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Pressemeldung

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Newsletter Soziales, Ausgabe Mai 2022

1. Neue Fachinformation informiert über „Leben in Gastfamilien“

Menschen mit Behinderung, die regelmäßig Unterstützung benötigen, aber weder in einer besonderen Wohnform noch alleine leben möchten und sich in einem Familienverbund wohl fühlen, sind in Gastfamilien gut aufgehoben. Aktuell leben rund 200 Menschen mit Behinderung, im Alter zwischen 18 und 80 Jahren, im Rheinland in einer solchen Pflegefamilie, die der LVR in besserer Abgrenzung zu den Unterstützungsleistungen in Pflegefamilien für Kinder und Jugendliche mit Behinderung „Gastfamilie“ nennt. Eine neue Fachinformation stellt die Leistung nun detailliert vor. Ziel der Broschüre ist es, weitere Familien und Einzelpersonen dafür zu begeistern, einen erwachsenen Menschen mit Behinderung bei sich aufzunehmen. Die Publikation kann als Druckversion bestellt sowie als PDF heruntergeladen werden .

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2. Save the date: Digitale Woche der Begegnung und inklusives Konzert in Köln

Vom 7. bis 11. Juni 2022 veranstaltet der LVR die Woche der Begegnung: Die Veranstaltungsreihe bietet von Dienstag bis Freitag, jeweils zwischen 9 und 20 Uhr, zahlreiche digitale Angebote zum Mitmachen, darunter Workshops zu Leichter Sprache oder Gebärdensprachkurse. Das LVR-Dezernat Soziales ist mit drei Veranstaltungen vertreten: Am Dienstag, 7. Juni 2022, findet um 10 Uhr das Webinar zum Thema „LVR-Beratung vor Ort“ statt. Dieses richtet sich überwiegend an Mitarbeitende aus anderen Beratungsstellen und stellt die im vergangenen Jahr eingeführten Beratungsstellen des LVR vor. Hier erhalten Sie weitere Informationen und gelangen zur Anmeldung für die Veranstaltung. Ebenfalls am 7. Juni findet ab 16 Uhr eine offene Veranstaltung zum Thema „Peer-Beratung bei den KoKoBe für und von Menschen mit Behinderung – wie geht das?“ statt. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich. Mehr Informationen und zum Veranstaltungs-Link. „Leben in Gastfamilien – Menschen mit Behinderung in der Familie aufnehmen und begleiten“ lautet das Thema des Webinars am Donnerstag, 9. Juni 2022 um 17 Uhr. Dieses richtet sich Familien und Erwachsene, die mehr über das Thema Gastfamilien erfahren möchten. Für diese Veranstaltung ist keine vorherige Anmeldung notwendig. Sie wird per Livestream auf inklusion-erleben.lvr.de , auf Facebook und YouTube übertragen.

Abschluss und Highlight der Woche der Begegnung ist das inklusive Konzert am 11. Juni 2022 im Tanzbrunnen Köln. Der Eintritt ist frei und unter den dann geltenden Corona-Regeln möglich. Von 16.30 bis 20 Uhr treten die Künstler*innen Druckluft, Miljö, CassMae, Sittin‘ Bull und Alli Neumann auf. Alle Angebote sind kostenfrei und werden in die Deutsche Gebärdensprache übersetzt. Das gesamte Programm ist online einsehbar unter www.inklusion-erleben.lvr.de .

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3. Reminder: Landschaftsverbände präsentieren sich beim Deutschen Fürsorgetag

Vom 10. bis 12. Mai 2022 findet im Congress Center Essen (Ost) der 82. Deutsche Fürsorgetag statt. Auch die beiden Landschaftsverbände LVR und LWL sind mit einem vielfältigen Programm vertreten. Am Stand der Landschaftsverbände erhalten die Besucher*innen Informationen zu allen Leistungen rund um die Themen Arbeit, Selbstbestimmung und Teilhabe für Menschen mit Behinderung. LVR-Sozialdezernent Dirk Lewandrowski moderiert am 11. Mai von 10.30 bis 12.30 Uhr das Fachforum „Wirkungsorientierung in der Eingliederungshilfe – ein Beitrag zur Qualitätsentwicklung“.

