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Politische Bildung für junge Menschen mit und ohne Fluchterfahrung

Titelseite des Flyers zur Veranstaltung Politische Bildung für junge Menschen mit und ohne Fluchterfahrung
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Seminar für Fach- und Führungskräfte der Jugendhilfe

19. bis 20. September 2018

Essen, UNPERFEKTHAUS

„Beteiligung baut auf politischer Bildung auf. Diese spielt aktuell jedoch nur eine untergeordnete Rolle. Es mangelt an einer eindeutigen Definition von politischer Bildung – was sie ist, was sie kann und was sie soll. Auch existieren viele unterschiedliche Konzepte zu ihren Aufgaben und Angeboten.“ (Jugend ermöglichen! Die Jugendbroschüre zum 15. Kinder- und Jugendbericht, BMFSFJ, Februar 2017, 1. Auflage, S. 38)

Das im Oktober 2017 gestartete Landesprogramm „Wertevermittlung und Prävention sexualisierter Gewalt in der und durch die Jugendhilfe“, legt einen seiner Schwerpunkte auf politische Bildung für junge Menschen, auch wenn es der Titel erst einmal nicht vermuten lässt. Dabei sollen auch weiterhin junge Geflüchtete in den Blick genommen werden.

Das zweitägige Seminar möchte Fach- und Führungskräften insbesondere von Trägern der öffentlichen Jugendhilfe, aber auch der freien Jugendhilfe, eine Diskussionsplattform bieten, sich über politikdidaktische Grundprinzipien, zielgruppenspezifische politische Bildung sowie die eigene Praxis und Strategie in der Kommune auszutauschen. Die thematische Auseinandersetzung mit den jungen Menschen, den unterschiedlichen Jugendkulturen und ihrem Politikverständnis sowie die fortlaufende Diskussion über gelungene Partizipation dürfen dabei nicht fehlen. Die Genderdebatte sowie ein „Blick in den Spiegel“ hinsichtlich der eigenen Haltung sollen die differenzierte Auseinandersetzung mit dem weiten Begriff der politischen Bildung abrunden.

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Leitungs- und Organisationskompetenzen in der offenen Ganztagsschule. Zertifikatskurs für Leitungskräfte in der OGS

Titelseite des Flyers zur Veranstaltung Zertifikatskurs für Leitungskräfte in der OGS
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Start: 28./29. September 2018

Köln, Zentralverwaltung des LVR

Sie haben als Ko-Leiter/in neben der Schulleitung innerhalb der offenen Ganztagsschule die Verantwortung für die Konzeptions- und Prozessgestaltung der außerunterrichtlichen Angebote und für ein qualitativ gutes, bedarfsgerechtes Angebot für die Kinder und ihre Familien?

Sie haben – oft als Primus/Prima inter pares – neben Ihrer eigenen pädagogischen Arbeit mit den Kindern, Aufgaben der Personal- und Teamentwicklung inne? Sie sollen dazu eng mit der Schulleitung und dem Lehrerkollegium zusammenarbeiten und hier die Entwicklung zu einem Gesamtteam fördern?

Sie müssen Aufgaben und Verantwortlichkeiten delegieren, für ein gutes Zeitmanagement sorgen, ein Budget verwalten? Sie sind erste Ansprechpartnerin für Eltern und sollen die Zusammenarbeit mit ihnen qualitativ gut gestalten? Sie sollen die Arbeit der OGS in den verschiedenen schulischen Gremien und denen Ihres Trägers vertreten? Sie stehen für eine gute Öffentlichkeitsarbeit ein?

Leitungskompetenzen fallen nicht vom Himmel.

Der Zertifikatskurs will Sie unterstützen, Ihren persönlichen Leitungsstil weiter zu entwickeln und dabei das notwendige „Handwerkzeug“ kennen und reflektiert anwenden zu lernen.

Er ist in sieben zweitägige Module unterteilt. Diese finden jeweils an einem Freitag und dem darauf folgenden Samstag (ohne Übernachtung) statt.

