Audio
Audioschätze können durch die Digitalisierung wissenschaftlich aufgearbeitet und zum Beispiel in Museen genutzt werden.
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Kassetten und Tonbänder enthalten oft wertvolle Zeitzeugnisse wie Originalmusikstücke, gesprochene Zeitzeugenberichte oder Filmton. Doch die Bänder, die die elektromagnetisch gespeicherten Tonsignale enthalten, altern. Auch sind mechanische Schäden durch Handhabung und Abspielautomatik häufig. Durch eine Übertragung auf digitale Träger ist eine Langzeitsicherung und eine Weiternutzung ohne Verschleiss an den Originalen möglich.
Die Audiokassette war nicht nur zur Aufzeichnung von Musik das gängige Medium der Achtziger-/Neunzigerjahre. Sie wurde auch viel für Interviews und den Mitschnitt von Veranstaltungen genutzt. So gibt es in vielen Museen und regionalgeschichtlichen Instituten Audioschätze, die durch die Digitalisierung ihren Weg ins Archiv und die wissenschaftliche Aufarbeitung finden oder in Medienstationen von Ausstellungsrundgängen eingesetzt werden.
Wir digitalisieren analoge Audio-Aufnahmen im Umfang von 27.000 Minuten für das LVR-Industriemuseum Tuchfabrik Müller. Die Tuchfabrik wurde in den Sechzigerjahren geschlossen und in den Neunzigerjahren als Museum wiedereröffnet. In der Zwischenzeit wurden unzählige Zeitzeug*innen-Interviews mit ehemaligen Beschäftigten und Expert*innen für die damaligen handwerklichen Tätigkeiten geführt, um so deren Fachwissen und Erfahrungsschatz zur Arbeitswelt „Tuchfabrik“ zu retten. Dieser Schatz schlummerte bis heute auf ca. 450 Audio-Kassetten. Diese weisen allerdings ähnlich wie magnetische Videobänder (beispielsweise VHS) Zerfallserscheinungen auf, das heißt die Toninformationen gehen mit der Zeit verloren, so dass eine zügige Digitalisierung erforderlich ist. Wir arbeiten dabei mit bis zu drei Bandmaschinen gleichzeitig, die die Audioinhalte digital auf einen Server einspielen. Im Anschluss werden die einzelnen Aufnahmen getrennt und in das gewünschte digitale Ausgangsformat gebracht.
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