Geschichte der Schule

Mehr als vier Jahrzehnte Bewegung, Haltung und Weiterentwicklung: Die LVR-Schule am Volksgarten blickt auf eine dynamische Schulgeschichte zurück. Erfahren Sie auf dieser Seite mehr zu unserer Historie.

Unsere Haltung: Das Kind im Mittelpunkt

Seit über 40 Jahren begegnen wir gesellschaftlichen und pädagogischen Veränderungen mit Flexibilität, Engagement und einem klaren Blick für das Wohl unserer Schüler*innen.

Unsere pädagogische Arbeit und die stetige Erneuerung unserer Schule ruhen von Beginn an auf einem festen Fundament:

Jeder Förderbedarf von Schüler*innen ist individuell und unteilbar, jeder Förderansatz ergänzungsbedürftig.

Otto Speck

deutscher Sonderpädagoge und Hochschullehrer

Dieser Grundsatz leitet unser multiprofessionelles Kollegium seit der Gründung. Veränderung verstehen wir nicht als Belastung, sondern als ständigen Prozess, den wir aktiv und im Sinne unserer Schüler*innen gestalten.

Stationen unserer Schulentwicklung

Die Schwerpunkte unserer pädagogischen Arbeit haben sich über die Jahrzehnte hinweg verändert und erweitert. Die prägendsten Etappen unserer Schulgeschichte im Überblick:

Gründung der Förderschule

Am 21. September 1970 betraten die ersten "Schüler*innen mit Körperbehinderung" das Schulgebäude.

Zunächst war die Schule als ein sonderpädagogisches Zentrum der Stadt Düsseldorf mit Dependance des Gesundheitsamts geplant. Im Jahr 1976 ist sie von der Kommunalträgerschaft in die Trägerschaft des Landschaftsverbands Rheinlands (LVR) gewechselt.

Unsere Schule etablierte sich mit der Zeit am Standort Düsseldorf als spezialisierter Lern- und Förderort für Kinder und Jugendliche mit dem Förderschwerpunkt Körperliche und motorische Entwicklung .

Aufnahme schwerstbehinderter Kinder

Im Laufe der Jahre wurden zunehmend Schüler*innen mit komplexen und schwersten Mehrfachbehinderungen aufgenommen. Diese Entwicklung erforderte die Erarbeitung neuer pädagogischer, therapeutischer sowie pflegerischer Konzepte.

Wandel hin zu heterogenen Klassen

Das Kollegium traf die grundlegende Entscheidung, Klassen, die ausschließlich für Schüler*innen mit intensivpädagogischem Förderbedarf sind, aufzulösen. An ihre Stelle traten heterogene Lerngruppen, in denen Kinder mit unterschiedlichsten Wegen und Fähigkeiten gemeinsam lernen.

Übergang in das Gemeinsame Lernen (GL)

Die Schule gestaltet, begleitet und berät zum Übergang in das “Gemeinsame Lernen” (GL) zunächst im Primarbereich zur Grundschule und später um zielgleich lernende Schüler*innen der Sekundarstufe I zu weiterführenden Schulen.

Inklusive Schulentwicklung

Wir entwickeln unsere Arbeit im kontinuierlichen Austausch mit inklusiven Konzepten an allgemeinen Schulen fort. Wir verstehen unsere Förderschule dabei als unverzichtbares Kompetenzzentrum und geschützten Raum für individuelle Entfaltung.

Die Schule als geschützter Lebensraum

Tiefgreifende strukturelle Veränderungen gelingen nur durch gelebte Gemeinschaft. An der LVR-Schule am Volksgarten arbeiten pädagogische, therapeutische und pflegerische Fachkräfte seit jeher in enger Teamarbeit zusammen.

Unser Ziel ist es, Schule nicht nur als Unterrichtsort, sondern als einen ganzheitlichen Lebensraum zu gestalten. Eine Atmosphäre von Offenheit, Wertschätzung und gegenseitigem Vertrauen gibt Schüler*innen, Eltern sowie Mitarbeitenden gleichermaßen Orientierung und Halt.

Gleichzeitig tragen wir das Verständnis für die Belange von Menschen mit körperlichen und motorischen Beeinträchtigungen in die Gesellschaft hinein: Wenn es uns gelingt, neben der bestmöglichen individuellen Förderung auch nachhaltige Akzeptanz und gesellschaftliche Teilhabe für unsere Schüler*innen zu erreichen, haben wir ein zentrales Ziel unserer Schulgeschichte erreicht.

Altes Logo der Schule: Baum dreifarbiger Krone
Unser altes Logo symbolisiert die enge Verwebung von Unterricht, Therapie und Pflege.