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Biografiearbeit mit Pflegekindern

Titelseite des Flyers zur Veranstaltung Biografiearbeit mit Pflegekindern
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Fortbildungsreihe der Landesjugendämter Westfalen und Rheinland

Start: 8. bis 10. Oktober 2018

Essen/Mülheim an der Ruhr

Biografiearbeit ist eine wirkungsvolle Methode, mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen ihre Vergangenheit zu reflektieren und ihre Zukunft zu gestalten. Besonders junge Menschen, die nicht bei ihren Eltern leben können und in Pflegefamilien einen sicheren Lebensort gefunden haben, beschäftigt ihre Geschichte. Biografiearbeit kann sie bei der Entwicklung eines positiven Selbstkonzepts unterstützen und zur psychischen Widerstandsfähigkeit beitragen. Die Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte hilft Kindern und Jugendlichen, sich besser kennenzulernen und lebensgeschichtliche Erfahrungen zu integrieren.

Im Rahmen der Weiterbildung erleben Sie, wie Biografiearbeit wirkt und wie Sie diese mit Behutsamkeit und Kompetenz planen und anleiten. Sie erfahren und erproben außerdem, wie Sie die Pflege- und Herkunftseltern der Kinder, die in deren Lebensgeschichte eine wichtige Rolle einnehmen, einbeziehen können.

Sie erlernen unterschiedliche kreative Methoden und Techniken, wie etwa die Arbeit mit dem Lebensbuch, dem Vier-Eltern-Modell oder der Lebenslinie. Dabei befassen Sie sich auch mit Ihrer eigenen Lebensgeschichte. Mittels Impulsvorträgen wird Ihnen das erforderliche Hintergrundwissen vermittelt. In Gruppen-, Paar- und Einzelarbeiten haben Sie Gelegenheit, Methoden der Biografiearbeit auszuprobieren und zu reflektieren.

Die Weiterbildung umfasst 42 Unterrichtseinheiten a 1,5 Stunden. Voraussetzung für den Erhalt des Zertifikates ist die kontinuierliche Teilnahme an allen Modulen, die Arbeit in selbstorganisierten Regionalgruppen sowie die Durchführung und Präsentation eines Praxisprojektes. Der Kurs schließt mit einem Zertifikat ab.

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Rien ne va plus? Wie ist die Situation der Allgemeinen Sozialen Dienste im Rheinland?

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11. Oktober 2018

Köln, Zentralverwaltung des LVR

Mitte Mai dieses Jahres sorgte die Studie »Berufliche Realität im Jugendamt: der ASD in strukturellen Zwängen« der Hochschule Koblenz für Aufsehen und Diskussionen innerhalb und außerhalb der Allgemeinen Sozialen Dienste. Die Aussage, dass die Sozialen Dienste – insbesondere personell – schlecht ausgestattet sind, fand ein großes Medienecho.

Die Studie von Prof. Dr. Kathinka Beckmann und zwei wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen kommt zu dem Ergebnis, dass es den bundesweit befragten Fachkräften im Allgemeinen Sozialen Dienst oft an essentiellen Rahmenbedingungen fehlt: an Zeit, an Räumlichkeiten bzw. Ausstattung, an Wissen um strukturelle Hintergründe und vor allem an Personal und Erfahrungsweitergabe im Rahmen der Einarbeitung. Ein Ergebnis ist die Forderung, durch politische Einmischung dem Auftrag der Kinder- und Jugendhilfe zu seinem Recht zu verhelfen.

Trifft diese Situationsbeschreibung (ganz oder teilweise) auf die Allgemeinen Sozialen Dienste im Rheinland zu? Diese Frage möchten wir mit Ihnen im Rahmen einer Fachtagung diskutieren.

Einleitend wird Prof. Dr. Kathinka Beckmann die Ergebnisse der Studie vorstellen. Dr. Thomas Mühlmann von der Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik im Forschungsverbund DJI/TU Dortmund wird in seinem Vortrag „Der ASD im Wandel“ die Personalzahlen des ASD auf der Grundlage der amtlichen Kinder- und Jugendhilfestatistik aufzeigen und in Relation mit den laufenden Hilfen zur Erziehung stellen.

