AV-Medien-Archivierung
in der digitalen Zeit

Audio-visuelle Medien (AV-Medien) zu archivieren, birgt besondere Herausforderungen – analog und digital. Nicht zuletzt wird häufig digitalisiert, wenn die analogen Herausforderungen zu komplex sind.

Fotonegativstreifen auf Durchlichtplatte

Eigenschaften von AV-Medien

Ton-, Film- oder Videodokumente enthalten oft einzigartige Informationen, die Schriftzeugnisse nicht abdecken können. Analoge Träger können allerdings aufgrund von Zerfallsprozessen in ihrem physischen Bestand bedroht sein, wodurch eine rasche Digitalisierung – mitunter faktisch eine Ersatzdigitalisierung – notwendig wird.

Näheres zum Thema der Bestandserhaltung analoger AV-Medien finden Sie bei unseren Handreichungen unter "Fotografische Materialien".

Gründe, AV-Medien zu digitalisieren

Neben der Materialität der Träger, veraltet die Abspieltechnik fortlaufend, da keine geeigneten Geräte oder Ersatzteile mehr produziert werden, sodass auch intakte Träger durch die Obsoleszenz gefährdet sind. Vor diesem Hintergrund ist eine umsichtige Digitalisierung der analogen audiovisuellen Unterlagen häufig sinnvoll. Dabei stellt sich unter anderem die Frage nach geeigneten Zielformaten für Audio- und/oder Filmdokumente. Neben rechtlichen Fragestellungen stellen die entstehenden Datenmengen eine weitere und beachtliche Herausforderung dar. Eine gezielte Auswahl der Dokumente, die digitalisiert oder als born digital (digital entstanden) erhalten werden sollen, ist daher unerlässlich.

Mikrofilm auf einem Lesegerät

Digitalisierte und digital entstandene AV-Medien archivieren

Digitale AV-Medien werden in Container-Dateien abgelegt, die sogenannte Codecs enthalten. Die bekannten Datei-Endungen *.avi oder auch *.mov zum Beispiel bezeichnen nur proprietäre Container-Formate von Microsoft und Apple, und erlauben kaum Rückschlüsse über die enthaltenen Codecs. Diese vergleichsweise komplexe Struktur erschwert die digitale Bestandserhaltung, da nicht nur die Container, sondern auch die Codecs sowie weitere Dateien im Container identifiziert und validiert werden müssen. Codecs sind zentral, weil sie Bild und Ton verbinden.

Weiterführende Informationen und Beratung

Weiterführende Informationen

Beratung

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