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LVR, Much und Neunkirchen-Seelscheid vereinbaren Ausbau der schulischen Infrastruktur

Letter of Intent unterzeichnet / Voraussetzungen für neue Förderschule mit dem Förderschwerpunkt „Körperliche und motorische Entwicklung“ als moderner und inklusiver Lernort sollen geschaffen werden

Köln/Rhein-Sieg-Kreis/Oberbergischer Kreis, 21. Januar 2026. Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) und die Gemeinden Much und Neunkirchen-Seelscheid haben am Dienstag, 20. Januar 2026, einen Letter of Intent (LoI) unterzeichnet. Alle drei stehen als Schulträger gemeinsam vor der Aufgabe die schulische Infrastruktur auszubauen. Seit Jahren sind deutliche Steigerungen der Schülerzahlen festzustellen, sowohl beim LVR im Förderschwerpunkt „Körperliche und motorische Entwicklung“ (KME) als auch bei den beiden kommunalen Schulträgern. Der Bedarf nach neuem Schulraum verschärft sich hier ab dem Schuljahr 2026/27 zusätzlich durch den geltenden Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Kinder im Grundschulalter. Der LVR-Landschaftsausschuss hatte daher im Oktober 2025 den Neubau einer Förderschule mit dem Förderschwerpunkt KME in Neunkirchen-Seelscheid beschlossen.

Mit der Unterzeichnung eines Letter of Intent (LoI) schaffen der LVR und die Gemeinden Much und Neunkirchen-Seelscheid gemeinsam die Voraussetzungen für den Neubau einer Förderschule mit dem Förderschwerpunkt KME. Das Vorhaben soll auf einer ehemaligen Gewerbefläche im Gemeindegebiet Neunkirchen-Seelscheid realisiert werden, welche die Entwicklungsgesellschaft des Kommunalunternehmens Much und Neunkirchen-Seelscheid erworben hat, um diese zum Innovations-Quartier Neunkirchen-Süd zu entwickeln. Ziel ist es, dem steigenden Bedarf an Förderschulplätzen im Förderschwerpunkt KME im östlichen Rhein-Sieg-Kreis sowie im südlichen Teil des Oberbergischen Kreises zu begegnen und zugleich einen modernen, inklusiven Lernort zu schaffen, der die Teilhabe aller Kinder und Jugendlichen sicherstellt. Im Umfeld sind zudem kleine und mittelständische Unternehmen mit Praktikumsplätzen geplant, die für die LVR-Schüler*innen als Berufsvorbereitung für den allgemeinen Arbeitsmarkt damit besonders interessant sein können.

„Mit der Unterzeichnung dieses Letter of Intent gehen wir einen wichtigen Schritt, um die sonderpädagogische Förderung zukunftsfähig zu gestalten“, erklärte Dr. Alexandra Schwarz, LVR-Dezernentin Schulen, Inklusionsamt, Soziale Entschädigung. „Der geplante Neubau in Neunkirchen-Seelscheid schafft die Voraussetzungen, die steigende Nachfrage zu decken, bestehende Schulen zu entlasten und gleichzeitig eine inklusive Schulinfrastruktur durch beispielsweise schulformübergreifende Kooperationen mit bestehenden Bildungseinrichtungen aufzubauen. Wir setzen Inklusion damit realistisch, verantwortungsvoll und zukunftsfähig um“, so Schwarz weiter.

„Mit diesem Projekt leisten wir einen wichtigen Beitrag für die Bildungsinfrastruktur in unserer Region. Die neue Förderschule wird nicht nur dringend benötigte Schulplätze schaffen, sondern als moderner und inklusiver Lernort auch neue Maßstäbe setzen. Ich freue mich, dass wir gemeinsam mit dem LVR und der Gemeinde Much diesen zukunftsweisenden Weg gehen“, verdeutlichte Guido Vierkötter, Bürgermeister der Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid.

„Der Letter of Intent ist ein wichtiger Schritt, um den wachsenden Bedarf an Schulplätzen verantwortungsvoll zu decken. Gemeinsam mit dem LVR und Neunkirchen-Seelscheid setzen wir damit ein klares Zeichen für eine zukunftsfähige und inklusive Bildungslandschaft“, so Karsten Schäfer, Bürgermeister der Gemeinde Much.

„Das Innovations-Quartier Neunkirchen-Süd steht für eine nachhaltige und zukunftsorientierte Entwicklung. Die Integration einer Förderschule in dieses Konzept unterstreicht unseren Anspruch, einen lebendigen Standort zu schaffen, der Bildung, Innovation und gesellschaftliche Teilhabe miteinander verbindet. Wir sind stolz darauf, dieses wichtige Vorhaben ermöglichen zu können“, erklärte Johannes Hagen, Geschäftsführer Innovations-Quartier Neunkirchen-Süd.

Mit der Unterzeichnung des LoI bekräftigen alle drei Partner ihren Willen, die notwendigen Planungsschritte einzuleiten und das Vorhaben gemeinsam umzusetzen. Die Detailplanung für den Neubau einer 1,5-zügigen Schule mit 18 Klassen für etwa 150 bis 180 Schüler*innen wird in den kommenden Monaten aufgenommen.

Der LVR als Schulträger hat im Rahmen der gesetzlich vorgeschriebenen Schulentwicklungsplanung bei der Prüfung zusätzlicher Schulraumkapazitäten sein Handlungskonzept „Schulraumkapazität 2030“ fortlaufend umgesetzt. Dieses sieht als vorrangige Lösungen zur Deckung des Bedarfs Maßnahmen zur Unterstützung der schulischen Inklusion sowie Kooperationen mit kommunalen Schulträgern vor. Da in der Zielregion trotz der grundsätzlichen Kooperationsbereitschaft der kommunalen Schulträger Much und Neunkirchen-Seelscheid mit dem LVR der erforderliche Schulraum nicht vorhanden ist, kommen diese beiden Wege hier nicht in Betracht. Auch sie stoßen durch steigende Schülerzahlen an ihre Kapazitätsgrenzen. Ein Neubau stellt damit die letztlich verbleibende Handlungsmöglichkeit zur Sicherung eines geordneten Schulbetriebs dar.

Foto zum Download

  1. Auf dem vorgesehenen Grundstück in Neunkirchen-Seelscheid unterzeichneten den Letter of Intent (v. l. n. r.): Wilfried Kölzer, LVR-Fachbereichsleiter Schulen; Johannes Hagen, Geschäftsführer Innovations-Quartier Neunkirchen-Süd; Dr. Alexandra Schwarz, LVR-Dezernentin Schulen, Inklusionsamt, Soziale Entschädigung; Guido Vierkötter, Bürgermeister der Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid; Nina Herrling, LVR-Dezernentin Gebäude- und Liegenschaftsmanagement, Umwelt, Energie, Bauen für Menschen GmbH; sowie Karsten Schäfer, Bürgermeister der Gemeinde Much.

    Foto: Michael Sturmberg / LVR

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