Einer Podiumsdiskussion zu der Frage „Wie ist die Situation der rheinischen Allgemeinen Sozialen Dienste?“ stellen sich neben Prof. Dr. Beckmann und Dr. Mühlmann auch Dolf Mehring, Vorsitzender des AK KJHG der kommunalen Spitzenverbände, Amtsleiter des Jugendamtes der Stadt Bochum und Lorenz Schmitz, Amtsleiter des Jugendamtes der Stadt Brühl.

Am Nachmittag werden einzelne Aspekte der Studie in einem World-Café diskutiert, um zusätzlich zu einer Bestandsaufnahme auch die Frage der notwendigen Konsequenzen zu beantworten.

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Werkstattgespräch zum Landesprogramm „Wertevermittlung und Prävention sexualisierter Gewalt in der und durch die Jugendhilfe“: Zwischenbilanz und Perspektiven

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11. Oktober 2018

Essen, UNPERFEKTHAUS

Dieses Werkstattgespräch ist als Zwischenbilanz im Landesprogramm "Wertevermittlung durch Wertedialog und Prävention sexualisierter Gewalt in der und durch die Jugendhilfe" konzipiert.Ziel des Landesprogramms ist der Auf- und Ausbau aufeinander abgestimmter Angebote zur Integration junger geflüchteter Menschen in Kommunen und Kreisen. Hierzu sind kommunale Konzepte in Verantwortung des Trägers der öffentlichen Jugendhilfe zu planen und umzusetzen. Mittels der inhaltlichen Schwerpunkte (Wertevermittlung durch Wertedialog, Sexuelle Bildung und (Weiter-)Entwicklung von Schutzkonzepten) zielt das Programm darauf, durch einen Dialog über Werte und durch Demokratiebildung, Teilhabe und Integration zu stärken, durch sexuelle Bildung eine selbstbestimmte Sexualität zu ermöglichen sowie durch die Weiterentwicklung von Schutzkonzepten ein sicheres Aufwachsen zu fördern. Zielgruppen der Angebote sollen junge Menschen mit und ohne Fluchterfahrungen sein. Für die Umsetzung der jeweiligen Vorhaben auf kommunaler Ebene und auf Kreis-ebene kann der öffentliche Träger finanzielle Mittel beantragen.

Im Rahmen des Werkstattgesprächs ziehen die Fachberatungen der Landesjugendämter, die beteiligten Kommunen und die Mitarbeitenden der prozessbegleitenden Evaluation eine Zwischenbilanz. Hierzu werden erste (Zwischen-)Ergebnisse aus der Evaluation präsentiert und diskutiert.

Der Nachmittag bietet dann Raum für einen Austausch und für Diskussionen über konkrete Angebote und Aktivitäten im Rahmen des Landesprogramms: hier können die Kommunen, die bereits Angebote und Aktivitäten umsetzen, untereinander und mit weiteren interessierten Kommunen ins Gespräch kommen. Aus diesem Grund laden wir neben den bereits geförderten Kommunen weitere interessierte Kommunen und Träger ein, mehr über das Landesprogramm zu erfahren.

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Schutz – Förderung – Beteiligung: Kinderrechte in der Kita verwirklichen

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24. Oktober 2018

Köln, Zentralverwaltung des LVR

Am 20. November 1989 verabschiedeten die Vereinten Nationen die UN-Kinderrechtskonvention und schufen damit das wichtigste internationale Menschenrechtsinstrumentarium für Kinder. Seit nunmehr fast 30 Jahren verdeutlicht die UN-Kinderrechtskonvention, dass Kinder mit ihrer Geburt das Recht haben, Rechte zu haben.

Die praktische Umsetzung der Kinderrechte in der Kita fördert ein Verständnis von demokratischen Prozessen, da Kinder so echte Beteiligung und Mitentscheiden erleben und reflektieren können. Sie gestalten ihre eigene Umwelt und werden so als eigenständige Akteure und rechtsfähige Subjekte anerkannt.

