Berufsorientierung

Je nach ihren individuellen Wünschen, Interessen und Möglichkeiten bereiten wir unsere Schüler*innen auf die Zeit nach der Schule vor. Informieren Sie sich hier, wie wir die Jugendlichen an der LVR-Christophorusschule durch ein starkes Netzwerk, Praktika und gezielte Projekte unterstützen.

Der Tresen des "Café Tortuga" mit verschiedenen Sachen zum Kaufen und einem bunten Namensschild sowie großen Buchstaben "Fit for Fun"

Ganzheitliche Vorbereitung von Anfang an

Unter dem Leitgedanken "Kein Abschluss ohne Anschluss" bereiten wir unsere Schüler*innen im Unterricht, im Schulalltag und durch praktische Erfahrungen intensiv auf den Übergang in das Erwachsenen- und Berufsleben vor.

Dies ist ein fester Bestandteil unseres gemeinsamen Alltags in der Oberstufe . Fachunterricht, lebenspraktische Projekte und Praktika greifen dabei nahtlos ineinander, um Türen zu öffnen und Wege zu ebnen.

Da der Übergang in das Berufsleben eine Vielfalt an Fähigkeiten erfordert, betrachten wir jede*n Schüler*in ganzheitlich. Wir fördern individuelle Wünsche und Stärken, berücksichtigen jedoch ebenso feinfühlig die gesundheitlichen, psychischen oder behinderungsbedingten Grenzen.

Bereits ab der ersten Klasse ist es unser wichtigstes Ziel, ein positives Selbstwertgefühl und ein realistisches Selbstkonzept aufzubauen. Im täglichen Miteinander entwickeln wir soziale Schlüsselkompetenzen: sich selbst und andere wahrnehmen, Rücksicht nehmen, im Team arbeiten und eigene Interessen auch einmal zurückstellen.

Theorie und Praxis im Unterricht

In der Oberstufe verbindet unser Konzept theoretisches Wissen mit praktischer Erprobung.

Arbeitslehre (zwei Stunden pro Woche)

Hier erarbeiten die Jugendlichen theoretische Grundlagen. Sie lernen Berufsfelder kennen, schreiben Bewerbungen und recherchieren im Internet. Ein wichtiger Schwerpunkt ist die Diskussion und Reflexion von Schlüsselkompetenzen wie Zuverlässigkeit, Selbstständigkeit, Teamfähigkeit, Freundlichkeit und Ausdauer.

"Fit-for-Job"-Gruppen (drei Stunden pro Woche)

In diesen praxisorientierten Gruppen lernen alle Schüler*innen wöchentlich das Planen, die gemeinsame Verantwortung, wichtige Sicherheitsregeln, den Umgang mit Geld und das gemeinsame Aufräumen. Zur Auswahl stehen acht verschiedene Bereiche, darunter:

  • Kaffee und Kuchen servieren (Schulbistro/Café)

  • Fahrräder reparieren

  • mit Holz bauen und werkeln

  • Autos reinigen

  • Bücher verwalten und organisieren ... und vieles mehr!

Betriebspraktika und Präsentation

Praktische Erfahrungen in der echten Arbeitswelt sind ein Kernbestandteil unseres Konzepts:

  • dreiwöchiges Betriebspraktikum: In den Klassen 8 bis 10 absolvieren die Jugendlichen vor den Osterferien ein dreiwöchiges Betriebspraktikum. Das Feedback der Betriebe ist regelmäßig erfreulich: Unsere Schüler*innen überzeugen als höflich, neugierig, fleißig und selbstbewusst.

  • Langzeitpraktikum: Zeigt sich im Blockpraktikum ein besonderer Erfolg, kann sich ein Langzeitpraktikum anschließen, bei dem die Schüler*innen an einem festen Tag pro Woche in "ihrem" Betrieb mitarbeiten.

  • Vor- und Nachbereitung: Alle Praktika werden im Arbeitslehreunterricht intensiv begleitet. Die Schüler*innen erstellen mit viel Engagement eine eigene Praktikumsmappe.

  • öffentliche Praktikumspräsentation: Im Frühjahr stellen die Jugendlichen ihre Erlebnisse, Berichtsmappen und selbst hergestellten Werkstücke im Rahmen einer öffentlichen Präsentation aus. Mitschüler*innen, Lehrkräfte, Eltern bzw. Erziehungsberechtigte und oft auch Vertreter*innen der beteiligten Betriebe besuchen diese Ausstellung und tauschen sich in einer feierlichen Talkrunde im Foyer aus.

Unser starkes Netzwerk und Partnerschaften

Der Wechsel in den Beruf gelingt am besten gemeinsam. Die LVR-Christophorusschule greift auf ein langjährig erprobtes Konzept und ein engmaschiges Netz an Partner*innen zurück:

  • individuelle Begleitung und Beratung: Ein "Runder Tisch" aus allen beteiligten Institutionen sichert die fortlaufende Weiterentwicklung unseres Konzepts. Feste Informationsabende für die Eltern sowie Schwerpunktgespräche an den halbjährigen Elternsprechtagen sichern die enge Absprache mit den Familien.

  • Integrationsfachdienst Bonn/Rhein-Sieg (IFD) : In der 8. Klasse bietet der IFD ein spezielles "Einstiegsinstrument" an, mit dem die Jugendlichen ihre individuellen Potenziale erkunden können.

  • Agentur für Arbeit (AfA) : In den Klassen 9 und 10 finden regelmäßige Einzelberatungen statt, um Ideen zu entwickeln, Kontakte zu vermitteln und Finanzierungen für künftige Maßnahmen zu klären. Ein psychologischer Berufswahltest (Klasse 9) und gegebenenfalls ärztliche Gutachten sichern die optimale Förderung.

  • Berufswahlmesse: Jedes Jahr im November besuchen unsere Schüler*innen und Eltern die spezialisierte Berufswahlmesse an der Integrierten Gesamtschule Bonn-Beuel. Hier präsentieren sich Betriebe, Berufsbildungswerke, Berufskollegs, Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) sowie ambulante Träger.

Der Fahrplan zur Berufsorientierung im Detail

Unsere Expert*innen vor Ort