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Pressemeldung

Winterwunder(rhein)land

Schneebedeckte Winterlandschaften zieren, zumindest schon in einigen Regionen, das Rheinland. Während wir uns auf sonnige Spaziergänge in klirrender Kälte freuen, können wir uns die trüberen Tage damit versüßen, unsere nächsten Entdeckungstouren zu planen – Inspiration können KuLaDig, und natürlich unser Newsletter, liefern. Viel Spaß und ein frohes neues Jahr!

Projektfortsetzung "Landschaftsgeschichte im Siebengebirge"

„Löwenburger Thal von Rhöndorf aufwärts“, Aquarell von W. Redeligx, 1897 [Original: Privatbesitz]
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„Löwenburger Thal von Rhöndorf aufwärts“, Aquarell von W. Redeligx, 1897 [Original: Privatbesitz]

Kooperationsprojekt Landschaftsgeschichte im Siebengebirge geht in die zweite Runde

Das interdisziplinäre Forschungsprojekt widmet sich den landschaftlichen Veränderungen im Siebengebirge. Zeugnisse früherer Nutzungsformen sind heute noch überall zu finden: Weinbergsmauern, Alleen im Wald, Gebäudereste, Terrassierungen oder Hohlwege.

Allerdings sind sie heute aus ihrem ursprünglichen Kontext gerissen und die ehemaligen Funktionen der Überreste sind nicht mehr nachvollziehbar. In absehbarer Zeit werden die Spuren gar nicht mehr lesbar sein.

Ein Team aus Fachleuten der Biologie, Geographie und Geschichtswissenschaften hat es sich daher zum Ziel gesetzt, die Geschichte der Landschaft zu rekonstruieren und die Erkenntnisse für die Nachwelt zu sichern. Einen wichtigen Beitrag beim Lüften der Geheimnisse in der Landschaft leistet hier auch die örtliche Bevölkerung durch die Überlassung von alten Fotografien oder auch durch mündliche Überlieferungen und persönlichen Erinnerungen.

Der erste Projektteil wurde im Frühjahr 2018 abgeschlossen. Erforscht wurden das Rhöndorfer Tal und die Bereiche Schnitzenbusch und Wolkenburg. Durch den interdisziplinären Ansatz wurden zum Teil völlig neue Forschungsergebnisse erzielt und Fehler in der bisherigen Geschichtsschreibung des Siebengebirges aufgedeckt.

Die aktuelle Sonderausstellung „Waldnutzungen im Siebengebirge“ des Siebengebirgsmuseums zeigt bereits jetzt wesentliche Ergebnisse aus diesem Projekt. Im Herbst 2019 wird der Forschungsbericht auch als Publikation vorliegen.

Die Sonderausstellung ist vom 23.11.2018 - 31.03.2019 zu sehen (Öffnungszeiten Di - Fr 14 - 17 Uhr , Sa 14 - 18 Uhr, So und Feiertage 11 - 18 Uhr, montags geschlossen).

Durch die Fülle an neu gewonnenen Erkenntnissen beflügelt, startet 2019 der zweite Projektteil, in dem der Ofenkaulberg erforscht wird.

Kooperationspartner der LVR-Abteilung Kulturlandschaftspflege sind wieder die Stadt Königswinter mit dem Siebengebirgsmuseum und die Biologische Station Rhein-Sieg Kreis e.V., diesmal unterstützt vom Geologischen Dienst NRW und Studierenden des Geographischen Instituts der Universität zu Köln.

(Dr. Martina Gelhar, LVR-Abteilung Kulturlandschaftspflege)

Projektfortsetzung "Steinreich an Grauwacke"

Landnutzungskarte Lindlar-Brungerst, Zeitschnitt um 1898.
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Landnutzungskarte Lindlar-Brungerst, Zeitschnitt um 1898. Abb.: J. Kling (2017)

Kooperationsprojekt „Steinreich an Grauwacke“ wird fortgesetzt

Im April 2018 berichteten wir über den erfolgreichen Abschluss des Projektes „Steinreich an Grauwacke“. Mittlerweile können wesentliche Forschungsergebnisse in der Grauwackenausstellung in der Baugruppe „Am Mühlenberg“ im Freilichtmuseum Lindlar erlebt werden.