Der LVR ist zudem auf der Bühne des Markts der Möglichkeiten mit zwei Veranstaltungen vertreten: Am 11. Mai werden zwischen 14.30 bis 15 Uhr unter dem Titel „Innovative Beratungsansätze – online und offline“ der Beratungskompass sowie die Peer-Beratung bei der KoKoBe vorgestellt. Am 12. Mai findet von 9.00 bis 9.30 Uhr eine Veranstaltung zum Thema „Qualitätsprüfungen und Wirksamkeitsmessung – das Umsetzungskonzept des LVR“ statt.

Tickets, das komplette Programm und weitere Informationen gibt es auf der Website des Fürsorgetags .

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4. Unterstützung für Flüchtlinge mit Behinderung

Seit Beginn des Angriffskriegs in der Ukraine sind bereits rund 380.000 Menschen in Deutschland angekommen. Auch der LVR ist von den Ereignissen sehr betroffen und hat kurzfristige Hilfen zugesichert: So konnte unter anderem bereits ein Hilfstransport mit dringend benötigtem medizinischen Material auf den Weg gebracht werden, finanziert aus Spenden der Fördervereine der LVR-Klinik Langenfeld und des LVR-Freilichtmuseums Lindlar. Alle Hilfsangebote des LVR finden Sie auf lvr.de/ukraine .

Unter den Flüchtlingen sind auch Menschen mit Behinderung. Bislang waren die Landschaftsverbände für den Personenkreis nur beratend zuständig, da diese Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz erhielten. Durch die jüngsten Beschlüsse auf Bundesebene sollen Vertriebene aus der Ukraine ab dem 1. Juni 2022 Zugang zu Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch erhalten (insbesondere SGB II und SGB XII, aber auch SGB IX). Um einen Überblick darüber zu bekommen, wie viele Menschen mit Behinderung unter den geflüchteten Personen im Rheinland sind, hat der LVR eine Abfrage an die Erbringer von Leistungen in besonderen Wohnformen gestartet. Diese soll zum einen bei der bedarfsgerechten Verteilung helfen, aber zum anderen auch einen Anhaltspunkt über den erforderlichen Finanzaufwand liefern.

Seit März 2022 gibt es zudem eine neue Datenbank zur Vermittlung von Wohnangeboten und Transportmöglichkeiten für geflüchtete behinderte Menschen. www.hilfsabfrage.de wurde durch die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) in Zusammenarbeit mit Handicap International ins Leben gerufen.

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5. LVR bezuschusst inklusives Bauprojekt in Wuppertal

Der LVR fördert seit 2018 mit der Vergabe von Zuschüssen auch den Bau inklusiver Wohnprojekte, in denen Menschen mit und ohne Behinderung unter einem Dach gemeinsam nachbarschaftlich wohnen und leben können. Die inklusive Bauprojektförderung soll vor allem die fehlenden Eigenmittel der fördermittelempfangenden Person oder Institution ausgleichen. Mit einer Vorlage informierte die LVR-Verwaltung den Sozialausschuss über den aktuellen Sachstand sowie den bewilligten Antrag der Familie Seidel aus Wuppertal: Diese saniert die „Villa Luhns“, ein Projekt für acht Wohneinheiten für Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen. Mit diesem Bauprojekt will die Familie Wohnraum für Menschen mit Beeinträchtigungen schaffen, die unter den derzeitigen Bedingungen des Wohnungsmarktes kaum eine Chance haben, Wohnraum außerhalb des Elternhauses und außerhalb einer besonderen Wohnform zu finden. Für fehlende Eigenmittel wurde hier ein einmaliger Zuschuss in Höhe von 200.000 Euro beantragt. Mehr zu dem Projekt und den Förderrichtlinien können Sie der Vorlage Nr. 15/911 aus dem aktuellen Sozialausschuss sowie dieser Pressemeldung entnehmen.

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6. Dritter Teilhabeverfahrensbericht veröffentlicht

Zum dritten Mal hat die Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR) den mit dem Bundesteilhabegesetz neu eingeführten Teilhabeverfahrensbericht veröffentlicht. Der aktuelle Bericht enthält Daten aus dem Berichtsjahr 2020. Mit einer Vorlage informierte die LVR-Verwaltung den Sozialausschuss über die wesentlichen Ergebnisse, mit Schwerpunkt auf dem Bereich der Eingliederungshilfe.

Der Teilhabeverfahrensbericht (THVB) enthält Daten zum Antrags- und Leistungsgeschehen im Bereich der Rehabilitation. Die Rehabilitationsträger sind verpflichtet, Daten zu insgesamt 16 Sachverhalten zu erheben. Für den 3. THVB liegen Datenmeldungen von 1.064 Trägern vor.

