Geschichte der Schule

Von einer kleinen Gruppe im Pavillon zur modernen Förderschule: Erleben Sie die bewegende Geschichte der LVR-Christophorusschule – eine Chronik voller Meilensteine, die wir stetig weiterschreiben.

Eine kleine Wand des Schulgebäudes im Innenhof, darauf ist eine Szene aus dem Dschungelbuch gemalt. Heute ist das Freundschaftsbank-Stelle mit einem bunten Graffiti.

Eine lebendige Geschichte: Die LVR-Christophorusschule im Wandel der Zeit

Unsere Chronik ist weit mehr als ein Blick in die Vergangenheit – sie ist das Fundament unserer Gegenwart und wird Tag für Tag fortgeschrieben. Begleiten Sie uns auf einer spannenden Zeitreise von den bescheidenen Anfängen im Jahr 1967 bis hin zu einer modernen, stetig wachsenden Schulgemeinschaft.

Entstehung der Förderschule

17. Juli 1967

Aller Anfang ist klein: Die Geburtsstunde der Schule schlägt mit einer Gruppe von sechs Kindern mit Dysmelie, die im Pavillon eines ausgelagerten Schulkindergartens untergebracht sind.

Ein Team aus einem Lehrer und einem Erzieher übernimmt damals die Betreuung – ein Ganztagsangebot gibt es noch nicht. Administrativ ist die junge Schule zunächst an die Hauptschule Dorotheenstraße in der Bonner Nordstadt unter der Leitung von Rektor Ollig angegliedert.

Schulgründung und stetige Entwicklung

1967/68

Mit der offiziellen Gründung der Schule startet der Unterricht in zwei Klassen mit insgesamt 16 Schüler*innen, die von vier pädagogischen Mitarbeitenden betreut werden. Für die therapeutische Unterstützung werden stundenweise Krankengymnast*innen aus einer orthopädischen Arztpraxis abgeordnet. Dank einer Spende des Elternverbands kann bald darauf ein eigener Krankengymnastikraum angebaut werden.

In den folgenden Jahren verzeichnet die Schule ein stetiges Wachstum.

1968/69

Die Schule umfasst nun schon vier Klassen. Wegen des akuten Platzmangels wird ein Klassenraum in der gegenüberliegenden Grundschule mitgenutzt.

1970/71

Die Schule wächst auf sieben Klassen an, weshalb ein zweiter Schulpavillon aufgebaut wird; die Räume in der Nachbarschule werden dadurch nicht mehr benötigt.

Neu ist zudem die Aufnahme von Schüler*innen mit schweren Mehrfachbehinderungen, die trotz einer Befreiung von der Schulpflicht hier gefördert werden.

1972/73

Am Schuljahresende nehmen wir Abschied von unseren rechtsrheinischen Schüler*innen. Ab dem neuen Schuljahr wechseln sie an die gerade frisch errichtete Förderschule in Sankt Augustin (heute LVR-Frida-Kahlo-Schule ).

1974/75

Trotz 81 Schüler*innen in 9 Klassen scheitert der geplante Schulneubau in Bonn-Dottendorf. Missstände wie Platzmangel und fehlende Therapieräume sorgen für großen Ärger der Elternschaft.

Durch den massiven Einsatz des Pflegschaftsvorsitzenden, Prof. Dr. Heyland, wendet sich das Blatt: Die Stadt Bonn schließt sich einem neuen Bauvorhaben an und der Schulneubau wird endlich genehmigt.

Grundsteinlegung in Bonn-Tannenbusch

1976/77

Nach dem Wechsel der Trägerschaft zum Landschaftsverband Rheinland (LVR) im Jahr 1976 folgt ein großer Meilenstein: Mit Beginn des neuen Schuljahres beziehen 100 Schüler*innen in zehn Klassen zusammen mit allen Mitarbeitenden feierlich das neue Schulgebäude.

1978 – 1982

Das anhaltende Wachstum führt dazu, dass die Schule bis 1981/82 bereits 17 Klassen zählt – inklusive vier Klassen für schwerstmehrfachbehinderte Jugendliche. Wegen des erneuten Raummangels müssen die Werkräume weichen und als zusätzliche Klassenräume genutzt werden.

1986/87

Die Schüler*innen-Zahlen steigen unaufhaltsam weiter, sodass selbst auf den Fluren unterrichtet werden muss. Trotz der Enge wird die Abschlussstufe – damals noch als Werkstufe bekannt – eingerichtet. Zudem entstehen im oberen Spielflur zwei neue Räume für therapeutische Angebote.

