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Weitere Fachtagungen, Seminare und Zertifikatskurse des LVR-Landesjugendamtes finden Sie im Online-Fortbildungskatalog.

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Personalführung im ASD

Titelseite des Flyers zur Veranstaltung Personalführung im ASD
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6. bis 8. März 2019

Bensberg, Kardinal-Schulte-Haus

Jedes Jugendamt definiert die Aufgaben der Leitung der Sozialen Dienste unterschiedlich je nach Größe, Zuschnitt und Ausrichtung des Dienstes. Fast immer handelt es sich dabei um eine Sandwichposition, an die viele - häufig gegensätzliche - Erwartungen sowohl von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern als auch von der Verwaltung und den kooperierenden Institutionen etc. gerichtet werden. Leitungskräfte wünschen sich ein gutes Arbeitsklima im Team sowie gute und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Leitungskraft kann dazu entscheidend beitragen, wenn sie ein klares Rollenverständnis hat und die dazu passenden Methoden der Personalführung einsetzt. Das wichtigste Medium der Personalführung ist dabei die Führungskommunikation: die formelle und informelle, die bewusste und unbewusste Kommunikation.

Ziel des Seminars ist es, die Rolle als Leitung zu reflektieren und über unterstützende Methoden der Personalführung das eigene Führungshandeln zu stärken und anzureichern.

Methodisch wird ein Wechsel zwischen Inputs, Übungssequenzen, kollegialem Austausch und Selbstreflexion erfolgen.

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Kinder- und Jugendförderplanung 2019. Ein Beratungsprojekt des LVR-Landesjugendamtes Rheinland

Titelseite des Flyers zur Veranstaltung Kinder- und Jugendförderplanung 2019
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12. März 2019

Köln, Zentralverwaltung des LVR

Das Kinder- und Jugendförderungsgesetz des Landes NRW verpflichtet die kommunalen Jugendämter dazu, für die jeweilige Legislaturperiode der Gebietsvertretung (Rat/ Kreistag) gültige Kinder- und Jugendförderpläne zu erstellen. Das Gesetz formuliert einen umfassenden Planungsauftrag für die offene und verbandliche Kinder- und Jugendarbeit, die Jugendsozialarbeit und den erzieherischen Kinder- und Jugendschutz.

In den vergangenen Legislaturperioden seit Gültigkeit des Kinder- und Jugendförderungsgesetzes hat sich dazu bereits eine Planungspraxis etabliert – die nach der Kommunalwahl im Mai 2019 neu zu erstellenden Kinder- und Jugendförderpläne sind der Anlass, diese Praxis zu reflektieren und weiterzuentwickeln. Das LVR-Landesjugendamt Rheinland bietet interessierten Jugendämtern – wie in den früheren Planungsperioden – eine Unterstützung bei der Konzipierung der Planungsprozesse und der Erstellung der kommunalen Kinder- und Jugendförderpläne an.

An dem Beratungsprojekt, das drei eintägige Module umfasst, können bis zu 20 Jugendämter teilnehmen.

Die Module werden im Zeitraum von März bis September 2019 stattfinden. Gearbeitet wird in der Kombination von fachlichen Inputs, Austausch und Gruppenarbeit und der Weiterarbeit vor Ort. Ziel ist es Unterstützung bei der Erarbeitung individueller örtlicher Konzepte für die Kinder- und Jugendförderplanung zu geben.

Das erste Modul wird sich mit den Grundlagen der Kinder- und Jugendförderung befassen. Im zweiten Modul steht die Beteiligung von Adressatinnen und Adressaten an Prozessen der Kinder- und Jugendförderplanung im Mittelpunkt. Das letzte Modul dient der Formulierung konkreter erster Schritte vor Ort und bietet Raum für Fragestellungen und Themen der Teilnehmenden, die sich im Verlauf des Planungsprozesses ergeben haben.

Die Struktur der Veranstaltung ist so aufgebaut, dass die Inhalte der Termine aufeinander aufbauen. Eine Teilnahme an einzelnen Modulen ist nicht möglich. Vorgesehen ist die Teilnahme von Tandems aus den Jugendämtern (Jugendhilfeplanung und Jugendförderung).