Seit 2012 ist die Implementierung und Umsetzung geeigneter Verfahren der Beschwerde und Beteiligung im Kitaalltag zur Voraussetzung für die Erteilung einer Betriebserlaubnis geworden (§ 45 Abs. 2 (3) SGB VIII). Somit wird ein bedeutender Aspekt der Kinderrechte in der Einrichtung sichergestellt. Träger von Kindertageseinrichtungen sind angehalten für ihre Einrichtungen Handlungsleitlinien zur Sicherung des Kindeswohls, ein sogenanntes Kinderschutzkonzept, zu entwickeln oder ihre bestehenden Konzeptionen dementsprechend zu ergänzen.

Neben einer Einführung in die zentralen Aspekte und Anliegen der UN-Kinderrechtskonvention wird es in einem zweiten Schritt um den Kinderrechtsansatz in der Kita gehen. An konkreten Fallbeispielen werden Umsetzungsmöglichkeiten der Kinderrechte in den Kitaalltag betrachtet und damit verbundene Herausforderungen in den Blick genommen. Am Nachmittag wird das Thema Grenzverletzungen in der Kita betrachtet und Bausteine eines Schutzkonzeptes erarbeitet.

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Keine Angst vor dem Trauma – Gesundheitsperspektiven in der Prävention sexualisierter Gewalt im Jugendalter

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Seminar für Fach- und Führungskräfte in der Jugend- und Flüchtlingshilfe

25. Oktober 2018

Wuppertal, Internationales Evangelisches Tagungszentrum

Das im Oktober 2017 gestartete Landesprogramm „Wertevermittlung und Prävention sexualisierter Gewalt in der und durch die Jugendhilfe“, legt einen seiner Schwerpunkte auf Prävention sexualisierter Gewalt. In Kooperation mit der Landesstelle für die Verteilung unbegleiteter ausländischer Minderjähriger in Nordrhein-Westfalen wird im Rahmen dieses Landesprogramms ein Seminar für Fach- und Führungskräfte, insbesondere von Trägern der öffentlichen Jugendhilfe angeboten, welches sich mit dem Themenkomplex „Trauma“ in der Jugend- und Flüchtlingshilfe befasst.

Speziell die multidimensionalen Zusammenhänge von Flucht und Gewalt sollen in den Blick genommen werden. Mit der Verteilung und der erstmals abschließenden jugendhilferechtlichen Zuweisung des Jugendlichen durch die Landesstelle NRW in eine Kommune beginnt die eigentlichepädagogische Arbeit. Fluchtgründe, Erlebnisse und Erfahrungen, die auf und nach der Flucht gemacht wurden, haben die jungen Menschen, ob begleitet oder unbegleitet, geprägt und möglicherweise traumatisiert.

In dem Seminar soll es darum gehen, seine eigene fachliche Handlungskompetenz in der Arbeit mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen zu erweitern. Das Seminar zielt somit auf Bildungseffekte in den Bereichen Wissen, individuelle Fähigkeiten, Haltung und Umsetzung.

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Jugendliche in Pubertät und Adoleszenz verstehen

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Jugendliche verstehen, einbinden und professionell begleiten

29. bis 31.10.2018

Bonn, Gustav-Stresemann-Institut (GSI)

Der 15. Kinder- und Jugendbericht auf der Bundesebene stellt Persönlichkeitsentwicklung, Verselbstständigung, Positionierungen und Qualifizierung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in den Mittelpunkt.

Jugend als Lebensphase verdient eine differenzierte Betrachtung. Diese Fortbildung nimmt Ergebnisse der Hirnforschung, die biologische Reife und die Identitätsbildung in den Blick und macht die massiven Auswirkungen in der kognitiven, körperlichen und seelischen Entwicklung der 11 bis 20-jährigen deutlich.

Die Jugendlichen werden in der Zeit der biologischen Veränderung sich selbst und ihren Bezugspersonen »fremd«, da die äußeren und inneren Veränderungen/Vorgänge nicht eindeutig zugeordnet werden können. Alle Symptome werden global betrachtet und unter der »schwierigen Zeit der Pubertät« verbucht. Die wird deshalb als schwierig gesehen, weil wir zu wenig über die biologischen und chemischen Prozesse des Körpers wissen oder das Wissen in der Praxis nicht anwenden.

