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Pressemeldung

Juli 2026

Neben heißen Temperaturen hat der Sommer auch aus kulturlandschaftlicher Perspektive einiges im Angebot: Der aktuelle Newsletter schlägt einen großen Bogen von der Qualifizierung für Mühlenbegeisterte und Vereine für das uralte Handwerk bis hin zu einer digitalen 360°-Tour durch den historischen Ortskern von Kornelimünster. Wieder laden Feierabenspaziergänge von Juli bis September dazu ein, Kulturlandschaft unter sachkundiger Leitung vor Ort zu erleben. Zudem wird der Abschluss des Förderprojekts zum Bensberger Erzrevier gewürdigt und seine Projektergebnisse als KuLaDig-Objekt des Monats vorgestellt. Impulse für mehr Biodiversität setzt schließlich das LVR-Netzwerk Biostationen mit dem Projekt „BaumscheibenbotschafterIn (biodivers)“. Viel Spaß bei der Newsletter-Lektüre wünscht die LVR-Abteilung Kulturlandschaftspflege!

Kulturerbe bewahren: Qualifizierung für Mühlenbegeisterte und Vereine!

Lehrbrief und Prüfungszeugnis von 1951. Das Wissen über historische Mühlen und das traditionelle Müller-Handwerk soll erhalten bleiben (© Julia König / LVR, 2015)
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Lehrbrief und Prüfungszeugnis von 1951. Das Wissen über historische Mühlen und das traditionelle Müller-Handwerk soll erhalten bleiben (© Julia König / LVR, 2015)

Unsere historischen Mühlen sind Wahrzeichen des Rheinlands – doch sie brauchen Menschen, die sie verstehen und fachgerecht in Bewegung setzen können. Um das Wissen darüber für die Zukunft zu sichern und die Sicherheit an unseren Mühlendenkmälern zu stärken, bieten die Partner im Projekt „Mühlenregion Rheinland“ beim LVR zusammen mit dem Rheinischen Mühlen-Dokumentationszentrum e.V. (RMDZ) ab September 2026 eine qualifizierte Mühlen-Ausbildung für das Ehrenamt an. Das neue, zertifizierte 3-Stufen-Modell verbindet Theorie und intensive Praxis:

Modul 1: Mühlen-Guide – Die Basis für lebendige Vermittlung.
Modul 2: Technischer Mühlenbetreuer – Sicherheit an Rad und Flügel (Leerlauf).
Modul 3: Mühlen-Fachkraft für den Mahlbetrieb – Die Kür: Vom Korn zum Mehl.

Den Infoflyer gibt es hier.

Die erste Schulung im Modul 1 findet an zwei Wochenenden am 19./20. September und 10./11. Oktober 2026 in der Lambertsmühle in Burscheid statt. Weitere Termine folgen.

Details und Anmeldung:
E-Mail: muehlen@lvr.de
Telefon: 0221 809-3452
https://muehlenregion-rheinland.lvr.de
https://rmdz.de

(Julia König, LVR-Abteilung Kulturlandschaftspflege)

Rückblick: 26. LVR-Forum Naturschutz und Kulturlandschaft

Logo des LVR-Netzwerkes Kulturlandschaft (LVR)
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Logo des LVR-Netzwerkes Kulturlandschaft (LVR)

Das 26. LVR-Forum Naturschutz und Kulturlandschaft im Rheinland fand am 29. April von 17:30 Uhr bis 19:30 Uhr im Rheinlandsaal des Landeshauses in Köln-Deutz statt.

Die Vorträge des Abends waren:

„Die Zukunft der EU-Naturschutzfinanzierung: Kein eigener Fonds, dafür große Fragezeichen“ von Dr. Raphael Weyland, NABU-Büroleiter Brüssel

Maßnahmen für den Naturschutz und eine naturverträgliche Landnutzung werden auf verschiedenen Ebenen gefördert. Eine der grundlegenden Quellen öffentlicher Finanzierung ist der 'Mehrjährige Finanzrahmen' der EU (MFR), der derzeit z. B. über die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) und das LIFE-Programm Fördermittel bereitstellt. Herr Dr. Weyland beleuchtete, inwieweit die laufenden Verhandlungen über den ab 2028 geltenden neuen EU-Haushalt eine Verbesserung oder Verschlechterung der EU-Naturschutzfinanzierung erwarten lassen. Da die endgültigen Ergebnisse noch ausstehen, konnten hierzu keine abschließenden Antworten geliefert werden. Von einer verbesserten finanziellen Situation war jedoch keine Rede.