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Neue Wörter, alte Bilder. Zur Kontinuität rassistischer Sprache

Titelseite des Flyers zur Veranstaltung Neue Wörter, alte Bilder
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Eine Veranstaltung der Arbeitsgemeinschaft Kinder- und ugendschutz NRW (AJS NRW), des Informations- und Dokumentationszentrums für Antirassismusarbeit in Nordrhein-Westfalen (IDA-NRW) und des Landesjugendrings NRW in Kooperation mit dem LVR-Landesjugendamt.

12. März 2019

Köln, Zentralverwaltung des LVR

Rassismus hat viele Formen und Facetten: In der Alltagssprache haben sich so manche Redewendungen eingeschlichen, die – wenngleich oft so nicht beabsichtigt – schlichtweg diskriminierend und rassistisch sind. Sprache schafft Wirklichkeit. Sie kann ungleiche Machtverhältnisse verfestigen oder herausfordern, Ungerechtigkeit verdecken oder aufdecken. Sie vermittelt Bilder und Vorstellungen, die über Generationen weitergegeben werden. Neue Wörter verändern nicht gleich gesellschaftliche Rahmenbedingungen, sondern sind im schlimmsten Fall lediglich eine neue Hülle für altes Denken. Andererseits wird durch die unreflektierte Weiterbenutzung von rassistischen Begriffen der bestehende Rassismus permanent reproduziert. Die inhaltliche Auseinandersetzung mit Sprache und Begriffen kann ein Ausgangspunkt sein, das eigene Denken zu hinterfragen und zu ändern. Genau das muss unser Ziel sein.

Im Rahmen der Tagung geht es um die historische Kontinuität rassistischer Sprache im Alltag und den damit in Verbindung stehenden Bilderwelten, die wir in Medien und Literatur vorfinden. Durch kritische Auseinandersetzung mit der eigenen Sprache wollen wir unsere Wahrnehmung schärfen.

Die Fachtagung versteht sich als Forum für Diskussion und Austausch zwischen Praktiker_innen aus der Jugendbildungs-, -sozial- und -verbandsarbeit, dem Jugendschutz, der politischen Bildungsarbeit und der Schule.

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Fachtagung Kinderrechte: Wie wir Bildung machen – Perspektivwechsel Kinderrechte

Titelseite des Flyers zur Veranstaltung Fachtagung Kinderrechte
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13. März 2019

Köln, Zentralverwaltung des LVR

Bereits 1989 verabschiedeten die Vereinten Nationen die UN-Konvention für Kinderrechte, die Deutschland 2010 übernahm.

Die Umsetzung der Kinderrechte in Schulen, in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe und weiteren Bildungseinrichtungen ist Herausforderung und Chance zugleich.

Sie bietet die Chance

  • die Rechte auf Teilhabe, Mitbestimmung, Schutz und bestmögliche Förderung für Kinder und Jugendliche in Schulen, in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe und weiteren Bildungseinrichtungen umzusetzen
  • Bildungslandschaften und ihre Organisationen aus der Perspektive der Kinderrechte neu zu denken und weiterzuentwickeln und die Arbeit der Lehrer*innen und (sozial-)pädagogischen Fachkräfte zufriedenstellender zu gestalten.

Der Fachtag greift die Anforderungen, die hieraus für die Qualifizierung und Unterstützung von Lehrer*innen und (sozial-)pädagogischen Fachkräften erwachsen, auf.

Ziel ist es, nicht nur Einsicht in das Thema Kinderrechte zu vermitteln, sondern auch Lust auf eine Bildungseinrichtung der Kinderrechte zu machen und die Teilnehmer*innen zur Umsetzung zu ermutigen.

Im Rahmen der Fachtagung kommen Kinder und Jugendliche sowie Expertinnen und Experten aus dem Bereich Schule und Jugendhilfe zu Wort.

In praxisorientierten Workshops werden Handlungsstrategien und Konzepte vorgestellt, die die verschiedenen Ebenen der Systeme aus der Perspektive der Kinderrechte in den Blick nehmen.

Die Fachtagung wendet sich an Schulleitungen, Lehrer*innen und Schulsozialarbeiter*innen sowie (sozial-)pädagogische Kräfte der (offenen) Ganztagsschulen und Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe sowie an die Fachberater*innen von Jugendhilfe und Schule.

