Pressemeldung
UNICEF-Studie zum Wohlbefinden von Kindern
Das Wohlbefinden der Kinder in Deutschland ist im internationalen UNICEF-Vergleich unterdurchschnittlich: Platz 25 von 37 umfassend bewerteten Ländern. Damit liegt Deutschland wie schon im letzten Bericht des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen im unteren Mittelfeld – und bleibt weit hinter seinen Möglichkeiten zurück. Das zeigt die neue Studie des UNICEF-Forschungsinstituts Innocenti zum kindlichen Wohlbefinden in Ländern der EU und OECD.
Stagnierende Kinderarmut in Deutschland
Im Durchschnitt der von UNICEF untersuchten Länder lebt fast jedes fünfte Kind in Einkommensarmut. In Deutschland stagniert die Kinderarmutsquote demnach seit Jahren bei 15 Prozent. Die Einkommensungleichheit ist von einem Verhältnis von 1 zu 4,3 (2012) auf 1 zu 5,0 gestiegen. Das bedeutet: Menschen im wohlhabendsten Fünftel der Bevölkerung verfügen heute über fünfmal so viel Einkommen wie Menschen im ärmsten Fünftel. Im internationalen Vergleich liegt Deutschland damit im Mittelfeld.
In der deutschsprachigen Zusammenfassung werden die wesentlichen Ergebnisse der Innocenti Report Card 20 mit Fokus auf Deutschland zusammengefasst. Die Report Card 20 untersucht das Wohlergehen von Kindern in 44 Industrie- und OECD-Ländern. Der Schwerpunkt liegt auf der Frage: Wie wirkt sich wirtschaftliche Ungleichheit auf das Leben von Kindern aus? Der Bericht vergleicht die Länder anhand von sechs Indikatoren in drei Bereichen: körperliche Gesundheit, seelisches Wohlbefinden und schulische Kompetenzen.
Die vollständigen UNICEF-Bericht „Report Card 20: Unequal Chances – Children and economic inequality“ finden Sie hier (Englisch):