„LIFE-Projekt Atlantische Sandlandschaften im Rheinland: 10 Jahre Umsetzung eines Naturschutzgroßprojekts“ von Dr. Sebastian Schmidt, Bezirksregierung Münster, Dezernent für landeseigene Liegenschaften

Das integrierte LIFE-Projekt „Atlantische Sandlandschaften“ hat das Ziel, die Erhaltungszustände charakteristischer FFH-Arten und Lebensräume der Sandlandschaften in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen zu verbessern. Seit 2016 wurden insgesamt etwa 200 Naturschutzmaßnahmen umgesetzt, 22 davon im Bereich des Landschaftsverbandes Rheinland. Der Erfolg dieser Maßnahmen wurde vorgestellt; zugleich wurden die Herausforderungen bei der Umsetzung sowie bei der langfristigen Sicherung diskutiert.

„Umsetzung des EU-Großprojekts ‚Atlantische Sandlandschaften‘ vor Ort – die Wiederherstellung einzigartiger Lebensräume im Kreis Viersen“ von Pauline Marinko, Biologische Station Krickenbecker Seen, Gebietsbetreuung, Monitoring und Maßnahmen

Frau Marinko stellte das Hauptprojektgebiet, das Naturschutzgebiet NSG Brachter Wald, sowie die Heidemoore und die für die Flächen angestrebten Entwicklungsziele vor (LRT 2310, 2330 „offene Binnendünenvegetation mit Sandmagerrasen oder Heide“, LRT 6230 „Borstgrasrasen“, LRT 7140 „Übergangs- und Schwingrasenmoore“, LRT 4010 „Feuchte Heiden des nordatlantischen Raums mit Erica tetralix“). Zudem wurde dargestellt, welche Maßnahmen auf der Fläche umgesetzt wurden, um diese Ziele zu erreichen, und welche Ergebnisse die Erfolgskontrolle ergeben hat.

Im Anschluss an die Vorträge fand die übliche offene Diskussionsrunde statt. Unter dem Thema „Aktuelle Entwicklungen und zukünftige Perspektiven von Naturschutzgroßprojekten im Rahmen von EU-Förderungen“ tauschten sich die Referent*innen untereinander und mit Input aus dem Publikum aus. Die Moderation übernahm Dr. Jan Boomers.

Save the Date: Das 27. LVR-Forum Naturschutz und Kulturlandschaft im Rheinland wird am 25. November 2026 stattfinden.

Weitere Informationen folgen auf der Internetseite des LVR-Netzwerks Kulturlandschaft: biostationen-rheinland.lvr.de

(Bastian Wieland, LVR-Abteilung Kulturlandschaftspflege)

Feierabendspaziergänge August bis September 2026

Gerling-Brunnen (© Raimond Spekking, Wikimedia Commons CC BY-SA 4.0)
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Gerling-Brunnen (© Raimond Spekking, Wikimedia Commons CC BY-SA 4.0)

Der Rheinische Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz und die LVR-Abteilung Kulturlandschaftspflege laden herzlich ein zu „Feierabendspaziergängen“.

Immer am zweiten Dienstag im Monat im Zeitraum von April bis September um 17.30 Uhr erkunden wir gemeinsam in lockerer Runde urbane und ländliche Kulturlandschaften oder Teile davon. Wir wollen vermeintlich bekannte Orte neu sehen oder auch einfach näher kennenlernen.

Unsere Themen sind breit gefächert und richten sich an alle, die gerne spazieren gehen und dabei etwas entdecken möchten: Ob Parks, Wohnsiedlungen, Grünanlagen, Friedhöfe oder Industriebrachen, ob Bunker, Kirchen oder Bahnhöfe...