Virtuell lassen sich die Steinbrüche, zum Beispiel die um Lindlar, auch in KuLaDig erkunden: https://www.kuladig.de/Objektansicht/SWB-277957

Weil die Erforschung der Geschichte der Grauwackeindustrie noch viel Potenzial bietet, haben sich die Kooperationspartner LVR-Abteilung Kulturlandschaftspflege, LVR-Freilichtmuseums Lindlar und Verein der Freunde und Förderer des Bergischen Freilichtmuseums Lindlar e.V. entschlossen, das Projekt weiterzuführen und damit das vielgestaltige Bild der Kulturlandschaftsgeschichte der Region durch weitere neue Erkenntnisse zur Grauwackenindustrie im Oberbergischen Kreis zu bereichern.

(Dr. Martina Gelhar, LVR-Abteilung Kulturlandschaftspflege)

Neues aus der KuLaDig-Welt

Sicht von der Südterrasse auf die Terrasse der ehemaligen Haupttribüne des Bökelbergstadions mit angrenzendem Wohngebiet
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Bökelbergstadion in Mönchengladbach. Foto: F. J. Knöchel (2015)

KuLaDig Objekt des Monats

Das KuLaDig Objekt des Monats Januar 2019 war über 80 Jahre die Heimat des Fußballvereins VfL Borussia Mönchengladbach: Das Bökelbergstadion . 1919 als „Westdeutsches Stadion“ eröffnet wurde die Wettkampfstätte, einhergehend mit mehreren Umbaumaßnahmen, 1960 in das „Bökelbergstadion“ umbenannt. Bis zum Umzug der Mannschaft in das neue „Stadion im Borussia-Park“ im Jahr 2005 wurden alle Heimspiele auf dem Bökelberg ausgetragen. Heute entwickelt sich an dem Standort ein Neubaugebiet.

Jeden Monat kürt unsere KuLaDig-Redaktion eine regionale, kulturlandschaftliche Besonderheit zum „Objekt des Monats“. Dabei kann es sich um die unterschiedlichsten Orte und Bauwerke handeln: vom kleinen Wegekreuz über die Postfiliale des Christkindes bis hin zu historischen Landschaftsstrukturen wie Streuobstwiesen. In jedem Fall handelt es sich jedoch immer um ein ganz besonderes Highlight unseres Rheinlandes (und manchmal auch darüber hinaus).

(Katrin Prost, LVR-Abteilung Kulturlandschaftspflege)

KuLaDig-App jetzt mit KuLaTouren

Die KuLaDig-App erfreut sich immer größerer Beliebtheit und im Hintergrund arbeitet das Team aus Technikern und Redakteuren kontinuierlich an ihrer Weiterentwicklung. Ab sofort gelangen Sie zum Beispiel mit Klick auf das Startbild direkt zu dem hinterlegten KuLaDig-Objekt.

Mit den „KuLaTouren“ können Sie ab jetzt noch besser auf Entdeckungsreise gehen: Wir haben für Sie interessante thematische Rundgänge zusammengestellt, die sich über die Themenansicht in der Karte einblenden lassen (standardmäßig sind sie ausgeblendet). Setzen Sie im Feld KuLaTour den Haken und starten Sie die Suche: es werden alle derzeit vorhandenen Touren angezeigt. In der Karte sind sie an ihren Nummerierungen zu erkennen. Sie können nun die Navigationsfunktion Ihres Handys nutzen, um zu den einzelnen Tourobjekten zu gelangen.

Viel Spaß beim Entdecken!

(Dr. Martina Gelhar, LVR-Abteilung Kulturlandschaftspflege)

Hauswand mit Gedenktafel; Straßenschild "Kaygasse".
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Standort der früheren Elementar-Freischule und späteren Hilfsschule. Foto: F.J. Knöchel (2012)

Was ist wo warum?

Kaum ist Weihnachten vorbei steht auch schon Karneval vor der Tür. Bald hört man wieder altbekannte Lieder, zum Beispiel das von der "Kayjass Nummer Null" und dem Lehrer Welsch. Haben Sie sich auch schon einmal gefragt, was es mit dieser urkölnischen Adresse auf sich hat? KuLadig weiß die Antwort!

Entdecken sie DIE kölsche Schule , erfahren Sie Wissenswertes über die Kaygasse und ausgewählte weitere Kölner Traditionsschulen .

