Bereits seit dem Herbst 1982 bietet unsere heutige LVR-Viktor-Frankl-Schule den Schüler*innen das Therapeutische Reiten an. Geleitet wird das Angebot von entsprechend qualifizierten Sonderpädagog*innen sowie Physiotherapeut*innen mit einer speziellen Hippotherapie-Lizenz.
Unser Angebot gliedert sich in drei Kernbereiche, die in der Praxis oft fließend ineinander übergehen:
1. Hippotherapie
Als eine besondere Form der physiotherapeutischen Behandlung nutzt die Hippotherapie die ausgleichende Wirkung des rhythmischen Bewegtwerdens auf dem Pferderücken.
- Wirkung: Sie wirkt harmonisierend und entspannend bei Spastiken sowie anderen Erkrankungen und Schädigungen des Zentralnervensystems.
- Erfolgserlebnisse: Sie ermöglicht es insbesondere schwer körperlich behinderten Kindern ganz besondere Erfolge zu erleben, die auf anderem Wege kaum zu erreichen wären.
2. Heilpädagogisches Reiten und Voltigieren
Dieser Bereich beeinflusst die individuelle und soziale Entwicklung von Lernbehinderten, Geistigbehinderten oder Verhaltensauffälligen positiv. Dies geschieht auf zwei Ebenen:
- Umgang mit dem Tier: Das Pferd reagiert direkt auf das Verhalten des Kindes und spiegelt dieses.
- Gemeinschaft: Das gemeinsame Reiten oder Voltigieren in der Gruppe stärkt das soziale Miteinander.
3. Reiten als Behindertensport
Hierbei wird es körperlich behinderten Menschen ermöglicht, den Reitsport gemeinsam mit nicht behinderten Menschen auszuüben. Um dies optimal zu gestalten, kommen bei Bedarf speziell angefertigte Sättel, Zügel oder andere individuelle Hilfsmittel zum Einsatz.
Das Highlight zum Schuljahres-Ende
Einen ganz besonderen Höhepunkt stellt gegen Ende eines jeden Schuljahres die einwöchige Reiterfreizeit dar. Hierbei reisen die teilnehmenden Schüler*innen gemeinsam mit ihren Betreuer*innen auf einen komplett behindertengerechten Reiterhof im Münsterland.