Geschichte der Schule

Seit über 50 Jahren begleiten wir Kinder und Jugendliche auf ihrem Weg – seit August 2024 an unserem modernen Standort in Langenfeld. Unser Namensgeber Paul Klee inspiriert uns dabei jeden Tag mit seiner Kreativität und seiner besonderen Sicht auf die Welt.

Die Entstehungsgeschichte der LVR-Paul-Klee-Schule

Die Geschichte unserer Schule ist geprägt von stetigem Wachstum und mutigen Neuanfängen.

Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) gründete unsere Schule im Februar 1974 in Leichlingen-Friedrichshöhe. Was als kleine Landschule mit drei Klassen begann, wuchs schnell. Schon 1982 bezogen wir ein neues Gebäude in Leichlingen, das 1999 aufgrund steigender Schülerzahlen nochmals erweitert wurde.

Seit 2011 trägt die Schule offiziell den Namen LVR-Paul-Klee-Schule.

Gleich zweimal vom Hochwasser getroffen

Schwere Schicksalsschläge trafen uns in den Jahren 2018 und 2021 durch verheerende Überschwemmungen. Nachdem das Gebäude an der Neukirchener Straße 2021 erneut schwer beschädigt worden war, fiel die Entscheidung, den Standort nahe der Wupper aufzugeben und in Langenfeld ganz neu anzufangen.

Ein moderner Neuanfang in Langenfeld

Im August 2024 bezog unsere gesamte Schulgemeinde das neu gebaute Gebäude in Langenfeld, direkt neben der LVR-Klinik. Damit ist der Weg aber noch nicht zu Ende: In den kommenden Jahren entsteht der zweite Bauabschnitt. Dieser wird unsere Schule um ein Schwimmbad, eine Sporthalle, ein modernes Forum mit Bühne sowie eine Mensa und verschiedene Fachräume ergänzen.

Unser Namensgeber: Paul Klee

Paul Klee wird am 18. Dezember 1879 bei Bern geboren. Seine Mutter ist die Sängerin Ida Klee, sein Vater ist Musiklehrer und stammt aus Bayern. Paul Klee besitzt die deutsche Staatsbürgerschaft.

1880 übersiedelt die Familie nach Bern. Paul Klee besucht die Volksschule und das Gymnasium. Er ist ein begabter Geigenspieler und Zeichner. Schon als Schüler entscheidet er sich Künstler zu werden.

Im September 1898 schafft Paul Klee den Schulabschluss. Einen Monat später zieht er nach München, um dort das Malen zu erlernen. Paul Klee setzt den Schwerpunkt, "ein Mensch zu werden vor allem, die Kunst wird daraus folgen.“

Zeichnen ist die Kunst, Striche spazieren zu führen. Die Farbe hat mich. Ich brauche nicht nach ihr zu haschen. Sie hat mich für immer. Das ist der glücklichen Stunde Sinn: ich und die Farbe sind eins. Ich bin Maler."

Paul Klee

Familiengründung

Im September 1906 heiratet Paul Klee Lily Stumpf. Er versucht sich zunächst erfolglos als Illustrator und führt den Haushalt. Lily Stumpf muss in den ersten Jahren des Familienlebens den Lebensunterhalt der Familie sichern. 1907 wird der Sohn Felix geboren.

Blauer Reiter und Entwicklung zur Kultfigur der modernen Kunst

1911 schließt sich Paul Klee der Künstlergruppe "Blauer Reiter" an. Anders als einige seiner Künstlerfreunde steht er der Kriegsbegeisterung sehr skeptisch gegenüber. Er wird 1916 in den Kriegsdienst einberufen und muss unter anderem die Tarnbemalung der beschädigten Flugzeuge ausbessern.

Mit seinen Ausstellungen in der Berliner Galerie "Der Sturm" wird Klee in Deutschland zu einer Kultfigur der modernen Kunst. 1920 wird Klee als Lehrer an das Staatliche Bauhaus in Weimar berufen. Ausstellungen in New York (1924) und Paris (1925) folgen.

1931 verlässt Paul Klee das Bauhaus und nimmt eine Professur an der Kunstakademie in Düsseldorf an.

Ein von Paul Klee inspiriertes Bild auf schwarzem Grund: Ein runder Kopf mit Hals und Schultern, unterteilt durch dicke schwarze Linien. Die Flächen sind bunt in Blau, Gelb und Rot ausgemalt.
Im Kunstunterricht sprechen wir oft über Paul Klee. Dieses Bild hat ein Schüler nach Klees Werk "Senecio" gemalt.

Nationalsozialismus und Rückkehr in die Schweiz

Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wird er fristlos entlassen. 102 seiner Werke werden von den Nazis aus öffentlichen Sammlungen entfernt. Paul Klee ist mit 17 Werken in der "Schandausstellung Entartete Kunst" vertreten. Dies macht ihn zu einem der prominentesten deutschen Exilkünstler.

Weihnachten 1933 wandert Paul Klee mit seiner Frau und seinem Sohn nach Bern aus. Durch den Verlust seiner Arbeitsstelle müssen sie ihren Lebensstandard stark einschränken. Sie leben sehr zurückgezogen.

Krankheit und Tod

Paul Klee leidet seit 1935 an einer schmerzhaften Krankheit. Viele berühmte Künstler besuchen den erkrankten Kollegen.

Klee bleibt aber trotz Schmerzen künstlerisch produktiv. Alleine in seinem letzten Lebensjahr entstehen nicht weniger als 1253 Werke.

Nach seinem Tod im Jahr 1940 findet man heraus, dass er an der fortschreitenden Erkrankung Sklerodermie litt.