Berufsorientierung

Der Schritt von der Schule in das Erwachsenen- und Arbeitsleben ist ein zentraler Lebensabschnitt. Wir begleiten Schüler*innen ab der 8. Klasse intensiv dabei, eigene Stärken zu entdecken, praktische Arbeitserfahrungen zu sammeln und eine tragfähige berufliche Zukunftsperspektive zu entwickeln.

Illustration: Mensch vor Chart, der eine Entwicklung visualisiert

Unser Konzept: zielgerichtet ins Erwachsenenleben

Die Berufsorientierung an unserer Schule versteht sich als ganzheitliche Vorbereitung auf die nachschulische Lebenssituation. Neben der reinen Berufswahl stehen vier zentrale Entwicklungsfelder im Fokus:

  • Arbeit und Beruf: Heranführung an die Realität der Arbeitswelt und Aufbau beruflicher Schlüsselqualifikationen
  • Wohnen: Vorbereitung auf unterschiedliche Wohnformen und eine möglichst selbstständige Lebensführung
  • Freizeitgestaltung: Entwicklung von Interessen und Möglichkeiten zur aktiven Teilhabe am gesellschaftlichen Leben
  • Leben in der Gesellschaft: Förderung von Selbstbewusstsein, Mobilität und eigenverantwortlichem Handeln

Unser dreistufiges Praktikumssystem

Um verschiedene Arbeitsfelder praxisnah kennenzulernen, absolvieren alle Schüler*innen innerhalb der Abschlussstufe mindestens drei aufeinander aufbauende Praktika. Diese werden im Unterricht intensiv vorbereitet, von Lehrkräften begleitet und gründlich ausgewertet:

WfaA-Praktikum in Klasse 8

Das verpflichtende Orientierungspraktikum in der Werkstatt für angepasste Arbeit (WfaA) hilft dabei, sich frühzeitig mit einer realen Arbeitswirklichkeit auseinanderzusetzen und persönliche Handlungsmöglichkeiten einzuschätzen.

Neigungspraktikum in Klasse 9

Basierend auf den persönlichen Interessen wählen die Schüler*innen einen Praktikumsplatz auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt, in ausgewählten Abteilungen der WfaA oder in qualifizierenden Bildungsmaßnahmen. Das Ziel ist eine professionelle Fremdeinschätzung der eigenen Fähigkeiten.

Perspektivpraktikum in Klasse 10

Dieses Praktikum richtet sich konkret an der angestrebten nachschulischen Perspektive aus.

Bausteine und Methoden der Berufswahlvorbereitung

Die berufliche Orientierung verknüpft theoretische Inhalte im Fach Arbeitslehre mit lebensnahen Projekten und praktischen Erprobungen:

  • Berufswahlpass: ein persönliches Portfolio, das die Schüler*innen durch den gesamten Orientierungsprozess begleitet, Stärken dokumentiert und Angebote übersichtlich bündelt
  • Potenzialanalyse: standardisierte Verfahren zur Selbsteinschätzung und zur Ermittlung individueller Kompetenzen
  • Betriebs- und Berufsfelderkundungen: eintägige Schnupperpraktika und Exkursionen in Betriebe des allgemeinen Arbeitsmarktes, in die Werkstatt für angepasste Arbeit (WfaA) oder in Berufsbildungseinrichtungen ab Klasse 8
  • Schüler*innen-Genossenschaften und Projekte: fächerübergreifender Unterricht, in dem praktische Arbeitsabläufe, Verhaltensweisen im Arbeitsleben und Teamarbeit konkret geübt werden
  • Bewerbungstraining und Mobilitätstraining: gezieltes Üben von Bewerbungsverfahren sowie die Förderung der selbstständigen Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel

Nachschulische Perspektiven und Bildungsgänge

Aufgrund der vielfältigen Förderungsbedarfe unserer Schülerschaft gestalten sich auch die Wege nach der Schulzeit individuell. Wir begleiten Schüler*innen in allen Bildungsgängen zu einer passgenauen Perspektive:

Vernetzung und starke Kooperationen

Ein erfolgreicher Übergang von der Schule in den Beruf gelingt nur durch die enge und kontinuierliche Zusammenarbeit aller Beteiligten. Wir pflegen ein breites Netzwerk an verlässlichen Kooperationen:

  • Agentur für Arbeit (Reha-Teams): regelmäßige Beratungstermine in der Schule, Unterstützung bei der Berufsentscheidung und Vermittlung passender Fördermaßnahmen
  • Integrationsfachdienst (IFD): individuelle Begleitung und Durchführung von Programmen wie "KAoA-STAR" (Schule trifft Arbeitswelt)
  • Werkstatt für angepasste Arbeit (WfaA): enger Austausch mit den Standorten und Sozialen Diensten in Düsseldorf, Neuss sowie den Kreisen Mettmann und Neuss
  • Weiterführende Schulen und Berufskollegs: Kooperation mit spezialisierten Einrichtungen (zum Beispiel dem Werner-Richard-Berufskolleg Volmarstein , dem Vinzenz-von-Paul-Berufskolleg Aachen oder regionalen Berufskollegs) für weiterführende schulische Abschlüsse und berufsvorbereitende Maßnahmen