Insgesamt wurden 2,8 Millionen Gesamtanträge gemeldet, davon ca. 205.000 (etwa 7 Prozent) aus dem Bereich der Eingliederungshilfe. Der größte Anteil der bundesweit in der EGH gestellten Anträge entfällt mit 73 Prozent auf Leistungen zur sozialen Teilhabe. Die durchschnittliche Bearbeitungsdauer vom Antragseingang bis zur Entscheidung über den Antrag ist im Trägerbereich EGH höher als im Durchschnitt aller Trägerbereiche. Über alle Trägerbereiche wurden 75 Prozent der entschiedenen Gesamtanträge vollständig bewilligt, in der Eingliederungshilfe sind es 91 Prozent.

Bei der Einordnung der Ergebnisse sind trägerspezifische Rahmenbedingungen zu beachten. Zum Beispiel ist die überdurchschnittlich lange Bearbeitungsdauer bis zur Entscheidung in der EGH häufig auf eine komplexe, personenzentrierte und daher zeitaufwändige Bedarfsfeststellung und das verspätete Nachreichen von notwendigen Unterlagen durch die Antragstellenden zurückzuführen. Hier finden Sie die 14-seitige Vorlage 15/838 .

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7. Informationen über die wirtschaftlichen Ergebnisse der rheinischen Werkstätten in 2020

Mit einer weiteren Vorlage informiert die Verwaltung über die Arbeitsergebnisse des Jahres 2020 der 44 rheinischen Werkstätten für Menschen mit Behinderung (WfbM). Das Arbeitsergebnis ist definiert als die Differenz aus den Erträgen und den notwendigen Kosten des laufenden Betriebes im Arbeitsbereich der WfbM.

2020 wurde im Durchschnitt über alle Werkstätten ein Arbeitsergebnis von 2.226 Euro je beschäftigter Person und Jahr erzielt. Das ist ein – coronabedingter - Rückgang um 14,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im Schnitt wurden 99,5 Prozent der erzielten Arbeitsergebnisse an die Beschäftigten ausgezahlt. Damit liegt die Ausschüttungsquote deutlich über dem gesetzlich geforderten Wert von 70 Prozent. Um das Entgeltniveau für die Menschen mit Behinderung zu halten, hat über die Hälfte der Werkstätten auf Rücklagen zurückgegriffen. Zur Kompensation der Pandemieauswirkungen auf die Arbeitsentgelte haben elf Werkstätten in 2021 rückwirkend für das Jahr 2020 Fördermittel aus der Ausgleichsabgabe im Umfang von vier Millionen Euro erhalten. Das Durchschnitts-Arbeitsentgelt einer beschäftigten Person im Arbeitsbereich der rheinischen Werkstätten lag 2020 bei rund 2.214 Euro im Jahr bzw. 184 Euro im Monat. Das ist eine Steigerung um 0,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Die ausführliche Darstellung der Entwicklung von Kosten, Erträgen und Arbeitsentgelten in den 44 WfbM finden Sie in der Vorlage 15/899 .

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8. Inklusionspreis NRW 2022 ausgeschrieben

NRW-Sozialminister Karl-Josef Laumann hat den mit insgesamt 32.000 Euro dotierten Inklusionspreis des Landes Nordrhein-Westfalen 2022 ausgeschrieben. Gesucht werden Beispiele gelungener und gelebter Inklusion, die es verdienen einer breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht zu werden. Der Schwerpunkt liegt in diesem Jahr auf dem Thema „Inklusion im Sport“. Bewerben können sich Vereine, Initiativen, Netzwerke, Selbsthilfegruppen, Kirchen und Religionsgemeinschaften, freie und öffentliche Träger, Unternehmen, Verbände, Bildungseinrichtungen, Kindergärten und Schulklassen. Bewerbungsschluss ist der 20. Mai 2022. Die Preisverleihung findet voraussichtlich im September 2022 im Zusammenhang mit den vierten Landesspielen von Special Olympics Nordrhein-Westfalen in Bonn statt. Weitere Informationen zum Inklusionspreis und den Online-Bewerbungsbogen finden Sie auf der Website des MAGS.

