucht. Es wurden sowohl spezifische Kleidungsstücke untersucht als auch objektbasierte Befragungen von Zeitzeugen durchgeführt. Die Sonderausstellung „Glanz und Grauen – Mode im Dritten Reich“ war das sichtbare Ergebnis der ersten Etappe. Im Rahmen der Untersuchung ist anschließend eine Fachpublikation unter dem Titel „Glanz und Grauen. Kulturhistorische Untersuchungen zur Mode und Bekleidung in der Zeit des Nationalsozialismus“ erschienen.