Sie wird in Kooperation von der Forschungsgruppe Modellprojekte an Schulen e.V. FGM, dem LVR -Landesjugendamt Rheinland und Brands for Good organisiert und durchgeführt.

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Bildung & Bewegung: Fachberatung wächst zusammen

Titelseite des Flyers zur Veranstaltung Bildung & Bewegung: Fachberatung wächst zusammen
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18. März 2019

Köln, Jugendherberge Köln-Riehl

Ein zentraler Bezugspunkt des Kindes ist sein Körper mit seinen Bewegungen, Handlungen und Gefühlen. Bewegung, Spielen und Körperlichkeit haben eine besondere Bedeutung für die allgemeine Entwicklung von Kindern.

Positive Bewegungserfahrungen im Kindesalter stärken das Selbstvertrauen und unterstützen die Persönlichkeitsentwicklung des Kindes.

Es braucht viele Verantwortliche aus unterschiedlichen Institutionen und Lebenswelten, damit Kindern vielfältige bewegte Bildungschancen, pädagogisch angeleitete wie auch ungeplant, eröffnet werden. Gemeinsame Grundlage sind die Bildungsgrundsätze des Landes NRW.

Durch lokale Kooperation zwischen Kindertageseinrichtungen, Grundschulen, Jugendhilfeeinrichtungen und Sportvereinen entstehen immer häufiger lokale Teams, um Bildungsprozesse bewegt zu gestalten.

Wir laden alle Fachberatungen der Kommunen, Wohlfahrtspflege und des Sports zur ersten gemeinsamen Fachtagung ein. Im Vordergrund stehen Vorstellung und gemeinsamer Austausch zu den Beratungsstrukturen und -ansätzen beider Institutionen sowie Leitzielen und Aufgaben. Die gemeinsame Zielausrichtung unserer Veranstaltung ist, lokale Netzwerke für frühkindliche Bildung & Bewegung in den Kommunen zu stärken und weiterzuentwickeln.

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Präventions- und Bildungslandschaften erfolgreich gestalten

Titelseite des Flyers zur Veranstaltung Präventions- und Bildungslandschaften erfolgreich gestalten
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Ein Qualifizierungskurs für Fachkräfte in kommunalen Ämtern, die handlungsfeld- und systemübergreifende Netzwerkstrukturen koordinieren.

Start 20. bis 22. März 2019

Dortmund, Jugendgästehaus Adolph-Kolping

Wie kann gelingendes Aufwachsen ermöglicht werden? Eine umfassende Prävention und Bildung sowie die komplexen Lebens- und Problemlagen von Kindern, Jugendlichen und Familien erfordern eine ganzheitliche Betrachtung und sind nur im vernetzten Miteinander der verantwortlichen Akteure aus verschiedenen Handlungs- und Politikfeldern adäquat zu beantworten. Kommunen, die auf dem Weg hin zu integrierten Handlungsstrategien der Prävention und Bildung sind, benötigen Fachkräfte, die sowohl die Vernetzung mit Trägern und Einrichtungen als auch zwischen Ämtern kompetent koordinieren.

Der Qualifizierungskurs vermittelt kommunalen Koordinationsfachkräften theoretisches und praktisches Wissen, hilft bei der Rollenklärung und unterstützt die netzwerkorientierte Strukturentwicklung. Er besteht aus drei jeweils dreitägigen Seminaren zu den Grundlagen und zur Praxis der Koordinations- und Netzwerkarbeit und startet am 20. März 2019.

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Daten Auswerten und Darstellen in der Jugendhilfe- und Sozialplanung mit EXCEL

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28. bis 29. März 2019

Siegburg, Katholisch-Soziales Institut

Planerinnen und Planer in der Jugendhilfe und in anderen sozialen Planungsfeldern sind täglich mit der Erfassung und Aufbereitung von Daten unterschiedlichster Form befasst (soziodemografische Daten, Falldaten, Budgets etc.). Zum Handwerkszeug gehört dabei die EDV, insbesondere die Tabellenkalkulation. In dieser Fortbildung geht es darum, die besonderen Möglichkeiten von Microsoft Excel® im Bereich der Auswertung und Darstellung von Daten kennen zu lernen und anzuwenden.

Alle Fallstudien und Anwendungen beziehen sich auf Beispiele aus dem Arbeitsalltag der Jugendhilfe- und Sozialplanung. Grundkenntnisse im Umgang mit der Tabellenkalkulation sind ausreichend für die Teilnahme.

