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Pressemeldung

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LVR zeichnet wissenschaftliche Untersuchungen aus

Presse-Einladung zur Verleihung des Edith-Ennen-Wissenschaftspreises des LVR an Dr. Michelle Rossa und Dr. Sören Pfeiffer

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

mit dem Edith-Ennen-Wissenschaftspreis des LVR werden besonders qualifizierte Arbeiten, die von grundsätzlicher wissenschaftlicher Bedeutung sind, ausgezeichnet.

Dr. Michelle Rossa und Dr. Sören Pfeiffer erhalten nun die Ehrung.

Zur Feierstunde lädt der LVR herzlich ein,

am Donnerstag, 25. Juni 2026,
um 17 Uhr,
im Rheinlandsaal des Landeshauses, Kennedy-Ufer 2, 50679 Köln.

Nach der Ansprache und Preisverleihung durch Anne Henk-Hollstein, Vorsitzende der Landschafsversammlung Rheinland, hält Prof. Dr. Alfred Schäfer als Zeitkorrektor die Laudatio auf Dr. Michelle Rossa. Prof. Dr. Michael Schmauder spricht als Zweitkorrektor die Laudatio für Dr. Sören Pfeiffer. Die beiden Geehrten halten jeweils Ansprachen.

Dr. Michelle Rossa hat in ihrer Dissertation „Die römische Ziegelei in Feldkassel. Kölner Jahrb. 56, 2023, 215–525“ die Ausgrabungen einer römischen Produktionsstätte von Bauziegeln in Feldkassel bei Köln-Merkenich ausgewertet. Damit hat sie eine Rekonstruktion und Datierung des komplexen Befundes aus Ziegelöfen, Schlämmbecken, Werkstattbauten, Lagerhallen, Tonlager- und Aufbereitungsgruben vorgelegt. Die Analyse erlaubt Rückschlüsse auf die Produktionsprozesse vom Tonabbau bis zum Brand sowie dem Vertrieb fertiger Produkte.

„Bildsprache und Nutzungskontexte des rheinischen Steinzeugs in der Frühen Neuzeit“ lautet der Titel der Dissertation von Dr. Sören Pfeiffer. Erstmals ist damit eine Sammlung rheinischer Keramik untersucht worden. Im Mittelpunkt der Arbeit stehen die floralen und heraldischen Darstellungen auf dem im Rheinland hergestellten keramischen Steinzeug. In vielen Fällen gelingt die Identifizierung von Motiven und Bildinhalten, so dass durch Vergleich mit möglichen Vorlagen aus zeitgenössischen Quellen die abgebildeten Wappen konkreten Personen oder Familien vor allem aus dem rheinischen Adel zugewiesen werden können.

Zum Hintergrund:

Mit der Verleihung des Edith-Ennen-Wissenschaftspreises des LVR ehrt der LVR insbesondere Arbeiten zu Themen der Geschichte, vorzugsweise der Regional- und Landesgeschichte im Rheinland, außerdem zu den Themenfeldern Heimatpflege, Volkskunde / Empirische Kulturwissenschaft, Archäologie / Bodendenkmalpflege, Geowissenschaften, Kulturlandschaftspflege, Natur- und Landschaftsschutz, Musikwissenschaft, Sprach- und Literaturwissenschaft.

Der Preis erinnert an die deutsche Historikerin und Archivarin Edith Ennen (1907-1999), die wegweisende Forschungen zur europäischen Stadtgeschichte des Mittelalters und der Frühen Neuzeit erarbeitet hat. Weitere Schwerpunkte ihrer Forschungstätigkeit waren die Geschichte der Frauen im Mittelalter und die rheinische Landesgeschichte vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert.

Vorschlagsberechtigt sind die Leitungen von wissenschaftlichen Instituten im Rheinland sowie der Kulturdienststellen des LVR. Über die Vergabe entscheidet der Kulturausschuss nach Vorberatung in der Kommission Wissenschaftsförderung, die von Fachwissenschaftler*innen des LVR beraten und unterstützt wird. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und kann bei zwei Preisträger*innen auch geteilt werden.

Weitere Informationen zu Edith Ennen unter: https://rheinische-geschichte.lvr.de

Informationen zu den Ehrungen und Preisen des LVR unter https://rheinland-ausgezeichnet.lvr.de

Wir freuen uns über Ihr Kommen und Ihr Interesse.

Pressekontakt:

Kein Bild vorhanden

Birgit Ströter

Telefon

workTelefon:
0221 809-7711

E-Mail

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