Unterstützte Kommunikation & Assistive Technologien

Kommunizieren und Lernen funktioniert auf vielen Wegen. Für Schüler*innen, die sich nicht lautsprachlich ausdrücken können, bieten Unterstützte Kommunikation und Assistive Technologien unverzichtbare Hilfsmittel, um sich verständlich zu machen und den Schulalltag selbstständig mitzugestalten.

Illustration einer Person, die fröhlich auf vor ihr schwebende Sprechblasen schaut.

Kommunikation und selbstständiges Lernen ermöglichen

Nicht alle Schüler*innen können sich lautsprachlich verständlich mitteilen oder Lerninhalte mit herkömmlichen Materialien bearbeiten. Unterstützte Kommunikation (UK) und Assistive Technologien (AT) eröffnen hier zusätzliche Wege der Verständigung und aktiven Teilhabe.

Auch wer nicht sprechen kann, hat viel zu sagen!

unser Leitgedanke

Wir verfolgen das Ziel, individuelle Ausdrucksmöglichkeiten zu erweitern, Selbstständigkeit zu stärken und eine gleichberechtigte Teilnahme am Unterricht zu ermöglichen.

Dabei werden technische und nicht-technische Hilfsmittel sorgfältig ausgewählt, angepasst und in enger Zusammenarbeit mit Lehrkräften, Therapeut*innen und Eltern beziehungsweise Erziehungsberechtigten in den Schulalltag integriert.

Unterstützte Kommunikation (UK)

Unterstützte Kommunikation (UK) ist der Fachbereich zur kommunikativen Förderung von nicht (verständlich) sprechenden Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Häufig haben diese Menschen zusätzlich motorische, kognitive oder sozialemotionale Beeinträchtigungen.

Kommunikation ist ein grundlegendes menschliches Bedürfnis. Schüler*innen, die nicht oder nicht verständlich sprechen, erhalten an unserer Schule gezielte Unterstützung im Bereich der UK. Ziel ist es, eine erhebliche Verbesserung ihrer Verständigung zu erreichen und so die gesellschaftliche Teilhabe zu stärken.

Der Förderansatz der UK ermöglicht:

  • selbstständig Kontakt zur Umgebung aufzunehmen
  • Bedürfnisse zu äußern
  • von Erlebnissen und Eindrücken zu erzählen
  • Gefühle auszudrücken
  • Entscheidungen oder eine Auswahl zu treffen
  • eigene Ideen in Gespräche einzubringen

Dies geschieht durch den Einsatz von:

  • körpereigenen Ausdrucksformen: Blickbewegungen, Gesten und Gebärden, Mimik, Körperspannung
  • nicht-elektronischen Hilfen: Bildkarten, Kommunikationstafeln
  • elektronischen Hilfsmitteln: Sprachausgabegeräte, Sprachcomputer, Augensteuerung, Taster

Unterstützte Kommunikation ist Bestandteil des Unterrichts . Viele Schüler*innen benötigen zusätzliche Einzelförderung oder Förderung in Kleingruppen.

Ein interdisziplinäres Beratungsteam begleitet Diagnostik, Hilfsmittelauswahl, Anpassung und Umsetzung im Unterricht. Alle Bezugspersonen aus Schule und Familie werden einbezogen.

Assistive Technologien (AT)

Assistive Technologien unterstützen Schüler*innen mit motorischen Einschränkungen bei der aktiven Teilnahme am Unterricht. Ziel ist es, durch den Einsatz von Hard- und Software, Einschränkungen kognitiver, wahrnehmungsbezogener und motorischer Art weitestgehend auszugleichen.

Beispiele für Hilfsmittel:

  • Sondertastaturen
  • Mausersatzgeräte
  • Schalter und Adapter
  • Augen- und Sprachsteuerung
  • Softwarelösungen
  • kleine Hilfen wie Stiftverdickungen, magnetische Lineale oder Anti-Rutsch-Matten

Unser Beratungsangebot

Beratung für Schüler*innen, Eltern, Bezugspersonen und Schulen

Wir beraten und unterstützen kommunikationsbeeinträchtigte Schüler*innen und ihre Familien, unabhängig davon, ob sie eine Förderschule oder eine allgemeine Schule besuchen.

Auch Lehrkräfte an allgemeinen Schulen und weitere Bezugspersonen können sich an uns wenden. Wir beraten und unterstützen sie im Umgang mit und in der Nutzung von Assistiver Technologie.

Schwerpunkte unserer Beratung

  • Diagnostik
  • individuelle Hilfsmittelberatung und Anpassung
  • fachliche Unterstützung bei der UK-Förderung
  • didaktische Hilfestellung zur aktiven Teilhabe der Schüler*innen am Klassenunterricht

Unsere Unterstützung

Wir unterstützen Schüler*innen, Eltern, Bezugspersonen und Schulen:

  • bei der Ermittlung des individuellen Hilfsmittelbedarfs
  • bei der Auswahl und Beantragung von Hilfsmitteln
  • bei der Einrichtung eines individuellen Arbeitsplatzes
  • bei der methodisch-didaktischen Umsetzung
  • rund um das Thema Nachteilsausgleich und Schulbegleitung

Ihre Ansprechpersonen