Themen sind unter anderem der Datenimport, grafische Darstellung von Daten und vor allem die Auswertung von Daten mit Hilfe von Kreuztabellen (Pivot-Tabellen).

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Trennung und Scheidung: »Rosenkrieger«. Grenzüberschreitende Zusammenarbeit in der Jugendhilfe

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4. April 2019

Niederlande, Maastricht, Stadthuis van Maastricht

Der Arbeitskreis »Grenzüberschreitende Zusammenarbeit« besteht seit dem Jahr 2001.

Ziele des Arbeitskreises sind der Austausch und die Vernetzung der Akteure im Bereich der Jugendhilfe in den Grenzregionen Belgien, Niederlande und Deutschland. Im zweijährigen Rhythmus organisiert der Arbeitskreis eine Tagung zu unterschiedlichen Fachthemen der grenzüberschreitenden Kooperation für die Fachkräfte der Jugendhilfe. In diesem Jahr wird das Thema Trennung und Scheidung im Fokus der Tagung stehen.

Im Kontext von grenzüberschreitender Trennung und Scheidung benötigen die Fachkräfte in den Jugendämtern und ihre Kooperationspartner zusätzlich Kenntnisse der internationalen Verordnungen und gesetzlichen Regelungen der jeweils angrenzenden Länder. Im Rahmen der Fachtagung werden die unterschiedlichen gesetzlichen Vorgaben und die gerichtlichen Verfahren in Ostbelgien, den Niederlanden und Deutschland vorgestellt, ebenso verschiedene Unterstützungsangebote für betroffene Familien bzw. Kinder.

Neben dem Input stehen das gegenseitige Kennenlernen und der Austausch der Fachkräfte der Jugendhilfe im Mittelpunkt der Tagung.

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Highlights und Herausforderungen: Bilanzierung der ersten Förderphase im Landesprogramm Wertevermittlung, Demokratiebildung und Prävention sexualisierter Gewalt in der und durch die Jugendhilfe

Titelseite des Flyers zur Veranstaltung Highlights und Herausforderungen
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4. April 2019

Duisburg, Jugendherberge Sportpark

Es ist ein wesentliches Anliegen der Jugendhilfe, allen jungen Menschen Teilhabe an Gesellschaft und sie betreffenden Angelegenheiten zu ermöglichen. Sie sind gleichwertiger Teil der Gesellschaft. Junge Menschen haben eigene Interessen, Fähigkeiten und Bedürfnisse, die in den verschiedenen Handlungsfeldern der Jugendhilfe berücksichtigt werden.

Dies gilt gleichermaßen für junge geflüchtete Menschen, begleitet oder unbegleitet, die in Deutschland Schutz suchen. Das Anliegen des Landesprogramms ist, vorhandene Strukturen und Instrumente zur Schaffung kommunaler Konzepte zu nutzen, die der Wertevermittlung durch Wertedialog und Prävention sexualisierter Gewalt in der Jugendhilfe dienen.

Diese Veranstaltung dient einer Bilanzierung der ersten Förderphase zwischen dem 1.1.2018 und dem 28.2.2019. Die in den Projekten und Angeboten erlangten Erkenntnisse und Erfahrungen werden präsentiert und diskutiert. Die erste Förderphase des Landesprogramms wurde zudem begleitet durch eine Evaluation in Verantwortung der Universität Münster, Arbeitsgruppe Prof. Dr. Martin Wazlawik, Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Im Rahmen der Veranstaltung wird das Evaluationsteam Ergebnisse der ersten Erhebungsphase präsentieren und mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern diskutiert.

Eingeladen sind alle am Landesprogramm teilnehmenden öffentlichen und freien Träger. Neben den bereits geförderten Kommunen sind auch interessierte Kommunen eingeladen, sich über das Landesprogramm sowie die Aktivitäten und Erkenntnisse in diesem Kontext zu informieren und diese mit den Anwesenden zu diskutieren.

Die zweite Förderphase erstreckt sich vom 1. März 2019 bis 29. Februar 2020. Hinweise zur Antragstellung und zur Fachberatung erhalten Sie bei den Landesjugendämtern. Anträge können jederzeit eingereicht werden.

