Sekundarstufe I
In der Sekundarstufe I fördern wir die Jugendlichen weiterhin individuell, stärken ihr Arbeitsverhalten und bereiten sie auf ihr Leben nach der Schule vor: für größtmögliche Selbstständigkeit im beruflichen und persönlichen Alltag.
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In unserer Sekundarstufe I unterrichten und begleiten wir derzeit rund 50 Schüler*innen. Das Lernen findet in jahrgangsübergreifenden Klassen statt. Uns ist das Miteinander wichtig: Jugendliche aus verschiedenen Bildungsgängen lernen größtenteils gemeinsam und profitieren von den unterschiedlichen Stärken der anderen. Neben der weiteren Förderung der Kommunikationsfähigkeiten und der Festigung der sogenannten Kulturtechniken (Lesen, Schreiben, Rechnen) steht vor allem auch für die Schüler*innen im Bildungsgang Lernen die Berufsorientierung im Fokus. Im Bildungsgang Geistige Entwicklung hat die Vermittlung von lebenspraktischen Fähigkeiten und die Anleitung zum selbstständigen Arbeiten einen besonders hohen Stellenwert.
Besonders für unsere Schüler*innen mit einer Störung aus dem Autismus-Spektrum ist eine klare äußere Struktur der Schlüssel zum Lernerfolg. Wir arbeiten nach dem pädagogisch-therapeutischen TEACCH-Ansatz: Dabei steht TEACCH für englisch Treatment and Education of Autistic and related Communication handicapped Children also die Behandlung und pädagogische Förderung autistischer und in ähnlicher Weise kommunikationsbehinderter Kinder. Durch visuell und räumlich klar strukturierte Arbeitsplätze und Handlungsabläufe schaffen wir eine verlässliche Orientierung. Das hilft den Jugendlichen dabei, Aufgaben zunehmend selbstständig und strukturiert auszuführen.
In den höheren Klassen der Sekundarstufe I bereiten wir die Jugendlichen zunehmend auf die Anforderungen der Arbeitswelt vor. Dazu gehört eine Erweiterung des Stundenplans: Die Schüler*innen haben an zwei Tagen pro Woche Nachmittagsunterricht. Ein fester Bestandteil für fast alle Klassen ist zudem der Werkunterricht im schuleigenen Holzwerkraum, in dem handwerkliche Fähigkeiten praktisch erprobt werden.
Einmal in der Woche öffnen wir den Unterricht für klassenübergreifende Arbeitsgruppen. Hier können die Jugendlichen ihren Neigungen nachgehen und neue Hobbys entdecken. Das Angebot umfasst unter anderem:
Miteinander lernen in der Manege
Im Schuljahr 2010/11 als Initiative des pädagogischen und therapeutischen Teams gestartet, hat sich das Zirkusprojekt "Strammer Max" als feste Institution etabliert. Wöchentlich bietet es Schüler*innen aller Jahrgangsstufen einen Raum, um sich kreativ und spielerisch zu entfalten. Das Spektrum ist vielseitig: Neben Jonglage, Tanz und Balancieren stehen auch Akrobatik, Seifenblasenkunst sowie Mutproben an Nagelbrettern oder mit Feuer auf dem Programm – ganz ohne das Diktat eines "Können-Müssens".
Inklusion und Synergie
Das bewusste Mischen unterschiedlicher Altersgruppen und individueller Voraussetzungen ist das Herzstück unseres Konzepts. Es fördert ein gegenseitiges Motivieren, Unterstützen und Voneinander-Lernen. Wir sind überzeugt, dass diese Form des sozialen Miteinanders auch den Alltag außerhalb der Schule positiv prägt. Begleitet werden die Teilnehmenden von Integrationshelfer*innen, Freiwilligendienstleistenden und Praktikant*innen, die sich aktiv in die Nummern-Entwicklung einbringen.
Präsentation und Außenwirkung
Die Aufführungen orientieren sich an jährlich wechselnden Themen. Nach der traditionellen Premiere zur Karnevalszeit ist es unser Ziel, die erarbeiteten Erfolge öffentlich sichtbar zu machen. Die professionellen Auftritte beim Tag der Begegnung des LVR in Xanten und Köln bildeten in den vergangenen Jahren emotionale und organisatorische Höhepunkte, die den Beteiligten nachhaltig Selbstvertrauen schenken.
Die Mofa-AG: Sicher und selbstständig im Straßenverkehr
Ziel dieses Kurses ist es, die Jugendlichen in ihren bereits erworbenen Kompetenzen als Fußgänger*innen und Radfahrer*nnen im Alltag zu stärken. Gleichzeitig erhalten sie die Möglichkeit, sich als motorisierte Verkehrsteilnehmer*innen selbstständig im Verkehrsleben zu bewegen.
Ziele der Mofa-AG:
Theorie und Praxis im Fokus
Die AG ist in zwei Bereiche unterteilt:
Wichtig zu wissen
Das Angebot richtet sich an Schüler*innen, die im Laufe des aktuellen Schuljahres 15 Jahre alt werden.
Die AG findet einmal wöchentlich mittwochs bei Frau Hochgürtel statt, die auch die interne Fahrpraxis an der Schule bescheinigen darf.
Da es sich um eine schulische Veranstaltung handelt, besteht für alle Schüler*innen voller Versicherungsschutz.
Musik erleben und machen
In unserer Schulband "deaftig“ erhalten etwa sechs bis acht Schüler*innen eine ganz besondere musikalische Förderung. Unser Repertoire reicht von Klassikern mit vorwiegend deutschen Texten wie "Komm gib mir deine Hand“ (nach den Beatles) oder "Alles Neu" (Peter Fox) bis hin zu eigens arrangierten aktuellen Hits mit verkürzten englischen Texten.
Gemeinsam im Takt:
So funktioniert unser Konzept: Damit alle schnell und mit Freude mitspielen können, passen wir die Stücke clever an:
Unsere Auftritte
Die Schulband "Deaftig" ist fester Bestandteil unseres Schullebens und tritt regelmäßig bei Schulfesten, an Karneval sowie bei Entlassungsfeiern auf.
Auch außerhalb der Schule konnten die Schüler*innen schon glänzen: Highlights waren eigene Weihnachtsmusicals, die musikalische Eröffnung einer Vernissage in der VR-Bank Euskirchen sowie die Begleitung der Städtetour der Christoffel-Blindenmission in Euskirchen.
Weil die hörspezifischen Bedürfnisse und sprachlichen Voraussetzungen unserer Jugendlichen sehr verschieden sind, nutzen wir im Unterricht einen flexiblen, barrierefreien Kommunikationsmix. Das Ziel ist, dass jeder Inhalt für alle voll zugänglich ist.