Einen Überblick zu allen in 2026 geplanten Spaziergängen finden Sie in unserer Broschüre: Feierabendspaziergänge Termine 2026

Für die Monate August und September stehen folgende Angebote mit freien Plätzen zur Auswahl:

Transparenz und Leichtigkeit
Architektur und Städtebau der 1950er Jahre in Düren

Termin: Dienstag, 11. August 2026 | 17.30–19.00 Uhr
Treffpunkt: Kaiserplatz (vor dem Rathaus), 52349 Düren |
ÖPNV: Bf Düren; Haltestelle Kaiserplatz

kostenfrei | Anmeldung ab sofort hier erforderlich

Nach der völligen Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde die Dürener Innenstadt in einem Zug in den 1950er Jahren als harmonisches, einheitliches Ganzes errichtet. Das Gesicht der Stadt ist davon bis heute entscheidend geprägt. Transparenz und Leichtigkeit, Schwerelosigkeit und Auflockerung, Farbigkeit und Helligkeit, organische Formen und Dynamik waren bestimmend. Vieles wurde hell und leuchtend, durchscheinend, dünn und schwungvoll gestaltet. Lichte Glaswände, leuchtende Neonreklamen, zusammengesetzte Baukörper und runde Treppenaufgänge sind kennzeichnend. Diese Gestaltungsmaximen fanden ihren Niederschlag im Großen und im Kleinen, in der Stadtplanung und in vielen Details. Sie zeigen sich in der blockweisen Gestaltung der Wohn- und Geschäftsbauten, aber auch beim Rathaus und bei der herausragenden Annakirche.

Referentin: Heike Kussinger-Stankovic war lange als Denkmalpflegerin bei der Stadt Düren tätig. Seit Jahren leitet sie das Büro denkmalberatung in Aachen. Schwerpunkte der freiberuflichen Tätigkeit sind Veröffentlichungen, Ausstellungen, Denkmalbereichssatzungen und Gestaltungshandbücher.

Das neue Köln
Repräsentationsbauten der Zeit nach 1945

Termin: Dienstag, 11. August | 17.30–19.00 Uhr
Treffpunkt: Gerling-Brunnen, Gereonshof 33, 50670 Köln |
ÖPNV: Haltestelle Christophstr./Mediapark

kostenfrei | Anmeldung ab sofort hier erforderlich

Die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg war im stark zerstörten Köln geprägt durch eine Vielzahl von herausfordernden Bauaufgaben. Neben der Wohnbebauung und den Wirtschaftsbauten standen aber auch wichtige Repräsentationsbauten auf der Liste der Bautätigkeiten. Der Spaziergang führt zu einigen dieser Objekte in der Kölner Innenstadt – vom „Gerling-Komplex“ über den „Spanischen Bau“ am Rathaus über die neue Oper bis zum modernen Museumsbau.

Referent: Georg Mölich ist Historiker und war langjähriger Mitarbeiter im LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte in Bonn. Einer seiner Arbeits- und Publikationsschwerpunkte ist die Kölner Stadtgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts.

Unterschätzte Gartenpracht
Die Parkanlage von Schloss Gracht

Termin: Dienstag, 08. September 2026 | 17.30–19.00 Uhr
Treffpunkt: Grachtstraße ggü. Hausnummer 10, 50374 Erftstadt-Liblar |
ÖPNV: Bf Erftstadt; Bahnhofstr.

kostenfrei | Anmeldung ab dem 28. Juli hier möglich und erforderlich

Die um 1720/1730 entstandenen Tuschezeichnungen und Skizzen des wallonischen Wandermalers Renier Roidkin (1680–1740) zeigen die Gartenanlage von Schloss Gracht, die zu den frühesten und prachtvollsten Barockgärten im Rheinland zählt. Der Spaziergang führt uns zu den bis heute ablesbaren Strukturen und Gestaltungselementen der barocken Anlage, die zum Bestandteil des im späten 18. Jahrhundert angelegten Landschaftsgartens wurde. Der Umbau des Schlosses in der Mitte des 19. Jahrhunderts führte erneut zu Veränderungen einiger Gartenpartien. Neben der spannenden Entwicklungsgeschichte der Parkanlage vom 17. bis zum 21. Jahrhundert werden beim Rundgang durch den Park die Auswirkungen Braunkohletagebaus und des Klimawandels erläutert. Der für die Gartenkunstgeschichte im Rheinland bedeutenden Parkanlage gebührt durchaus mehr Aufmerksamkeit. (Aufgrund des Starkregens im Sept. 2025 bieten wir diesen Rundgang ein weiteres Mal an.)

Referentin: Dipl.-Ing. Petra Engelen ist Garten-und Landschaftsplanerin und war Referentin für Gartendenkmalpflege beim LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland. Sie ist Mitglied im Erweiterten Vorstand des RVDL.

