Bildungsarbeit und Projekte

Das Archiv als außerschulischer Lernort und Vermittler seiner Bestände

Bild einer Frau, die eine Akte zeigt und darin blättert
Geschichte ist mehr als Vergangenheit – sie wird lebendig, wenn Menschen sie erleben. Dies für alle Interessierten möglich zu machen, ist eine der schönsten Seiten meiner Arbeit.

Ariane Jäger M.A. (Referentin Historische Bildungsarbeit/Öffentlichkeitsarbeit)

Geschichte vermitteln

Originale historische Quellen eröffnen einen unmittelbaren Zugang zur Geschichte. Akten, Fotografien und andere Archivalien machen vergangene Lebenswelten greifbar und ermöglichen eigenständiges Forschen. Dabei können historische Entwicklungen besonders aus lokaler und regionaler Perspektive entdeckt werden.

Die Auseinandersetzung mit historischen Quellen fördert zudem die kritische Bewertung von Informationen und stärkt das Verständnis für gesellschaftliche und politische Zusammenhänge. Damit leistet die historische Bildungsarbeit im Archiv einen wichtigen Beitrag zur Demokratiebildung und zur Entwicklung einer reflektierten Erinnerungskultur.

Das Archiv des LVR steht Schulklassen aller Altersstufen, Studierenden, Lehrkräften sowie interessierten Erwachsenen als außerschulischer Lernort offen.

Angebote für Schüler*innen, Erwachsene sowie Familien und Kinder

Das Archiv bietet zielgruppenspezifische Führungen an. Dabei erhalten Sie einen Einblick in die Aufgaben und Arbeitsbereiche des Archivs, lernen seine Bestände und deren Geschichte kennen und besichtigen das Magazin – die Schatzkammer des Archivs.

Für unsere kleinen Besucher*innen gibt es ein eigenes Programm mit einer spannenden Entdeckungstour durch das Archiv. Eltern sind als Begleitpersonen herzlich willkommen.

Bild von mehreren Personen, die in eine Akte schauen

Bildungspartnerschaft

Eine Bildungspartnerschaft oder Zusammenarbeit zwischen einem außerschulischen Lernort wie einem Archiv und einer Schule lässt sich in einer sogenannten Kooperationsvereinbarung besiegeln und konkretisieren. Das bedeutet, dass man gemeinsame Aktivitäten festlegt, die im Verlauf der auf zwei Jahre angelegten und verlängerbaren Partnerschaft unternommen werden.

Abteigymnasium Brauweiler und Archiv des LVR

Zwischen dem Abteigymnasium Brauweiler und dem Archiv des LVR besteht seit mehr als zehn Jahren eine langjährige und gewachsene Partnerschaft.

Der Besuch im Archiv des LVR und spannende Projekte gehören im Archiv und in der Schule mittlerweile zum Alltag. So ist der Abtei-Besuch der sechsten Klassen eine jährlich wiederkehrende Veranstaltung. Am aktuellen Lehrplan orientierte Projekte in den verschiedenen Qualifikationsstufen gehören ebenso dazu wie auch mediale Projekte, die bereits ihren Weg in die Social-Media-Welt geschafft haben.

Große Menge an Personen steht vor Leinwand und blickt in Kamera
Verlängerung der Bildungspartnerschaft 2024.

Arbeitsgemeinschaft der Archive der Kreise Rhein-Erft und Düren

Das Archiv des LVR ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft der Archive der Kreise Rhein-Erft und Düren und beteiligt sich an der Erforschung der Geschichte der Region Rhein-Erft-Rur sowie an der Zugänglichmachung dazugehöriger Quellen.

Die 2026 online gegangene Website "Archive Rhein-Erft-Rur - Mehr als nur Fußnoten" bietet thematische Zugänge zu unterschiedlichen Aspekten der Regionalgeschichte. Gemeinsam erarbeitete Ausstellungen sind dort digital veröffentlicht.

Mehrere Personen stehen vor einem Gebäude und schauen in die Kamera
Beitritt zum Notfallverbund: Vertreter der Arbeitsgemeinschaft 2026.

Medienpakete zur "NS-Euthanasie" im Rheinland

Von 2014 bis 2019 veröffentlichte das Archiv des LVR insgesamt vier Medienpakete, die zur Vermittlung der Geschichte der „NS-Euthanasie“ im Rheinland an Schüler*innen und Studierende konzipiert sind. Dabei arbeitete das Archiv mit einem Experten-Gremium aus Wissenschaft und Pädagogik zusammen, um ein inhaltlich vielseitiges und didaktisch ansprechendes Angebot für Schulen und andere Bildungseinrichtungen bereitzustellen.

Die Medienpakete sind ausschließlich über die Bildungsmediathek NRW für Lehrer*innen und Pädagog*innen zugänglich.