(Dr. Martina Gelhar, LVR-Abteilung Kulturlandschaftspflege)

Rückblick auf das 13. LVR-Forum Naturschutz und Kulturlandschaft

Begrüßung des Publikums des13. Forum Netzwerk Kulturlandschaft
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Begrüßung des Publikums. Foto: N. Tempelhagen (2018)

Am 07. November 2018 fand das 13. LVR-Forum Naturschutz und Kulturlandschaft im Rheinland statt, bei dem der LVR zusammen mit den Biologischen Stationen des Rheinlandes wieder zahlreiche Interessierte im LVR-Horion Haus in Köln Deutz begrüßen durfte.

Zu Beginn referierte Prof. Dr. Werner Konold vom Deutschen Rat für Landespflege über Biotische Vielfalt im Klimawandel und zeigte dabei sehr anschaulich die Probleme auf, die mit dem Klimawandel einhergehen. Er verwies aber auch auf mögliche Anpassungsstrategien, die für unsere Gesellschaft unter den sich ändernden Bedingungen nötig sind.

Anschließend wurde das neue Lese-Buch Landschaft von Manuela Thomas und Christine Wosnitza von den Biologischen Stationen Oberberg und Rhein-Berg vorgestellt. Das Lese-Buch erklärt -nach dem großen Erfolg des „normalen“ Lesebuchs- Objekte der Kulturlandschaft nun auch in Leichter Sprache. Und das für eine sehr breite Zielgruppe.

Dr. Sebastian Schmidt von der Bezirksregierung Münster lieferte Einblicke in die Bearbeitung des Integrierten LIFE-Projekts: „Lebensräume und Arten der atlantischen Sandlandschaften in NRW“. Von der sogenannten „atlantischen Region“ befindet sich ein Großteil in Nordrhein-Westfalen. Durch das Projekt soll ein sichtbarer Beitrag zum Schutz der Biodiversität auf diesen eher nährstoffarmen Sandböden in NRW geleistet werden.

Zum Abschluss des Forums wurde es dann sehr praxisnah und anschaulich: Michael Melchior präsentierte die Arbeit seiner Dorfgemeinschaft Oberodenthal im Vorhaben „Jede Blüte zählt – Ein Dorf deckt den Bienen den Tisch“. Dabei werden zahlreiche kleinere Aktionen unternommen, um die Nahrungsgrundlage für Insekten zu verbessern. Darüber hinaus wird Wissen über das Thema vermittelt. Für ihre Arbeit wurde die Dorfgemeinschaft bereits ausgezeichnet.

Das 14. LVR-Forum Naturschutz und Kulturlandschaft findet am 10. April 2019 statt.

Weitere Infos zum Forum finden Sie hier: www.biostationen-rheinland.lvr.de

(Christoph Boddenberg, LVR-Abteilung Kulturlandschaftspflege)

Feierabendspaziergänge - save the dates

Mittlerweile haben sich die Feierabendspaziergänge, die die Abteilung Kulturlandschaftspflege zusammen mit dem Rheinischen Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz e.V. anbietet, fest etabliert. Wir haben auch im dritten Veranstaltungsjahr ein attraktives Programm zusammengestellt. Merken Sie sich die Termine schon einmal vor: Die Spaziergänge finden jeweils von 17:30 – 19:00 Uhr am zweiten Dienstag in den Monaten April bis Oktober statt, also am 09. April, 14. Mai, 11. Juni, 09. Juli, 13. August, 10. September und 08. Oktober.

Feierabendspaziergang Köln, Altstadt-Nord: Das "Gerlingviertel" im Wandel

Dienstag, 09. April 2019; 17.30 bis 19 Uhr

Treffpunkt: U-Bahn Haltestelle Christophstraße / Mediapark, Ausgang Christophstraße

Ein Spaziergang mit Dr. Veronika Selbach, Geographisches Institut der Universität zu Köln.

Feierabendspaziergang in Wuppertal - das Gartendenkmal Hardt/Botanischer Garten

Dienstag, 09. April 2019; 17.30 bis 19 Uhr

Treffpunkt: Im Park am Elisenturm

Ein Spaziergang mit Dirk Fischer, Vorstandsmitglied des Fördervereins Historische Parkanlagen im Europäischen Gartennetzwerk EGHN.