Berufsorientierung

Mit dem landesweiten Programm KAoA-STAR und einem starken Netzwerk bereiten wir unsere Schüler*innen gezielt auf einen barrierefreien und erfolgreichen Berufseinstieg vor.

Schritt für Schritt in die Arbeitswelt

KAoA-STAR: Unser Fahrplan für die Zukunft

Der Übergang von der Schule in den Beruf ist ein wichtiger Meilenstein für unsere Schüler*innen. An der LVR-Max-Ernst-Schule beginnt dieser Prozess deshalb frühzeitig, systematisch und individuell. Wir arbeiten nach den landesweiten Richtlinien von KAoA-STAR (Kein Abschluss ohne Anschluss – Schule trifft Arbeitswelt). Dieses Programm wurde speziell entwickelt, um Jugendliche mit sonderpädagogischem Förderbedarf optimal zu begleiten.

Die Berufsorientierung ist fest im Lehrplan verankert und baut ab der Klasse 8 strukturiert aufeinander auf:

  • Das Einstiegsinstrument (Klasse 8): In einem mehrtägigen, praxisnahen Verfahren entdecken die Schüler*innen ihre ganz persönlichen Stärken, handwerklichen Fähigkeiten und Interessen – völlig unabhängig von Schulnoten. Das Verfahren wird für Jugendliche mit Hörschädigung kommunikativ barrierefrei gestaltet.
  • Berufsfelderkundungen (Klasse 8): Erste kurze Einblicke in echte Betriebe helfen den Jugendlichen dabei, unterschiedliche Berufsfelder hautnah kennenzulernen und eigene Vorstellungen für die Zukunft zu entwickeln.
  • Betriebspraktika (ab Klasse 9): In mehrwöchigen Blockpraktika erproben die Schüler*innen den echten Arbeitsalltag. Sie lernen Anforderungen kennen, vertiefen ihre praktischen Fertigkeiten und sammeln wertvolle Erfahrungen im Umgang mit Kolleg*innen und Vorgesetzten.

Ein Netzwerk für den Übergang in die Arbeitswelt

Ein reibungsloser Übergang gelingt am besten im Team. Deshalb arbeiten unsere Lehrkräfte von Anfang an eng mit spezialisierten Institutionen zusammen, die den Jugendlichen auch nach der Schulzeit weiter zur Seite stehen:

  • Der Integrationsfachdienst (IfD): Die Berater*innen des IfD begleiten den gesamten KAoA-STAR-Prozess. Sie unterstützen aktiv bei der Akquise von barrierefreien Praktikumsplätzen und beraten Betriebe vor Ort zum Thema Hörschädigung und Kommunikation am Arbeitsplatz.
  • Die Agentur für Arbeit (Reha-Beratung): Die speziell geschulten Reha-Berater*innen kommen für regelmäßige Sprechtage direkt zu uns an die Schule. In gemeinsamen Gesprächen mit den Jugendlichen und den Eltern werden frühzeitig die konkreten Weichen gestellt – sei es für eine Ausbildung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt, den Wechsel an ein spezialisiertes Berufskolleg (wie das Rheinisch Westfälische Berufskolleg Essen ), eine vorbereitende Bildungsmaßnahme oder die Arbeit in einer der Werkstätten für Menschen mit Behinderung (WfB).

Unser pädagogisches Ziel: Wir stärken das Selbstbewusstsein unserer Schüler*innen, damit sie ihre eigenen Fähigkeiten realistisch einschätzen, Kommunikationsstrategien für den Arbeitsplatz erproben und den für sie optimalen Weg in ein selbstbestimmtes Berufsleben einschlagen können.