1987/88

Aufgrund des akuten Platzmangels werden zwei Klassen halbtags an eine Schule in Godesberg ausgelagert. Die betroffenen "Pendelkinder" fühlen sich in der Fremde jedoch unwohl und sehnen sich nach ihrer Heimatschule.

Positivere Nachrichten gibt es aus der Ausstattung: Der LVR finanziert den ersten Computer für den Unterricht.

1991/92

An unserer Schule sind bereits 191 Schüler*innen angemedet, 86 davon sind schwerstmehrfachbehindert. Das Team besteht aus 87 Mitarbeitenden aus dem Pflege-, Therapie-, Sonderpädagogik- und Pädagogik-Bereich.

Erweiterungsbau

Herbst 1991

Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) beantragt bei der Bezirksregierung Köln den Schulerweiterungsbau für die LVR-Christophorusschule.

Februar 1992

Der LVR vergibt den Architektenauftrag an das Büro Stein.

Juli 1994

Die Schulleiterin Ulla Schmitz verabschiedet sich in den wohlverdienten Ruhestand.

August 1995

Der Baubeginn markiert den Startschuss für das neue Gebäude, das Platz bietet für sieben Klassenräume, sieben Gruppenräume, zwei Kursräume, einen Raum für die Schulbücherei und die Schüler*innen-Vertretung, zwei Therapieräume, vier Pflegeräume inklusive Toiletten, Technikräume sowie eine Turnhalle.

Juli/August 1997

Mit der Fertigstellung, der anschließenden Bauabnahme und der offiziellen Übergabe kann der Erweiterungsbau endlich seiner Bestimmung übergeben werden.

Im neuen Gebäude

1999/2000

Das von der Schülerschaft gestaltete Außenwandbild "Teamwork" nach Keith Haring wird als neues Schullogo zum Aushängeschild der Christophorusschule.

Ab jetzt kooperiert die LVR-Christophorusschule erfolgreich mit dem Kunstmuseum Bonn . Ein fester Bestandteil dieser Zusammenarbeit ist der wöchentliche, 90-minütige Workshop, bei dem eine Schulgruppe kreative Projekte mit der Museumspädagogik umsetzt.

Januar 2001

Im Rahmen eines internationalen Sommerfestes unserer Schule bekommen wir über den deutsch-peruanischen Freundschafts- und Kulturkreis e. V. in Bonn Kontakt zum Centro de Educacion Especial "Don José de San Martin" in Cusco, Peru.

März 2002

Nach einer Klassenfahrt entwickelt sich eine Freundschaft sowie eine Partnerschaft mit der Behinderteneinrichtung "UTAIM El May" auf Djerba in Tunesien.

In den Folgejahren lebt der Austausch von jährlichen, wechselseitigen Besuchen des Lehr- und Therapiepersonals. Gleichzeitig gelingt es, die Schule nachhaltig zu unterstützen – sowohl mit praktischen Hilfsmitteln als auch mit fachwissenschaftlicher Beratung durch die Teilnahme an Fortbildungen und Kongressen.

2003

Die LVR-Christophorusschule Bonn ist seit dem Schuljahr 2003/04 "interessierte UNESCO-Projektschule ".

Juli/August 2004

In den Sommerferien findet eine große Brandschutzsanierung in der Schule statt.

Mai 2005

Wir verabschieden unsere langjährige Landessekretärin Frau Kurtenbach in den Ruhestand.

Juli 2005

Frau Stieler geht nach 35 Dienstjahren und 25 Jahren in der Schulleitung in den Ruhestand. Wir "feiern" mit den Schüler*innen und Mitarbeitenden ihren Abschied.

Das Schuljahr beginnt mit einer neuen Schulleitung – Susanne Gräfin-Lambsdorff
wird neue Schulleiterin der LVR-Christophorusschule.

2015

Unsere Schule ist nun offizielle, anerkannte UNESCO-Projektschule .

Neues Schulleitungs-Team

Juni 2024

Nach 19 Jahren im Dienst als Schulleiterin verabschieden wir feierlich Susanne Gräfin-Lambsdorff. Gemeinsam mit ihr geht auch unser stellvertretender Schulleiter Jürgen Hammerschlag-Mäsgen zum Ende des Schuljahres 2023/24 in die Rente.

August 2024

Ein starkes Duo übernimmt die Schulleitungsposten – ab dem 1. August ist Thorsten Basche unser neuer Schulleiter und Bettina Hüsch unsere neue stellvertretende Schulleiterin.