Selbst Fachkräfte der Sozialpädagogik und Sozialarbeit tun sich zeitweise schwer, die Jugendlichen innerlich zu erreichen, da ihnen die Kenntnisse dieser Vorgänge und ein adäquater Umgang damit in der Begleitung fehlen. Es gibt jedoch Verbindungen zwischen den neuen medizinisch/biologischen Erkenntnissen, den Erkenntnissen der Bindungstheorie und den pädagogisch ressourcen-orientierten Arbeitsansätzen, die es möglich machen, gezielteren und verständnisvolleren Kontakt herzustellen.

Ziel der Fortbildung ist es, durch die Vermittlung neuer Erkenntnisse der Hirnforschung, der biologischen Reifung, der Bindungstheorie, den Methoden der Ressourcenorientierung und dem Einsatz kinesiologischer Übungen, Jugendliche besser zu verstehen und gezielter zu begleiten.

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Netzwerke gestalten: Veranstaltungsdesign und dialogische Methoden

Titelseite des Flyers zur Veranstaltung Netzwerke gestalten: Veranstaltungsdesign und dialogische Methoden
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24. Oktober 2018

Köln, Zentralverwaltung des LVR

Am 20. November 1989 verabschiedeten die Vereinten Nationen die UN-Kinderrechtskonvention und schufen damit das wichtigste internationale Menschenrechtsinstrumentarium für Kinder. Seit nunmehr fast 30 Jahren verdeutlicht die UN-Kinderrechtskonvention, dass Kinder mit ihrer Geburt das Recht haben, Rechte zu haben.

Die praktische Umsetzung der Kinderrechte in der Kita fördert ein Verständnis von demokratischen Prozessen, da Kinder so echte Beteiligung und Mitentscheiden erleben und reflektieren können. Sie gestalten ihre eigene Umwelt und werden so als eigenständige Akteure und rechtsfähige Subjekte anerkannt.

Seit 2012 ist die Implementierung und Umsetzung geeigneter Verfahren der Beschwerde und Beteiligung im Kitaalltag zur Voraussetzung für die Erteilung einer Betriebserlaubnis geworden (§ 45 Abs. 2 (3) SGB VIII). Somit wird ein bedeutender Aspekt der Kinderrechte in der Einrichtung sichergestellt. Träger von Kindertageseinrichtungen sind angehalten für ihre Einrichtungen Handlungsleitlinien zur Sicherung des Kindeswohls, ein sogenanntes Kinderschutzkonzept, zu entwickeln oder ihre bestehenden Konzeptionen dementsprechend zu ergänzen.

Neben einer Einführung in die zentralen Aspekte und Anliegen der UN-Kinderrechtskonvention wird es in einem zweiten Schritt um den Kinderrechtsansatz in der Kita gehen. An konkreten Fallbeispielen werden Umsetzungsmöglichkeiten der Kinderrechte in den Kitaalltag betrachtet und damit verbundene Herausforderungen in den Blick genommen. Am Nachmittag wird das Thema Grenzverletzungen in der Kita betrachtet und Bausteine eines Schutzkonzeptes erarbeitet.

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Netzwerktreffen Herbst 2018. Gemeinsam planen: Jugendhilfeplanung und Netzwerkkoordination Kinderarmut

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7. November 2018

Köln, Zentralverwaltung des LVR

Die LVR-Koordinationsstelle Kinderarmut unterstützt den Auf- und Ausbau von Präventionsketten und Netzwerken gegen Kinderarmut in Verantwortung der Jugendämter im Rheinland. Zum fachlichen Austausch lädt die Koordinationsstelle im Herbst 2018 zu einem Netzwerktreffen ein. Inhaltlich behandeln die Netzwerktreffen die aktuellen Entwicklungen im Themenfeld Kinder- und Jugendarmut und die Arbeit in Netzwerken. Neben fachlichen Impulsen stehen die kommunalen Prozesse und der kollegiale Austausch im Mittelpunkt.