Industriegeschichte eines Vororts
Die wechselhafte Geschichte von Köln-Kalk

Termin: Dienstag, 08. September 2026 | 17.30–19.00 Uhr
Treffpunkt: Ehem. Kalker Post an der gleichnamigen Haltestelle. Kalker Hauptstr./Ecke Trimbornstr./Robertstr., 51103 Köln |
ÖPNV: Haltestelle Kalk Post

kostenfrei | Anmeldung ab dem 28. Juli hier möglich und erforderlich

Hervorgegangen aus kleinen Anfängen Kalker Höfe und einer Wallfahrtskapelle expandierte die Siedlungsentwicklung mit der Industrialisierung, bis Kalk Stadt wurde und seit der Eingemeindung ein Kölner Vorort ist. Der Spaziergang widmet sich aus historisch-geographischer und eigener biographischer Sicht den noch erkennbaren Spuren und zentriert dabei die Menschen mit ihrer kulturellen Identität. Die Migrationsgeschichte und die Gegenwart bilden die besondere Aura von Kalk als „Veedel“. Der Spaziergang endet an der Haltestelle Kalk Kapelle und findet einen Ausklang bei einem Glas Kölsch im Brauhaus Sünner.

Referent: Dr. Klaus-Dieter Kleefeld ist Historischer Geograph. Noch bis März 2026 war er beim Landschaftsverband Rheinland für die Redaktion des Internetportals „KuLaDig“ zuständig. Seinen aktuellen Arbeitsschwerpunkt in der Kulturlandschaftspflege hat er im Büro für historische Stadt- und Landschaftsforschung.

(Nicole Schmitz, LVR-Abteilung Kulturlandschaftspflege)

Abschluss des LVR-Förderprojekts zum Bensberger Erzrevier und KuLaDig-Objekt des Monats Juli

Vorstellung der KuLaDig und ClickRhein-Inhalte von Samuel Dreßen und Lea Recken (© Nico Wagner / LVR, 2026)
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Vorstellung der KuLaDig- und ClickRhein-Inhalte von Samuel Dreßen und Lea Recken (© Nico Wagner / LVR, 2026)

Mit einer Feierstunde auf Schloss Ehreshoven am 21. April wurde das im Frühjahr 2023 begonnene LVR-Förderprojekt „Dokumentation, Vernetzung und Vermittlung des Bensberger Erzreviers“ des Bergischen Geschichtsvereins Rhein-Berg e.V. erfolgreich abgeschlossen. Im Rahmen der Veranstaltung würdigten Arne von Boetticher, Landrat des Rheinisch-Bergischen Kreises, sowie Prof. Dr. Jürgen Wilhelm, stellvertretender Vorsitzender der Landschaftsversammlung Rheinland, das Projekt in ihren Grußworten.

Das durch die Regionale Kulturförderung des LVR unterstützte Vorhaben widmete sich der systematischen Erfassung und wissenschaftlichen Auswertung historischer Relikte des regionalen Blei-Zink-Bergbaus. Rund 280 historische Bergbaustandorte konnten erstmals umfassend dokumentiert und kartiert werden. Dabei zeigte sich, dass das Erzrevier räumlich deutlich größer ist als bislang angenommen. Zudem brachten archäologische Untersuchungen neue Erkenntnisse für römische und mittelalterliche Silbergewinnung. Neben archäologischen Befunden flossen zahlreiche Quellen aus Privatarchiven sowie Zeitzeugeninterviews in die Auswertung ein. Das Vorhaben wurde in Kooperation mit dem LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland, dem LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte und weiteren Partnern realisiert.

Ein zentraler Fokus lag auf der öffentlichen digitalen Bereitstellung der Ergebnisse in LVR Portalen: In KuLaDig werden die Forschungsergebnisse dauerhaft zugänglich gemacht. Ergänzend wurden fünf thematische Routen für LVR-ClickRhein entwickelt, die das Erzrevier vor Ort erlebbar machen und digitale Inhalte über QR-Codes erschließen. Die KuLaDig-Objekte zum Bensberger Erzrevier sind zusammengefasst in der Objektgruppe
Bensberger Erzrevier und dort einzeln in der rechten Marginalspalte abrufbar.
Das Objekt Bensberger Erzrevier wurde außerdem zum KuLaDig-Objekt des Monats Juli 2026 gekürt!

Weitere Informationen finden Sie unter folgenden Links:
Projektergebnisse in KuLaDig
ClickRhein (ausgewählte Tour)
Projektseite des BGV Rhein-Berg e.V.