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NAVI 10.0: Der ASD – Spezialist für das Generelle oder Generalist für das Spezielle?

Titelseite des Flyers zur Veranstaltung Der ASD – Spezialist für das Generelle oder Generalist für das Spezielle
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Tagung für ASD-Leitungskräfte in Nordrhein-Westfalen

11. April 2019

Köln, Zentralverwaltung des LVR

Eine Kooperationsveranstaltung der Landesjugendämter Rheinland und Westfalen mit der Bundesarbeitsgemeinschaft ASD/KSD

In Nordrhein-Westfalen gibt es 186 Jugendämter und Allgemeine Soziale Dienste – wenn auch zum Teil unter anderen Bezeichnungen. Nicht nur der Name auch ihre Strukturen und Organisation sind sehr heterogen. Ein Unterscheidungsmerkmal ist die Aufgabenzuordnung zum ASD oder zu Spezialdiensten. Es gibt Allgemeine Soziale Dienste, die generalisiert fast alle pädagogischen Aufgaben bearbeiten und andere, die deutlich weniger Aufgaben bearbeiten, da viele Bereiche Spezialdiensten zugeordnet sind.

Neben den »klassischen« Spezialdiensten wie Jugendhilfe im Strafverfahren und Pflegekinderdienste werden in den letzten Jahren zunehmend die Eingliederungshilfe nach § 35a SGB VIII und – seltener und kontroverser diskutiert – auch der Kinderschutz von Spezialdiensten wahrgenommen.

Die Gründe für solche Organisationsentscheidungen sind ebenfalls unterschiedlich, etwa die Bündelung von Fachwissen oder die Entlastung des ASD. Die Kehrseite ist, dass Problemlagen von jungen Menschen und ihren Familien isoliert werden und mit jeder Spezialisierung neue interne Schnittstellen entstehen, die abgestimmt werden müssen.

Auf der Tagung wollen wir uns am Vormittag mit der ursprünglichen Zielsetzung der (generalisierten) Allgemeinen Sozialen Dienste, den Entwicklungen der letzten Jahre und den künftigen Anforderungen beschäftigen. Sind die Visionen von gestern noch tragfähig für die Zukunft und wo gilt es neu zu justieren?

Am Beispiel von Kinderschutz und Eingliederungshilfe wollen wir am Nachmittag mit den Teilnehmenden anhand der Erfahrungen vor Ort der Frage nachgehen, welche Potenziale die beiden Strukturpole Generalisierung – Spezialisierung aus verschiedenen Perspektiven beinhalten. Wo kommen sie an ihre Grenzen? Welche Konsequenzen ergeben sich hieraus für die Weiterentwicklung der Allgemeinen Sozialen Dienste?

Die Fachtagung ist – wie bereits die vorangegangenen neun »Navi-Tagungen« – vorbereitet worden von Vertreterinnen und Vertretern der beiden Landesjugendämter in Nordrhein-Westfalen und der Bundesarbeitsgemeinschaft ASD/KSD.

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Volljährig – und nun? Übergänge zwischen Jugendhilfe und Verselbständigung junger Geflüchteter

Titelseite des Flyers zur Veranstaltung Volljährig – und nun
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16. April 2019

Köln, Zentralverwaltung des LVR

Im Rahmen des Landesprogramms „Wertevermittlung, Demokratiebildung und Prävention sexualisierter Gewalt in der und durch die Jugendhilfe“ werden diverse Themen im Kontext der Arbeit mit jungen Geflüchteten behandelt. Hierzu gehören auch die vielfältigen Herausforderungen im Übergang zwischen Jugendhilfe und Verselbständigung. Die Fachberatung des Landesprogramms und die Landesstelle für die Verteilung unbegleiteter ausländischer Minderjähriger in NRW laden Sie herzlich ein, sich in diesem Seminar durch einen einführenden Vortrag (Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge e.V.; Nerea González Méndez de Vigo) über die rechtlichen Änderungen bei Erreichen der Volljährigkeit und die Versorgungssituation junger erwachsener Geflüchteter zu informieren. Zudem haben Sie die Möglichkeit, sich in Workshops mit verschiedenen Perspektiven auseinanderzusetzen, die diese Übergänge frühzeitig gestalten können.