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9. Tagung zur Teilhabe und Behandlung von Menschen mit herausforderndem Verhalten

„Keiner bleibt zurück! Wie geht Teilhabe und Behandlung für Menschen mit schweren Beeinträchtigungen und herausforderndem Verhalten?“ lautet das Thema einer Fachtagung am 17. Oktober 2022. Die Veranstaltung des Zweckverbands der katholischen psychiatrischen Behandlungs- und Betreuungseinrichtungen findet – unterstützt durch den LVR – von 10 bis 17 Uhr im Alexianer Krankenhaus Köln, Dominikus Brock Haus, Kölner Str. 64, 51149 Köln, statt. Die Fachtagung geht der Frage nach, wo es im Rheinland Lücken in der Versorgung des beschriebenen Personenkreises gibt und welche Handlungsbedarfe identifiziert werden können. Ziel ist es, Impulse für eine gute fachliche Praxis der Behandlung und Assistenz zu setzen. Anmeldungen sind online möglich.

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10. Griechische Delegation zu Gast beim LVR

Seit 2020 unterstützt der LVR im Rahmen seiner Europa-Projektförderung die Kooperation und den Austausch mit Trägern der Behindertenarbeit in Nordgriechenland. Die Federführung des Projekts „Hellas“ liegt beim LVR-Dezernat Soziales. Ein wesentliches Ziel bildet der interkulturelle Wissenstransfer und Erfahrungsaustausch, woraus Handlungsschritte zur Verbesserung der Situation vor Ort abgeleitet werden sollen. Anfang Mai 2022 fand – pandemiebedingt mit einem Jahr Verspätung – ein Besuch der griechischen Kolleg*innen in Köln statt: Für die sieben Vertreter*innen von Verbänden der Behindertenhilfe aus Thessaloniki standen bei dem Besuch vor allem Einblicke in die Praxisabläufe von ambulanten und stationären Hilfen sowie die Abläufe der Eingliederungshilfe beim LVR im Fokus. Dazu fanden mehrere Hospitationen in den Wohnangeboten des LVR-Verbund Heilpädagogischer Hilfen wie unter anderem im Bonner Ledenhof und im Gut Hommelsheim in Nörvenich statt. Um auch von den Erfahrungen der Kolleg*innen in Nordgriechenland profitieren zu können, sind als Nächstes Hospitationen bei den griechischen Projektpartnern geplant.

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11. LAG Werkstatträte NRW: Neu gewählt

Am 24. März 2022 fand die neu gewählte Landes-Arbeits-Gemeinschaft der Werkstatträte Nordrhein-Westfalen zu ihrer konstituierenden Sitzung zusammen. Die Arbeitsgemeinschaft setzt sich aus 17 Werkstatträt*innen von fünf Wohlfahrtsverbänden aus ganz NRW zusammen. Den Vorsitz, den sogenannten Sprecherrat, bilden künftig Tanja Lohmeier (Vorsitzende), Anja Kott und Jürgen Kröger. Die LAG Werkstatträte NRW setzt sich für die Interessen von Beschäftigten in den Werkstätten für behinderte Menschen ein. Der Fokus in der kommenden Amtszeit liegt auf den Themen der Entgelt-Reform, sowie den Erhalt und die Wichtigkeit der Werkstätten.

Um die Rechte der Werkstatträte und Frauenbeauftragten zu stärken, greift das LVR-Dezernat Soziales zudem die Tradition der sogenannten Werkstatträte-Workshops nach Corona-bedingter Unterbrechung wieder auf. Diese finden am 24. Mai und 2. Juni 2022 statt: Eingeladen sind alle gewählten Vertreter*innen der Beschäftigten mit Behinderung (Werkstatträte und Frauenbeauftragte) aus den 44 rheinischen Werkstätten, um sich über ihre Arbeit und die aktuellen Entwicklungen zum Bundesteilhabegesetz auszutauschen.

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12. REHADAT bietet neuen Hilfsmittelfinder

Der neue Hilfsmittelfinder von REHADAT soll Menschen mit Behinderung dabei unterstützen, aus der Fülle an Hilfsmitteln die geeigneten Produkte für den Alltag oder das Berufsleben zu finden. Auf www.hilfsmittelfinder.de werden Nutzer*innen im Dialog mit der digitalen Suchassistentin Ariadne nach maximal vier Fragen zu Hilfsmitteln für unterschiedliche Aktivitäten geführt. Als Einstieg dienen dabei fünf alltagsnahe Kategorien: Arbeiten und Lernen, Sich fortbewegen, Kommunizieren, Körper pflegen sowie Wohnen und Freizeit gestalten. Im Hilfsmittelfinder sind mehr als 21.000 Produkte detailliert beschrieben, bebildert und enthalten Verweise auf Hersteller oder Vertriebe. Hier gelangen Sie direkt zum Hilfsmittel-Portal.

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