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Die Nibelungen zwischen Mythos, Geschichte und Gegenwart

2-tägige Veranstaltung beleuchtet die Wirkungsgeschichte einer europäischen Sage

Köln. / Bonn. 29. Mai 2026. Warum faszinieren die Nibelungen bis heute? Weshalb prägen Figuren wie Siegfried, Kriemhild oder Hagen seit Jahrhunderten Literatur, Musik, Theater und politische Debatten? Und wie wurde aus einer mittelalterlichen Heldenerzählung ein Stoff, der bis in die Gegenwart kulturell und gesellschaftlich wirksam bleibt?

Diesen Fragen widmet sich die öffentliche Tagung „Die Nibelungen zwischen Mythos, Geschichte und Gegenwart. Interdisziplinäre und regionale Perspektiven“ am 11. und 12. Juni 2026 im LVR-Landesmuseum Bonn.

Der Nibelungenstoff zählt zu den bedeutendsten Erzählkomplexen der europäischen Kulturgeschichte. Seine Motive und Figuren sind eng mit dem Rheinland verbunden und wurden seit dem Mittelalter immer wieder neu interpretiert. Besonders seit dem 19. Jahrhundert erlangten die Nibelungen große öffentliche Bedeutung – nicht zuletzt durch Richard Wagners „Ring des Nibelungen“, dessen Uraufführung sich 2026 zum 150. Mal jährt.

Die Tagung nimmt die vielfältigen historischen, literarischen, kulturellen und politischen Deutungen der Nibelungen in den Blick. Fachleute aus Geschichts-, Literatur-, Kultur- und Musikwissenschaft, Archäologie und Kulturanthropologie diskutieren unter anderem die historischen Hintergründe des Nibelungenliedes, mittelalterliche Stofftraditionen, Fragen von Heldentum und Gemeinschaft sowie die Rezeption der Nibelungen in Theater, Musik und digitaler Gegenwart.

Auch die politische Instrumentalisierung des Stoffes im 19. und 20. Jahrhundert spielt eine zentrale Rolle. Vorträge widmen sich etwa den Freiheits- und Nationalmythen rund um Siegfried, der Bedeutung der „Nibelungentreue“ sowie der Vereinnahmung der Nibelungen im Nationalsozialismus.

Der erste Veranstaltungstag schließt mit einem Abendvortrag anlässlich des 150. Jubiläums der Bayreuther Festspiele. Unter dem Titel „Von Helden und Hasen. Wege zu Richard Wagners ‚Der Ring des Nibelungen‘“ beleuchtet PD Dr. Kai Hinrich Müller die kulturgeschichtliche Wirkung von Wagners Opernzyklus. Die Tagung schließt mit Einblicken in die entstehende interdisziplinäre Ausstellung „We can be Heroes? Von Nationalsymbolen, Comicstars und Alltagsheldinnen“.

Die Veranstaltung richtet sich an alle kultur- und geschichtsinteressierten Besucherinnen und Besucher. Interessierte sind herzlich eingeladen, an der Tagung oder einzelnen Vorträgen teilzunehmen. Ziel der Veranstaltung ist es auch, aktuelle Forschung verständlich zu vermitteln und den Austausch zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit zu fördern.
Das vollständige Programm findet sich hier .

Die Teilnahme ist kostenfrei. Um Anmeldung wird gebeten unter: rheinische-geschichte@lvr.de

Veranstaltet wird die Tagung vom LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte und dem Institut für Germanistik, Vergleichende Literatur und Kulturwissenschaft der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn in Kooperation mit der Generaldirektion Kulturelles Erbe des Landes Rheinland-Pfalz, der Universitätsgesellschaft Bonn e.V., dem LVR-Niederrheinmuseums Wesel und dem Siegfried Museum Xanten.

Hinweis an die Redaktionen:
Selbstverständlich sind Sie ebenfalls herzlich zur Teilnahme, auch auszugsweise, eingeladen.

Pressekontakt:

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Birgit Ströter

Telefon

workTelefon:
0221 809-7711

E-Mail

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  1. Siegfrieds Einzug in Worms.

    Quelle: Badische Landesbibliothek Karlsruhe public domain mark 1.0

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