Erfahrungsbericht aus dem Freiwilligendienst

Schuljahr 2015/16

Mein Freiwilligendienst an der LVR-Max-Ernst-Schule

Hallo, mein Name ist Suji. Ich habe 2015 mein Abitur gemacht und womit ich mich schwergetan habe, ist was ich nach der Schule mache. Da ich keine Ideen hatte, welchen Weg ich einschlagen sollte, hatte mir eine Freundin geraten ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) zu machen. Also habe ich mich im Internet informiert und bin auf die LVR-Max-Ernst Förderschule für Hören und Kommunikation gestoßen.

In meinem FSJ habe ich viele neue Erfahrungen sammeln können. Zum einen habe ich den Umgang mit Menschen mit Behinderung kennengelernt, zum anderen habe ich an verschiedenen Seminaren teilgenommen und andere Menschen im Freiwilligendienst kennengelernt und Erfahrungen ausgetauscht.

Einsatzort Kindergarten

In meinem FSJ war ich im Kindergarten tätig und habe Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren in ihrem Alltag begleitet. Ich habe die Kinder sowohl pflegerisch unterstützt, zum Beispiel durch das Wechseln von Schutzhosen oder Essen anreichen, als auch pädagogisch.

Gerade im Bereich der Pädagogik konnte ich viel mitnehmen. In der Zusammenarbeit mit den Kindern habe ich erkannt, wie wichtig es ist, sich mit dem Verhalten sowie Ressourcen der Kinder vertraut zu machen. Rituale, wie zum Beispiel der Morgenkreis oder die Abschlussrunde gaben den Kindern Sicherheit und Struktur. In den Morgenkreisen saßen wir zusammen und haben alle begrüßt und anschließend den Tagesablauf mit den Kindern kleinschrittig besprochen.

Entspannung beim Snoezelen

Ich habe die Kinder zum Beispiel beim Schwimmen, beim Gestalten und Basteln unterstützt. Ich habe die Kinder auch im Musikunterricht oder beim Snoezelen begleitet. Gerade das Snoezelen war mir vorher nicht bekannt. Hierbei geht es darum, dass sich die Kinder in einem abgedunkelten Raum, welcher mit Matten, einer Wassersäule und Entspannungsmusik ausgestattet ist, entspannen.

Im Verlauf des FSJs hatte ich Einblick in verschiedene Therapien, wie zum Beispiel Reittherapie, Ergotherapie und Logopädie.

Einmal durch ein kunterbuntes Schuljahr

Toll an meinem Jahr fand ich, wie vielseitig das Programm der Schule war. Feste wie Geburtstage, Sankt Martin, die Weihnachtszeit oder Karneval werden in der Schule besonders gefeiert. Oft haben wir verschiedene Bastelangebote mit den Kindern durchgeführt und die Räume passend zu den Festen gestaltet. Außerdem fand ein gemütliches gemeinsames Frühstück in der Schule statt.

Ein weiterer wichtiger Anlass war das Zirkusprojekt. Hierbei bereiteten sich sie die Kinder ein Jahr vor und präsentierten am Ende des Jahres ihr Stück.

Zweiter Einsatzort: Internat

Ich war nicht nur in der Schule tätig, sondern auch im anliegenden Internat. Hier habe ich mit Erzieher*innen zusammengearbeitet. Im Internat lagen meine Aufgaben darin, die Kinder im Alltag zu pflegen und pädagogisch zu betreuen. Oft habe ich mit den Kindern verschiedene Bastel- sowie Kochangebote gemacht. Auch an Ausflügen ins Phantasialand oder in den Kölner Zoo habe ich die Kinder begleitet.

Austausch mit anderen Freiwilligen

In meinem FSJ habe ich an fünf Seminaren teilgenommen. Diese finden jeweils an unterschiedlichen Orten statt. Bei den Seminaren ging es darum, dass ich meine Erfahrungen und Erwartungen des FSJ’s mit Teilnehmer*innen aus anderen Einrichtungen austausche. Mir persönlich haben die Seminare Spaß gemacht, da wir viele lustige Spieleabende hatten, gemeinsam gekocht haben, aber auch Themen besprochen haben, die unsere Arbeit betrafen.

Spannender Einblick in unterschiedliche Berufsgruppen

Durch das Zusammenarbeiten mit Lehrkräften, Krankenpfleger*innen, Therapeut*innen, Erzieher*innen und den anderen Freiwilligen habe ich einen großen Einblick in die verschiedenen Berufsgruppen erhalten können. Dies hat mir sehr geholfen, mich mit meinen beruflichen Interessen auseinanderzusetzen.
Ich selbst habe durch das FSJ gemerkt, dass ich gerne mit Kindern zusammenarbeite und sie in ihrem Alltag begleiten möchte. Daher kann ich ein FSJ nur weiterempfehlen.