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Antisemitismus - alte und neue Herausforderungen im Alltag und für die Jugendarbeit

Titelseite des Flyers zur Veranstaltung Antisemitismus - alte und neue Herausforderungen
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29. April 2019

Köln, Zentralverwaltung des LVR

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Landschaftsverband Rheinland, der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf / SABRA, Forschungsschwerpunkt Rechtsextremismus/Neonazismus, Hochschule Düsseldorf und dem Paritätischen Landesverband NRW mit Unterstützung der Stiftung Gemeinsam Handeln.

Im April 2018 wurden in Berlin zwei junge Männer mit Kippa angegriffen und antisemitisch beleidigt. Einer der arabisch sprechenden Täter schlug mit einem Gürtel auf eines der Opfer ein. In Chemnitz attackierten im September Neonazis ein jüdisches Restaurant und verletzten den Besitzer.

Laut der 2017 veröffentlichten Studie „Jüdische Perspektiven auf Antisemitismus in Deutschland“ vermeiden knapp 58 Prozent der befragten Jüdinnen und Juden aus Sicherheitsgründen bestimmte Stadtteile und Orte. 70 Prozent verzichten auf äußerlich erkennbare jüdische Symbole. Ende 2018 bestätigte eine Umfrage in 12 EU-Ländern eine Zunahme des Antisemitismus europaweit.

Antisemitismus ist mitten in der Gesellschaft, hat eine jahrtausendealte Tradition und kann verschiedene Formen annehmen. Nur ein kleiner Teil davon taucht in der polizeilichen Kriminalstatistik auf. Auch Verschwörungstheorien, sekundärer oder israelbezogener Antisemitismus ziehen sich durch die Gesamtgesellschaft. Aktuell gerät verstärkt muslimischer Antisemitismus in den Blick, der tatsächlich auch in der Jugendarbeit eine Herausforderung darstellt.

In öffentlichen Diskursen wird jedoch häufig pauschalisiert und von einem „importierten“ muslimischen Antisemitismus als Problem der Migrationsgesellschaft gesprochen. Andere Formen des Antisemitismus geraten dabei schnell in den Hintergrund. Angesichts dieser Entwicklungen steht die offene Kinder- und Jugendarbeit vor großen Herausforderungen. Rassismus-kritische und partizipative pädagogische Ansätze müssen gestärkt werden, um die Werte einer offenen und pluralistischen Gesellschaft besser zu vermitteln.

Wie kann die Jugendarbeit verantwortungsvoll und sachlich mit diesen Themen umgehen? Wie können Pädagoginnen/Pädagogen gemeinsam mit Jugendlichen Strategien gegen menschenfeindliche Einstellungen in der Jugendarbeit und im Alltag entwickeln? Wie können wir als vielfältige, multireligiöse und multikulturelle Gesellschaft reagieren?

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Netze der Kooperation 18 - Bildungsplanung dialogisch – sozialräumlich – partizipativ: Jugendhilfe und Schulentwicklung gemeinsam gestalten

Titelseite der Einladung zur Veranstaltung Netze der Kooperation 18
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30. April 2019

Köln, Zentralverwaltung des LVR

„Die Träger der öffentlichen Jugendhilfe sollen darauf hinwirken, dass die Jugendhilfeplanung und andere örtliche und überörtliche Planungen aufeinander abgestimmt werden und die Planungen insgesamt den Bedürfnissen und Interessen der jungen Menschen und ihrer Familien Rechnung tragen.“ Mit dieser gesetzlichen Vorschrift normiert das Kinder- und Jugendhilfegesetz, SGB VIII, in § 80 SGB VIII das Gebot abgestimmter Planungen, um so den Interessen von jungen Menschen und ihrer Familien Rechnung zu tragen.

Das Kinder- und Jugendförderungsgesetz NRW führt dazu aus, die Zusammenarbeit von Jugendhilfe und Schule strukturell zu verankern, um insbesondere die sozialräumliche pädagogische Arbeit zu fördern. Im Rahmen einer „integrierten Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung“ soll zwischen allen Beteiligten ein „abgestimmtes Konzept über Schwerpunkte und Bereiche des Zusammenwirkens und über Umsetzungsschritte entwickelt“ werden.

