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20.000 Euro für das Max-Leven-Zentrum Solingen

LVR fördert Lern- und Gedenkort in Solingen / Rheinlandweit rund 150.000 Euro für 8 Museumsprojekte

Köln. / Solingen. 24. August 2022. Für das Max-Leven-Zentrum Solingen, das im Neubau der Stadt-Sparkasse Solingen an der Max-Leven-Gasse entsteht und Anfang 2024 eröffnet werden soll, leistet der Landschaftsverband Rheinland (LVR) eine Unterstützung in Höhe von 20.000 Euro. Das hat der Kulturausschuss der Landschaftsversammlung Rheinland unter Vorsitz von Prof. Dr. Jürgen Rolle in seiner heutigen Sitzung entschieden. „Hier leistet der LVR einen wirkungsvollen Beitrag für Ausbau und Erhalt vielfältiger kultureller Projekte, ohne die unsere kulturelle Landschaft im Rheinland um einiges ärmer wäre. Gerade in den vergangenen Jahren ist hier die Unterstützung umso wichtiger geworden, als dass etliches an Unterstützung weggebrochen ist. Andererseits erleben wir auch, wie wertvoll und inspirierend die Projekte sind, die unser rheinisches kulturelles Leben bereichern“, so Rolle.

In der Solinger Innenstadt soll das Max-Leven-Zentrum als Lern- und Gedenkstätte in der Max-Leven-Gasse entstehen. Dort befanden sich bis 2021 ehemalige Gebäude der kommunistischen Tageszeitung „Bergische Arbeiterstimme“ und der Genossenschaftsbuchdruckerei. Außerdem wohnte hier der Redakteur Max Leven, der in der Pogromnacht 1938 ermordet wurde. Somit handelt es sich um einen historischen Ort, der im Zentrum der ehemaligen Arbeiterbewegung Solingens liegt, von welchem teilweise noch denkmalgeschützte Gebäude in unmittelbarer Nachbarschaft und Sichtweite erhalten sind.

Die Bildungs- und Gedenkstätte wird einen Schwerpunkt auf der Geschichte der Arbeiterbewegung in Solingen und ihrem Widerstand im Nationalsozialismus haben. Das Stadtarchiv, in dessen Trägerschaft die Gedenkstätte agiert, verfügt über einen umfangreichen Bestand, der diese Inhalte und Themen spiegelt. Die Besuchenden sollen informierend, lernend und auch spielerisch in die Lage versetzt werden, sich über das historische Geschehen und die aktuellen Diskurse zu informieren. Gleichzeitig soll das Max-Leven-Zentrum als Gedenkort für alle Opfer des Nationalsozialismus in Solingen dienen.

Durch den Schwerpunkt auf der Arbeiterbewegung während der NS-Zeit erhält das Max-Leven-Zentrum ein Alleinstellungsmerkmal in der vielseitigen Gedenkstättenlandschaft im Rheinland.

In der Sitzung hat der LVR die Unterstützung von insgesamt 8 Museumsprojekten im Rheinland in Höhe von rund 150.000 Euro beschlossen. Damit fördert der LVR zahlreiche Projekte, Ideen und konkrete Aktivitäten in den rheinischen Museen. Dazu gehören unter anderem die Ausstellung „ON AIR. Der Klang des Materials in der Kunst der 1950er bis 1970er Jahre“ im Kaiser Wilhelm Museum in Krefeld, die Optimierung der Barrierefreiheit im Deutschen Museum Bonn oder die Sonderausstellung „Spurensuche – Auf der Suche nach dem vergessenen Bonn“ im Stadtmuseum Bonn.

Weitere Informationen zu den geförderten Projekten entnehmen Sie bitte der Vorlage 15/1038 .

Pressekontakt

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Birgit Ströter

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0221 809-7711
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