Förderschulkindergärten Hören und Kommunikation

Früh fördern, gemeinsam wachsen: In den Förderschulkindergärten für Kinder mit Hörbeeinträchtigung entwickeln Kinder Sprache, Selbstvertrauen und Freude an Kommunikation.

Kind sitzt in Schaukel in Turnraum

Individuelle Förderung bis zum Schuleintritt

Unsere Förderschulkindergärten begleiten Kinder mit Hörbeeinträchtigungen von den ersten Lebensjahren bis zum Schuleintritt. Sie bauen dabei auf den Erfahrungen und Entwicklungen aus der Frühförderung auf, die bereits ab der Geburt ansetzt und Familien frühzeitig unterstützt.

Im Förderschulkindergarten werden diese Förderprozesse gezielt weitergeführt und vertieft. Die Kinder erhalten einen geschützten Raum, in dem sie spielen, lernen und vor allem ihre Kommunikationsfähigkeiten entwickeln können.

Durch die enge Verzahnung von Frühförderung und Förderschulkindergarten entsteht eine kontinuierliche Begleitung, die die individuelle Entwicklung jedes Kindes stärkt und den Übergang in die Schule optimal vorbereitet.

Frühe Kommunikation eröffnet Kindern Wege – zu Sprache, Bildung und Teilhabe am Leben.

Ziel des Landschaftsverbands Rheinland

Was zeichnet die Förderschulkindergärten aus?

Die Förderschulkindergärten richten sich an Kinder mit dem Förderschwerpunkt Hören und Kommunikation – in der Regel ab dem zweiten Lebensjahr bis zur Einschulung.

Im Mittelpunkt steht die individuelle Förderung jedes Kindes. Dabei werden sprachliche, soziale, motorische und kognitive Fähigkeiten ganzheitlich unterstützt. Die Kinder lernen, sich mitzuteilen, ihre Umwelt zu verstehen und aktiv am Alltag teilzunehmen.

Pädagogisches Konzept

Die Förderung erfolgt durch multiprofessionelle Teams, bestehend aus:

  • Sonderpädagog*innen

  • Sozialpädagog*innen

  • Fachlehrkräften

  • Therapeut*innen (wie Logopädie und Ergotherapie)

Ein zentraler Bestandteil ist die bimodal-bilinguale Förderung.

Die Kinder lernen:

  • Deutsche Lautsprache

  • Deutsche Gebärdensprache (DGS)

  • sowie unterstützende Gebärden im Alltag

So erhalten sie vielfältige Zugänge zu Kommunikation und Sprache.

Die Förderung erfolgt sowohl im Gruppenalltag als auch in Kleingruppen sowie in individueller Einzelförderung

Ein strukturierter Tagesablauf mit festen Ritualen gibt den Kindern Sicherheit und Orientierung.

Typische Elemente des Alltags sind:

  • Freispiel und angeleitete Spielangebote

  • Sprachförderung im Alltag

  • musisch-rhythmische und kreative Aktivitäten

  • Bewegungsangebote

  • lebenspraktische Übungen

Regelmäßige Aktivitäten wie Waldtage, Feste oder gemeinsame Veranstaltungen stärken die Gemeinschaft und fördern soziale Kompetenzen.

Die enge Zusammenarbeit mit Eltern und Erziehungsberechtigten ist ein zentraler Bestandteil der Arbeit.

Die Kindergärten bieten:

  • individuelle Beratung zu Entwicklung, Kommunikation und Erziehung

  • Unterstützung im häuslichen Umfeld

  • Austausch zu Fördermöglichkeiten und Hilfsmitteln

Eltern werden aktiv in den Entwicklungsprozess ihres Kindes einbezogen.

Die LVR-Kindergärten arbeiten eng mit verschiedenen Fachstellen zusammen, darunter:

  • Kliniken und Arztpraxen

  • Therapeut*innen

  • Frühförderstellen

  • Jugend- und Sozialämter

Diese interdisziplinäre Zusammenarbeit ermöglicht eine umfassende Begleitung der Kinder und ihrer Familien.

Die Förderschulkindergärten sind an die LVR-Förderschulen angebunden.
Die Betreuung erfolgt vormittags mit ergänzenden Angeboten am Nachmittag (zum Beispiel Offene Ganztagsbetreuung). Dieser strukturierte Tagesablauf unterstützt die Entwicklung der Kinder bestmöglich.

Der Transport wird vom LVR im Rahmen der Schülerbeförderung organisiert und ist für Familien kostenfrei.

Übergang in die Schule

Die Förderschulkindergärten an den LVR-Förderschulen verfolgen das Ziel, Kinder mit Hörbeeinträchtigungen frühzeitig zu stärken und ihnen bestmögliche Entwicklungschancen zu eröffnen.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Vorbereitung auf den Schuleintritt.

Dazu gehören:

  • gezielte Vorschulförderung

  • Entwicklung von Lern- und Arbeitsverhalten

  • Stärkung der Kommunikationsfähigkeit

  • Gestaltung sozialer Beziehungen

  • Aufbau von Selbstvertrauen

Der Übergang in eine allgemeine Schule im Rahmen des Gemeinsamen Lernens oder in eine spezielle Förderschule wird individuell begleitet und gemeinsam mit Eltern und Erziehungsberechtigten gestaltet.