Auch das Schulgesetz NRW unterstreicht die hohe Bedeutung der Zusammenarbeit. Seit nunmehr zehn Jahren unterstützt die Landesregierung zusammen mit den Kommunalen Spitzenverbänden die Arbeit der Regionalen Bildungsnetzwerke. Durch sie soll eine systematische Kooperation zwischen Schulen, weiteren Bildungseinrichtungen in der Region, Kommunen und Schulaufsicht gestärkt werden.

Um geschaffene Qualitäten zu sichern und sozialräumlich auszubauen, bedarf es abgestimmter Planungen auf der Basis eines fachlichen Austauschs der beteiligten Ämter und Institutionen sowie der aktiven Teilhabe und Mitsprache von jungen Menschen und ihrer Eltern. Dabei sind alle Schnittstellen von Jugendhilfe und Schule in den Blick zu nehmen. Dies betrifft vor allem den Übergang vom Elementar- in den Primarbereich und von dort in die weiterführenden Schulen bis hin zu Ausbildung, Studium und/oder Beruf und einem selbstbestimmten Leben. Auch die Jugendarbeit mit ihren vielfältigen Angeboten nonformaler und informeller Bildung, die Schul- und die Jugendsozialarbeit, die familienunterstützenden Dienste sind als Bildungsorte planerisch zu berücksichtigen.

In dieser 18. Fachkonferenz „Netze der Kooperation“ geht es um Steuerungs- und Planungsprozesse, welche die wissenschaftliche Expertise mit Erfahrungen aus der Praxis verbinden und herzlich zum Mitdenken und fachlichen Austausch einladen!

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Bundesforum Vormundschaft und Pflegschaft 2019

Titelseite des Flyers zur Veranstaltung Bundesforum Vormundschaft und Pflegschaft 2019
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Starke Vormundschaft, Starke Kinder

27. bis 29. Mai 2019

Bonn, Gustav-Stresemann-Institut

Das Bundesforum dschaft und Pflegschaft – ein bundesweiter Zusammenschluss von Institutionen und Einzelpersonen – veranstaltet in Kooperation mit dem Landschaftsverband Rheinland (LVR) die Fachtagung „Bundesforum Vormundschaft und Pflegschaft 2019“.

Die Veranstaltung steht unter dem Motto „Starke Vormundschaft – Starke Kinder“

Anerkannte Experten und Expertinnen werden mit Erfahrenen aus der Praxis zentrale Themen vorstellen und diskutieren:

Beteiligung der

  • Kinder und Jugendlichen, auch im Spannungsfeld mit vormundschaftlicher Verantwortung
  • Entkoppelte Jugendliche, die sich jeder Hilfe entziehen und die Frage, wie ein Vormund oder eine Vormundin sowie ein Pfleger oder eine Pflegerin in solchen Fällen handeln kann und
  • das Hineinwachsen in die Selbständigkeit sowie die Möglichkeiten der vormundschaftsführenden Person, dies von Anfang an und vor dem Erreichen des 18. Lebensjahres zu unterstützen.

Nicht fehlen darf auf der Tagung selbstverständlich der zweite Diskussionsteilentwurf für die Vormundschaftsreform. Nach diesem Entwurf sollen Kinder und Jugendliche unter Vormundschaft eigene Rechte bekommen – ein Novum. Auch bei der Entwicklung vieler anderer Vorschriften stand die Frage im Vordergrund, wie ein gesetzlicher Rahmen für die Vormundschaft und Pflegschaft geschaffen werden kann, der den betroffenen Kindern und Jugendlichen zugutekommt.

Workshops, Arbeitsgruppen und ein plenarer Praxisworkshop ergänzen das Vortragsprogramm.

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Kindern eine Stimme geben: Das themenzentrierte Kinderinterview in der Trennungs- und Scheidungsberatung

Titelseite des Flyers zur Veranstaltung Kindern eine Stimme geben
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+++ HINWEIS: Diese Veranstaltung musste vom ursprünglichen Termin (28. bis 29. Mai) um einen Tag verschoben werden. Neuer Termin ist der 27. bis 28. Mai 2019.+++

27. bis 28. Mai 2019

Köln, Zentralverwaltung des LVR

Eltern, die sich trennen, stehen vor der Aufgabe, einen Weg zu finden, wie sie in Zukunft ihre Elternverantwortung unter den veränderten Bedingungen gestalten. Das ist nicht leicht, wenn heftige Emotionen die Kommunikation mit dem anderen Elternteil erschweren und die Eltern mit der Bewältigung äußerer Veränderungen und innerer Verarbeitungsprozesse ihrer Trennung beschäftigt sind. Dabei kann die Situation, der von der Trennung betroffenen Kinder aus dem Blick geraten.

ses Seminar richtet sich an Beraterinnen und Berater, die Eltern darin unterstützen, die notwendigen familiären Entscheidungen zu treffen und dabei die Gefühle, Bedürfnisse und Wünsche der Kinder berücksichtigen wollen.

