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Maja S. - ihr Weg von der Frühförderung bis zur Grundschule

Maja ist ein fröhliches Mädchen, das gerne zur Schule geht, mit seinen Klassenkameraden lacht, sich unterhält, auch mal streitet und ein ganz "normales" Kinderleben führt.

Foto zeigt ein lachendes Mädchen
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Dies alles ist nicht so selbstverständlich, wie es scheint. Denn Maja ist hochgradig hörgeschädigt und ihr Weg, Hören und Sprechen zu lernen, war nicht immer ganz leicht.

Die ersten drei Lebensjahre

Im ersten Lebensjahr hatten die Eltern schon früh den Verdacht, dass Maja schlecht hören konnte. Weil ihnen die Ärzte jedoch zum Abwarten rieten, dauerte es doch bis zu ihrem ersten Geburtstag, bis eine hochgradige Hörschädigung festgestellt wurde.

Die Diagnose war zunächst ein Schock, der das Leben der Familie kräftig durcheinander schüttelte. Mit viel Liebe, Engagement und Durchhaltevermögen machte sich Majas Familie auf den Weg, Maja in ihrer Entwicklung zu unterstützen.

Maja bekam zwei Hörgeräte, die sie gut akzeptierte. Zusätzlich wurde die Familie von einer Sonderschullehrerin des Frühförderzentrums für hörgeschädigte Kinder der LVR-Johann-Joseph-Gronewald-Schule in Köln betreut.

Weil die Verstärkung der Hörgeräte nicht den gewünschten Erfolg beim Erwerb der Sprache hatte, erhielt Maja mit ca. 1 1/2 Jahren beiderseits ein Cochlear-Implantat. Dies ist eine elektronische Hörhilfe, die die ausgefallenen Funktionen des Innenohrs teilweise ersetzt. Nach und nach lernte sie mit Unterstützung ihrer Eltern und der sonderpädagogischen Betreuung durch die Frühförderung Hören und Sprechen.

Kindergarten

Auf Wunsch der Eltern kam Maja mit drei Jahren in einen wohnortnahen Regelkindergarten. Von nun an kam die 'Frühförderin' regelmäßig dorthin. Sie beriet die Erzieherinnen und besprach mit allen Kindern das Thema 'Hören'. Maja wurde in Einzel- und Kleingruppensituationen gefördert. Zusätzlich bekam sie eine Integrationshilfe. Die gute interdisziplinäre Zusammenarbeit trug dazu bei, dass Maja und ihre Familie die Herausforderungen annehmen und meistern konnten. Maja entwickelte eine altersgemäße Kommunikation und einen selbstbewussten Umgang mit ihrer Hörbeeinträchtigung.

Grundschule

Vor der Einschulung nahm die betreuende Mitarbeiterin der LVR-Johann-Joseph-Gronewald-Schule Kontakt zu der zukünftigen wohnortnahen Grundschule auf. Im Vorfeld wurde besprochen, wie der Schulalltag für Maja erleichtert werden kann - Reduktion der Störgeräusche, Sitzplatzwahl, Unterrichtsstrukturierung, technische Hilfsmittel, emotionale und soziale Aspekte ......

Maja besucht nun die 2. Klasse der integrativen Grundschule. Sie wird regelmäßig von einer Sonderpädagogin der LVR-Johann-Joseph-Gronewald-Schule begleitet und gefördert. So ist es ihr möglich, gemeinsam mit normal hörenden Freunden aus ihrem Wohnviertel die gleiche Schule zu besuchen, mit ihnen gemeinsam zu lernen, zu spielen und ein weitgehend selbstbestimmtes Kinderleben zu führen.

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