Zum Inhalt springen

Schutz und Therapie: Der LVR-Maßregelvollzug

Was passiert hinter den hohen Mauern der forensischen LVR-Kliniken im Rheinland? Ein Kurzfilm bietet Einblicke in das Leben und die Behandlung psychisch kranker Straftäter in einer Maßregelvollzugsklinik.

Film: Schutz und Therapie

Ein Blick hinter die Mauern der LVR-Maßregelvollzugsklinik Düren

nach oben

Inhalt des Films

Mirko H. ist vierzig Jahre alt. Er wohnt allein in einer kleinen Wohnung in der Nähe von Bonn und arbeitet als Hausmeister. Ein ruhiges, durchschnittliches Leben. Für Mirko ist diese Normalität eine enorme Errungenschaft, denn vorher war er mehr als zehn Jahre lang im Forensischen Dorf der LVR-Klinik Düren untergebracht.

Als junger Mann hatte er schwere Gewalttaten begangen. Da er zu dem Zeitpunkt unter einer schweren Psychose-Erkrankung litt, verurteilte ihn das Gericht nicht zu einer Freiheitsstrafe im Gefängnis, sondern ordnete die Unterbringung in einer geschlossenen psychiatrischen Klinik an.

Für den Film kehrt Mirko H. als Besucher in die Maßregelvollzugsklinik zurück und zeigt den Zuschauerinnen und Zuschauern das Leben hinter den Mauern: Die Stationen mit ihren Wohngruppen und Bezugspflegerinnen und -pflegern, die Arbeitstherapie, die therapeutischen Gespräche mit den ärztlichen und psychologischen Fachkräften, Sportangebote, das Außengelände mit seinen zahlreichen Kameras und Sicherheitsvorkehrungen.

So beschreibt der Film, wie er mithilfe des Behandlungsteams gelernt hat, mit seiner Krankheit umzugehen und wie er Schritt für Schritt den Weg zurück in die Gesellschaft jenseits der Mauern geschafft hat – in ein ganz normales Leben ohne Gewalttaten.

Forensische Patientinnen und Patienten sind Menschen, die in speziellen Kliniken untergebracht werden, weil sie aufgrund einer psychischen Erkrankung oder einer Suchterkrankung straffällig geworden, jedoch nur eingeschränkt oder gar nicht schuldfähig sind. Der Landschaftsverband Rheinland verfügt über ein Netzwerk von Spezialeinrichtungen für den Maßregelvollzug. An sieben Standorten mit unterschiedlichen Behandlungsschwerpunkten werden rund 1500 psychisch kranke Straftäterinnen und Straftäter therapiert.

Nach oben