Medienscouts NRW
Wir bilden Schüler*innen aus, damit sie Gleichaltrige zu Themen wie Cybermobbing, Datenschutz und Cybersicherheit beraten.
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Mit dem Angebot Medienscouts NRW unterstützen wir weiterführende Schulen und Grundschulen dabei, präventiv Probleme des digitalen Alltags im schulischen Kontext aufzugreifen und zu bearbeiten. Im Mittelpunkt des Peerprojekts steht der Gedanke „Lernen mit und von Gleichaltrigen“. Die im Rahmen des Angebots ausgebildeten Schüler*innen werden zu Medienscouts, die ihr Wissen an andere Schüler*innen weitergeben.
Seit dem Start 2011 konnten an ca. 1.050 weiterführenden Schulen über 7.300 Schüler*innen und mehr als 3.100 Beratungslehrkräfte qualifiziert werden. Im Jahr 2024 startete die Weiterentwicklung für Grundschulen.
Das Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen ist seit 2019 wichtiger Förderer und Kooperationspartner des Angebots. Die Landesanstalt für Medien NRW übernimmt federführend die Qualifizierung von Fachkräften aus Grundschulen und weiterführenden Schulen. Damit leistet die Landesanstalt für Medien NRW einen wichtigen Beitrag zur Verankerung von Medienkompetenz sowie zur Schulentwicklung.
Der Ablauf der Projekte Medienscouts NRW und Medienscouts NRW Grundschule unterscheidet sich:
Die Qualifizierung für weiterführende Schulen richtet sich an Schüler*innen der Sekundarstufe I sowie Lehrkräfte bzw. pädagogische Fachkräfte. Pro Schule nehmen in der Regel vier Schüler*innen als zukünftige Medienscouts sowie zwei schulische Fachkräfte als Beratungsfachkräfte teil.
Die Qualifizierung umfasst fünf Module bzw. Workshops, die schulübergreifend mit mehreren Schulen durchgeführt werden. In diesen Modulen setzen sich die Teilnehmenden mit folgenden Themen auseinander:
Internet und Sicherheit
Soziale Netzwerke
Digitale Spiele
Smartphone-Nutzung
Projektumsetzung an der eigenen Schule
Ergänzend werden Kompetenzen in Beratung, Kommunikation und sozialem Lernen vermittelt.
Nach Abschluss der Qualifizierung übernehmen die Medienscouts an ihrer Schule eine aktive Rolle: Sie beraten Mitschüler*innen nach dem Peer-to-Peer-Prinzip, führen Projekte oder Workshops durch und werden dabei von den ausgebildeten Beratungsfachkräften begleitet.
Die Medienscouts an den weiterführenden Schulen werden von Anfang an in die Schulungen einbezogen und durch Beratungslehrkräfte unterstützt.
Die Medienscouts an der weiterführenden Schule sollen im Laufe des Angebots:
Wissen um den sicheren Medienumgang erwerben und dazu befähigt werden, dieses Wissen Mitschülerinnen und Mitschülern zu vermitteln, diese zu qualifizieren und sie bei medienbezogenen Fragen und Problemen zu unterstützen.
Nach der Qualifizierungsmaßnahme mit den anderen Scouts im Austausch bleiben und ihre Kenntnisse und Erfahrungen an nachfolgende Medienscouts ihrer Schule weitergeben.
Beratend bei der Mediennutzung zur Seite stehen und Fragen, die sich für junge Nutzer rund um die Themen Social Web, Internet & Co. ergeben, kompetent beantworten können.
Pro Schule werden in drei Schulungsterminen zwei Personen zu Beratungsfachkräften qualifiziert. Darunter sind:
Lehrkräfte
sozialpädagogische Fachkräfte
Schulsozialarbeiter*innen
multiprofessionelle Fachkräfte
OGS-Fachkräfte
Medienpädagog*innen
Die Beratungsfachkräfte durchlaufen zunächst zwei Qualifizierungsnachmittage, bilden daraufhin selbstständig die Medienscouts aus und durchlaufen hierauf den dritten Qualifizierungstag. Anschließend führen sie gemeinsam mit den Medienscouts das Camp Medienscouts NRW durch und verankern das Angebot langfristig an der Schule.
Die von den Fachkräften angelernten Medienscouts bilden im Anschluss an ihren Lehrgang selbstständig Medienscouts aus. Im Camp Medienscouts NRW machen sie das Wissen aus dem Internet-ABC für andere Kinder anwendbar, regen zum Austausch über Medienthemen an und beantworten Fragen. Auch darüber hinaus haben sie eine wichtige Rolle an der Schule und planen gemeinsam mit den Beratungsfachkräften weitere Aktivitäten.
Nach der Durchführung des Camps sind verschiedene Aktivitäten denkbar:
Kooperationen mit Medienscouts von weiterführenden Schulen und/oder mit kommunalen Partner*innen
Gestaltung von Elternabenden
Angebote für einzelne Schulklassen realisieren
ein Stand beim Tag der offenen Tür
Ihre Ansprechpersonen