In dem Seminar werden folgende Themen besonders behandelt:

  • Wie erleben Kinder und Jugendliche die Trennung ihrerDie Eltern?
  • Wie verhalten sich Kinder in solchen Situationen?
  • Wie können Kinder direkt oder indirekt in den Beratungsprozess ihrer Eltern einbezogen werden?
  • Kennenlernen der Methode des themenzentrierten Interviews
  • Familienrechtliche Aspekte des Sorge- und Umgangsrechts

Methoden

Theoretische Inputs, Demonstrationen, Rollenspiele, Kleingruppenarbeit und kleine Selbsterfahrungssequenzen; anhand eines Praxisfalls wird exemplarisch das Modell des themenzentrierten Kinderinterviews vorgestellt und durchgespielt

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»Handwerkszeug« und Haltung sind gefragt. Fachmännern den Weg »Von der Arbeit mit Jungen … zur Jungenarbeit« öffnen

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Ein Praxis begleitendes Qualifizierungsangebot von LVR-Landesjugendamt Rheinland und Landesarbeitsgemeinschaft Jungenarbeit in NRW e.V.

Start: 3. bis 5. Juli 2019

Hennef, Sportschule Hennes

»Mein Träger, auch einige Kolleginnen sagen: ›Kümmere Dich mal um die Jungs!‹ … dabei arbeite ich doch schon viele Jahre mit Jungen – ist das keine Jungenarbeit?«

»Immer wieder sind es die Jungs, die Probleme machen – aber was ist eigentlich mit den Jungen, die nicht auffallen: Brauchen die auch Jungenarbeit?«

»Mit welchen Methoden kann ich Jungs erreichen – Fußball geht scheinbar immer, aber da muss es doch noch mehr geben?«

»Was heißt eigentlich: In der Jungenarbeit ist meine Haltung als Fachmann gefragt?«

Fragen wie diese beschäftigen männliche Fachkräfte, die tagtäglich mit Jungen arbeiten: Weil sie merken, dass manchmal das »gewisse Etwas« in der pädagogischen Arbeit fehlt, Zugänge nicht funktionieren, Fragen an die eigene (Vorbild-)Rolle aufkommen und/oder weil Träger, Kolleginnen und Kollegen dies fordern. Auch gesetzliche Vorgaben – geschlechtsbezogene Arbeit ist als Querschnittsaufgabe im SBG VIII verankert – sowie Forschungsergebnisse über die »Krise der Jungen« führen dazu, dass Fachmänner sich auf den Weg von der Arbeit mit Jungen … zur Jungenarbeit machen wollen. Letzteres betrifft z.B. den Bereich Schule, wo Jungs als mögliche Bildungsverlierer in den Blick genommen werden.

Der Praxis begleitende Qualifizierungskurs, eine Kooperation mit der Landesarbeitsgemeinschaft Jungenarbeit in NRW e.V., greift diese Bedarfe und Fragestellungen auf und unterstützt Fachmänner darin, ihre Haltung und (Vorbild-)Rolle, ihr Handwerkszeug und ihre Ziele in der Arbeit mit und für Jungen zu klären bzw. auszubauen.

Im Qualifizierungskurs werden die Probleme, die Jungen machen, wie auch die Probleme, die Jungen haben, aufgegriffen und gemeinsam reflektiert. Es geht um Sensibilisierung, den Zugang zu Bedürfnissen, Gefühlen und Stärken von Jungen – um Sympathie für auch eigensinnige Inszenierungen von Jungen gleichermaßen wie um pädagogische Grenzziehungen.

Dabei steht immer die konkrete Alltagspraxis der Teilnehmer im Mittelpunkt und geht es um Handlungskompetenz in der Arbeit mit den Jungen dort!

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