Schüler*innen mit Komplexer Behinderung sind häufig erheblich eingeschränkt darin, wie sie ihre Umwelt erleben und wie sie sich ausdrücken können. Sie haben ganz besondere Bedürfnisse für ihre eigene Entwicklung aber auch für den Umgang mit anderen Menschen.
Körperlichkeit: Sie können intensive körperliche Nähe brauchen, um direkte Erfahrungen machen zu können.
Wahrnehmung: Sie können körperliche Nähe brauchen, um andere Menschen wahrnehmen zu können.
Umwelt: Sie können andere Menschen brauchen, die ihnen die Umwelt auf einfachste Weise nahebringen.
Mobilität: Sie können andere Menschen brauchen, die ihnen Fortbewegung und Lageveränderung ermöglichen.
Verständnis: Sie können jemanden brauchen, der sie auch ohne Sprache versteht.
Diesen Bedürfnissen können wir im Klassenverband nur in begrenzter Form gerecht werden.
Kooperatives Projekt in der Primarstufe
Für die Primarstufe haben wir das Konzept Elmar entwickelt. Alle Primarklassen kooperieren dabei, um Fördermöglichkeiten für die betroffenen Schüler*innen zu schaffen. In Einheiten von 60 Miuten bieten ein bis zwei Pädagoginnen Förderung mit unterschiedlichen Schwerpunkten an, zum Beispiel Basale Stimulation und Materialerfahrungen, Musik, Schwimmen oder Unterstützte Kommunikation .
Jedes Kind wird in der Regel von einer engen Bezugsperson begleitet, die das Kind besonders gut kennt. Dies ermöglicht eine optimale Versorgung und stärkt die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Pädagogik und Alltag. Nicht nur das Kind profitiert so von der Förderung, auch die Bezugsperson wird in ihren Fähigkeiten im Umgang mit den Schüler*innen gestärkt.
Elmar der andere Elefant
Benannt haben wir das Projekt nach dem buntkarierten Elefanten Elmar aus dem gleichnamigen Bilderbuch von David Mc Kee. Dieser befürchtet zunächst, dass er durch sein Anderssein von allen abgelehnt wird, lernt aber, dass er dafür nicht nur akzeptiert sondern sogar besonders gemocht wird.