Bei diesem Netzwerktreffen möchten wir Schnittstellen und Potenziale der Zusammenarbeit von Jugendhilfeplanungsfachkräften und Koordinierenden der Netzwerke gegen Kinderarmut in den Blick nehmen. Daher richtet sich diese Veranstaltung an beide Akteursgruppen.

Ein gutes Zusammenspiel zwischen der Jugendhilfeplanung und der Koordination des Netzwerks gegen Kinderarmut ist notwendig, wenn das Jugendamt dem Auftrag einer bedarfsgerechten und interdisziplinär abgestimmten Planung von Förder- und Unterstützungsangeboten für Kinder, Eltern und Familien gerecht werden will. Je konkreter und abgestimmter die Kooperation funktioniert, desto mehr Potenzial bietet sie für die Erfüllung der gemeinsamen Planungsaufgaben mit dem Ziel der Entwicklung einer kommunalen Infrastruktur, die dem Aufwachsen von Kindern in Wohlergehen dient und die Teilhabe aller Kinder und Jugendlichen ermöglicht.

Die LVR-Koordinationsstelle Kinderarmut lädt daher Fachkräfte der Jugendhilfeplanung und die Koordinierenden der Netzwerke gegen Kinderarmut herzlich dazu ein, im Rahmen des Netzwerktreffens die Potenziale von gemeinsamen Planungsprozessen auszuloten.

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Zertifikatskurs Professionelles Management im Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD/KSD)

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Ein Kurs des LVR-Landesjugendamtes Rheinland und des LWL-Landesjugendamtes Westfalen

Start 13. bis 15 November 2018

Schwerte, HAUS VILLIGST

Wer Leitungsverantwortung im Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD/KSD) hat, steht vor vielfältigen Herausforderungen: Ein moderner ASD muss seine Leistungen an die aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen, gesetzlichen Änderungen und fachlichen Orientierungen anpassen. Die Aufgabenwahrnehmung erfolgt dabei unter erhöhtem Legitimationsdruck in Bezug auf die Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Hilfeleistungen.

Professionelles Management und Kooperation innerhalb und über die Jugendhilfe hinaus haben immens an Bedeutung gewonnen. Nur wer aktiv die eigene Leitungsrolle ausgestaltet und den eigenen Dienst konsequent nach fachlichen und wirtschaftlichen Maßstäben ausrichtet, kann diesen Anforderungen begegnen und sie auch als Chance der Gestaltung annehmen.

Der auf die Leitungsrolle im ASD zugeschnittene Zertifikatskurs bietet viele Möglichkeiten, die Managementkompetenzen speziell für dieses Handlungsfeld weiter zu profilieren.

Die sieben dreitägigen Module werden inhaltlich und organisatorisch von Referentinnen und Referenten der Landesjugendämter sowie aus der Wissenschaft und von freien Instituten gestaltet. Letzere sind teilweise über die Jugendhilfe hinaus auch in anderen Profit- und Nonprofitbereichen tätig.

Thematische Schwerpunkte sind sowohl die Auseinandersetzung mit dem eigenen Leitungs- und Personalführungskonzept als auch Projekt- und Personalmanagement, Qualitäts- und Organisationsentwicklung sowie wirkungsorientierte Steuerung.

Neben dem Kennenlernen von Konzepten und Methoden bietet der Kurs Gelegenheit, sich mit anderen Leitungskräften auszutauschen und die eigene Praxis vor dem Hintergrund des erworbenen Wissens zu überprüfen. Dabei stehen sowohl die Reflexion persönlicher Stärken als auch die Weiterentwicklung der Organisation im Fokus.

Fachdialog zur Umsetzung der Alltagsintegrierten Sprachbildung: Beobachtung der Sprachentwicklung in der Kindertagespflege