(Nico Wagner, LVR-Abteilung Kulturlandschaftspflege)

LVR-Netzwerk Biostationen: „BaumscheibenbotschafterIn (biodivers)“

Pflanzaktion mit Unterstützung der engagierten Baumpat*innen (© Biologische Station Haus Bürgel e. V.)
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Pflanzaktion mit Unterstützung der engagierten Baumpat*innen (© Biologische Station Haus Bürgel e. V.)

Die im Jahr 2025 vom Kulturausschuss des LVR beschlossenen Projekte des LVR-Netzwerks Kulturlandschaft mit den Biologischen Stationen im Rheinland sind zu Jahresbeginn gestartet.

Dazu zählt auch das Vorhaben „BaumscheibenbotschafterIn (biodivers)“, das vom LVR mit über 40.000 Euro gefördert wird.

Während der zweijährigen Laufzeit beabsichtigt die Biologische Station Haus Bürgel in Zusammenarbeit mit lokalen Akteurinnen wie der Initiative platzgrün! / Verein Pro Düsseldorf, der Stadt Düsseldorf und der BUND-Kreisgruppe Düsseldorf, im Düsseldorfer Stadtgebiet insgesamt mindestens 15 angehende oder bereits engagierte Baumpat*innen zu gewinnen und zu unterstützen. Diesen werden Informationen und Handgriffe vermittelt, um „ihre“ Baumscheibe mit überwiegend gebietsheimischem Pflanzgut, insbesondere Regiosaatgut, biodiversitätsfördernd zu bepflanzen und nachhaltig zu pflegen.

Während der Projektlaufzeit begleiten die Mitarbeiter*innen der Biologischen Station die Baumpat*innen im Rahmen mehrerer Vor-Ort-Termine. Im gemeinsamen praktischen Tun (u. a. Pflanzen, Säen, Jäten, Bestimmen und Beobachten) vermitteln die Expert*innen wichtiges ökologisches Wissen zu städtischen Baumscheiben. Gleichzeitig qualifizieren sie die Teilnehmenden als Multiplikator*innen, sogenannte Baumscheibenbotschafter*innen, sodass diese mit ihrem erworbenen Wissen befähigt werden, sich aktiv an einer nachhaltigen Stadtentwicklung zu beteiligen.

Für ihre Multiplikator*innentätigkeit werden die Baumscheibenbotschafter*innen mit bestehenden lokal relevanten Initiativen vernetzt. Den engagierten Bürger*innen wird zudem die Teilnahme an einem Arbeitstreffen der städtischen Initiative „StadtGrün naturnah“ sowie an einem gemeinsamen Ausflug und einer Fachexkursion ermöglicht.

(Bastian Wieland, LVR-Abteilung Kulturlandschaftspflege)

Die Düsseldorfer Regio-Saatgut Mischung 2.0! (© Biologische Station Haus Bürgel e. V.)
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Die Düsseldorfer Regio-Saatgut Mischung 2.0! (© Biologische Station Haus Bürgel e. V.)

Auf 360°-Tour durch Kornelimünster

Startbild zum 360°-Rundgang durch Kornelimünster (© Marius Röhr / LVR)
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Startbild zum 360°-Rundgang durch Kornelimünster (© Marius Röhr / LVR)

Ein Ausflug in den historischen Ortskern von Kornelimünster im schönen Münsterländchen lohnt sich allemal! Wer sich vorab einen Eindruck von den landschaftlichen Highlights verschaffen möchte, kann dies nun virtuell erledigen!

Marius Röhr konzipierte einen 360°-Rundgang durch Straßen und Gassen des Ortskerns und stellt wichtige Gebäude, Plätze, Bauensembles und schöne Fernblicke in die Landschaft vor. Ausgewählte Kulturlandschaftsobjekte sind mit weiterführenden Informationen oder historischen Aufnahmen versehen - so werden auch Blicke in die Vergangenheit möglich!

Der virtuelle Rundgang ist hier aufrufbar. Ausführlichere Informationen zum Denkmalbereich Aachen-Kornelimünster finden Sie in KulaDig unter diesem Link.

(Nicole Schmitz, LVR-Abteilung Kulturlandschaftspflege)

Fragen und Anregungen?

Dann melden Sie sich gerne bei uns unter kulturlandschaft@lvr.de