Primarstufe
In den ersten fünf Schuljahren legen wir spielerisch und strukturiert das Fundament für den Bildungsweg unserer Schüler*innen. Entdecken Sie hier, wie wir Förderung, Therapie und Lebensfreude verbinden.
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Die Primarstufe der LVR-Christophorusschule umfasst in der Regel die ersten fünf Schuljahre. Sie ist das Fundament unserer schulischen Arbeit und gliedert sich in zwei Phasen: die Schuleingangsphase (Eingangsstufe) und die Unterstufe (Klassen 3 und 4) .
familiäre Gruppengröße: Eine Klasse besteht bei uns in der Regel aus acht bis 13 Kindern.
kurze Wege und Gemeinschaft: Alle Klassenräume liegen nah beieinander. Das erleichtert die Teamarbeit, ermöglicht klassenübergreifenden Unterricht und fördert die sozialen Kontakte zwischen den Kindern.
moderne Ausstattung: Neben vielfältigen klassischen Lehr- und Lernmitteln gehört auch der Umgang mit neuen Medien ganz selbstverständlich zum Schulalltag.
gemeinsame Erlebnisse: Feste, klasseninterne Feiern, Aufführungen, Ausflüge und Klassenfahrten stärken das Wir-Gefühl und den Zusammenhalt der Gruppen.
Bei uns steht immer das einzelne Kind mit seinen ganz persönlichen Fähigkeiten und Möglichkeiten im Mittelpunkt. Da jedes Kind andere Lernvoraussetzungen mitbringt, lernen und entwickeln sich alle in ihrem eigenen Tempo.
Uns ist bewusst: Oft muss zuerst das gesundheitliche Wohlbefinden hergestellt werden, um Lernen überhaupt erst zu ermöglichen.
der individuelle Förderplan: Für jedes Kind erstellen wir einen maßgeschneiderten Förderplan, der regelmäßig überprüft und weiterentwickelt wird. Unterrichtsinhalte und Lernziele passen wir so an, dass sie das Kind sowohl fördern als auch positiv herausfordern. Wir bauen auf den vorhandenen Stärken auf!
flexible Lernformen: Die Förderung findet in der Klasse, in differenzierten Lerngruppen oder in gezielter Einzelförderung statt.
ganzheitlicher Ansatz: Therapeutische Angebote sowie die individuelle Pflege sind fest in die Förderplanung integriert und finden parallel zum Unterricht statt.
In der Schuleingangsphase lernen unsere Schüler*innen jahrgangsgemischt und verbleiben hier in der Regel drei Jahre.
Unsere Klassen sind bewusst heterogen gestaltet – das bedeutet, dass Kinder mit unterschiedlich starken körperlichen und kognitiven Beeinträchtigungen gemeinsam lernen. Bei der Zusammenstellung achten wir sensibel darauf, dass jedes Kind passende Spiel-, Lern-, Kommunikations- und Interaktionspartner*innen findet.
Ankommen: Orientierung im System von Klasse und Schule
Diagnostik: eine fundierte Eingangsdiagnostik, um den genauen Entwicklungsstand jedes Kindes kennenzulernen
Persönlichkeit: Aufbau von Selbstvertrauen, Selbstständigkeit sowie die Förderung von Wahrnehmung und Bewegung
Soziales: Entwicklung sozialer Kompetenzen und das Erleben positiver Gruppenerfahrungen
Kommunikation: Förderung der kommunikativen Fähigkeiten sowie die Beantragung und Versorgung mit Geräten aus dem Bereich der Unterstützten Kommunikation (UK)
Alltag und Lernen: Unterstützung von eigenaktivem, selbstbestimmtem Handeln, Aufbau von Konzentration, Lernbereitschaft und Gedächtnis durch vielfältige Material- und Umwelterfahrungen
Unterricht: handlungsorientiertes Lernen, das an die Lebenswirklichkeit der Kinder anknüpft, sowie der Beginn des Anfangsunterrichts in Deutsch und Mathematik
Ab der Klasse 3 wechseln die Schüler*innen in jahrgangshomogene Klassen. Die Lernangebote bauen nahtlos auf den Erfahrungen und Fortschritten der Eingangsstufe auf und werden weiter ausdifferenziert.
Ein großes Ziel dieser Phase ist es, dass die Kinder zunehmend selbstständig und eigenverantwortlich arbeiten. Dabei unterstützen uns offene Unterrichtsformen wie Wochenplanarbeit, Freiarbeit, Arbeit an Stationen und Werkstattunterricht.
Weiterentwicklung sozialer Kompetenzen in unterschiedlichen Gruppen
verantwortungsvoller Umgang mit dem eigenen Arbeitsmaterial
eigenständiges Lernen in offenen Unterrichtsformen sowie in klassenübergreifenden Lerngruppen
Orientierung im erweiterten Schulalltag (zum Beispiel bei Raum- und Lehrpersonenwechseln)
Jedes Jahr finden an drei aufeinanderfolgenden Tagen die Bewegungstage der Primarstufe statt. An diesen Tagen sammeln die Schüler*innen außergewöhnliche Bewegungs- und Wahrnehmungserfahrungen und erleben pure Freude an der Aktivität.
Besonders wichtig: Spezielle Angebote für komplex beeinträchtigte Schüler*innen bieten gezielte Entwicklungsreize im Bereich der basalen Wahrnehmungs- und Bewegungserfahrung, sodass jedes Kind voll und ganz teilhaben kann.