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21. November 2018

Köln, Zentralverwaltung des LVR

Seit dem Kita-Jahr 2014/2015 wird die Neuausrichtung der Sprachbildung im Sinne einer alltagsintegrierten Sprachbildung und Beobachtung in allen Kindertageseinrichtungen in NRW umgesetzt. Ziel ist eine prozessorientierte Begleitung und Unterstützung des Spracherwerbs der Kinder von Beginn an. Eine besondere Rolle spielt dabei die Kindertagespflege, da Kinder häufig in ihren ersten für den Spracherwerb zentralen Lebensjahren dort betreut werden. Zwar ist der Einsatz von Verfahren zur Beobachtung der Sprachentwicklung in der Kindertagespflege im Gegensatz zur Kindertageseinrichtung freiwillig, dennoch ist deren Verwendung für Kindertagespflegepersonen gewinnbringend für die eigene pädagogische Arbeit. Im Rahmen der Veranstaltung werden den Fachberaterinnen und Fachberatern die Beobachtungsverfahren liseb (Literacy und Sprachentwicklung beobachten) und BaSiK (Begleitende Alltagsintegrierte Sprachentwicklungsbeobachtung in der Kindertagespflege) mit Fokus auf den Einsatz in der Kindertagespflege vorgestellt. Zudem werden die Umsetzung und Bezuschussung von Fortbildungen zu für Kindertagespflegepersonen thematisiert. Abschließend wird ein Austausch mit Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, die die Fortbildungen durchführen können, ermöglicht.

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Paare im Ausnahmezustand

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Trennung, Scheidung, Elternstreit - Mediationstechniken in der Beratung strittiger Eltern

28. bis 30. November 2018

Bonn, Gustav-Stresemann-Institut

Die Mediation ist ein strukturiertes und zielorientiertes Verfahren zur Lösung von Konflikten. Mediatoren führen durch einen Klärungsprozess, der das gegenseitige Verstehen fördert und die Parteien befähigt, einvernehmliche Lösungen zu finden. Techniken und Methoden aus der Mediation haben sich auch für Fachkräfte aus ASO und Beratungsstellen als hilfreiches Instrumentarium erwiesen.

In diesem Seminar steht der kraftvolle Umgang mit Konflikten im Vordergrund. Es kann erlebt werden, dass, sobald die Konflikte Platz haben, das darauf folgende Verhandeln um Lösungen leichter geht.

Ziel der Fortbildung ist es, Grundhaltungen, Methoden und Techniken der Mediation am Beispiel einer strittigen Familiensituation kennen zu lernen, (evtl. aufzufrischen) und zu erproben.

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Beurkundungen im Kindschaftsrecht für fortgeschrittene Fachkräfte (Zusatztermin)

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21. bis 22 Januar 2019

Köln, Zentralverwaltung des LVR

Ihre Urkundstätigkeit im Jugendamt, als Durchführung sozialstaatlicher Verwaltung, hat ihren formalen Rahmen im Beurkundungsgesetz. Die Umsetzung erfordert gründliche Rechtskenntnisse und Rechtssicherheit sowie einen sicheren Umgang mit dem Gesetz. Zunehmend sind auch Kenntnisse der zwischenstaatlichen Verträge und Verordnungen, die im Zusammenhang mit Ihrer Geltendmachung und Durchsetzung von Unterhaltsforderungen relevant sind, maßgeblich. Zur rechtssicherer Arbeit ist die Bildung, Erweiterung und Auffrischung von Fachwissen maßgeblich und notwendig. Denn Fachwissen schafft Fachkräfte.

Wir geben Ihnen als erfahrene Fachkraft die Möglichkeit, aufbauend auf schwierigen Fallkonstellationen, rechtliche Fragestellungen vertiefend darzustellen. Ihre Praxisfälle und Fragestellungen können im Rahmen der Veranstaltung mit eingebracht werden. Ferner werden aktuelle gesetzliche Neuregelungen sowie Rechtsprechung zum Beurkundungsrecht behandelt. Unser Ziel ist es, Ihnen als Mitarbeiterin oder Mitarbeiter der Beurkundungsstelle vertiefendes Fachwissen für die Aufgabenwahrnehmung zu vermitteln.

Mit unserem modernen und dynamischen Fortbildungskonzept bieten wir Ihnen ein Seminar in einer angenehmen und professionellen Umgebung. Mit dem Einsatz bundesweit agierender Experten und Expertinnen als Referenten und Referentinnen stellen wir Ihnen ein weit- und tiefgreifendes Fortbildungsangebot zur Verfügung.

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