Primarstufe

Wir fördern unsere Schüler*innen von Anfang an individuell und helfen ihnen dabei, Schritt für Schritt selbstständiger zu werden und ihre eigenen Talente zu entdecken.

Ein heller Schulflur mit rotem Fliesenboden, Garderobe links und gelber Trennwand. Rechts sind mehrere Rollstühle, Gehhilfen und Rollatoren geparkt, darunter ein Rollstuhl mit bedruckter Radkappe.

So lernen wir in den ersten Jahren

In der Primarstufe unterrichten wir Schüler*innen in der Schuleingangsphase sowie in den Klassen 3 und 4. Dabei richten wir uns nach den Lehrplänen der unterschiedlichen Bildungsgänge:

  • dem Bildungsgang der allgemeinen Schule (Grundschule)

  • dem Bildungsgang Lernen

  • dem Bildungsgang Geistige Entwicklung

Jedes Kind lernt außerdem nach seinem eigenen Förderplan, der genau auf seine Bedürfnisse passt. Die Klassen werden nach heterogenen Kriterien gebildet. Es werden in der Regel alle Bildungsgänge und gegebenenfalls mehrere Jahrgänge in einer Klasse unterrichtet. Schüler*innen mit komplexer Beeinträchtigung werden in allen Klassen gefördert.

Schuleingangsphase

In der Schuleingangsphase orientiert sich der Unterricht zunächst am Lernstoff der ersten beiden Grundschuljahre. Je nachdem, wie schnell ein Kind lernt, kann es diese Phase in einem, zwei oder drei Jahren abschließen. Am Ende entscheiden wir gemeinsam, welcher Bildungsgang am besten passt, um das Kind weiterhin optimal zu begleiten.

Fächer und Inhalte

Wir unterrichten alle Fächer , die auch an einer normalen Grundschule auf dem Plan stehen. In Deutsch, Mathe, Sachunterricht und Englisch arbeiten wir nach unseren eigenen Plänen, die wir speziell für unsere Schule entwickelt haben.

Selbstständig werden und gemeinsam wachsen

Uns ist wichtig, dass die Kinder lernen, Dinge allein zu schaffen und gut mit anderen umzugehen. Wir geben ihnen den Raum, eigene Erfahrungen zu sammeln. So stärken wir ihr Selbstbewusstsein. Damit das gelingt, arbeiten Lehrkräfte, Therapeut*innen und Pflegekräfte eng zusammen. Wir unterstützen die Kinder zum Beispiel dabei:

  • selbstständig zu essen und zu trinken

  • sich allein an- und auszuziehen

  • den eigenen Körper zu pflegen

Eine enge Verzahnung von Unterricht, Therapie und Pflege gewährleistet eine an den Schüler*innen orientierte Sozial- und Selbstständigkeitserziehung

Lernen mit allen Sinnen

Unterricht bedeutet bei uns mehr als nur Lesen, Schreiben und Rechnen. Wir achten darauf, dass die Kinder:

  • mit allen Sinnen lernen

  • sich viel bewegen

  • spielen und miteinander sprechen

  • lernen, wie sie sicher mit digitalen Medien und dem Internet umgehen

Digitale Medien als Brücke zur Welt

Für viele unserer Schüler*innen ist Technik besonders wichtig, weil sie ihnen hilft, mit anderen zu kommunizieren oder Barrieren zu überwinden. Unsere Ausstattung ist modern:

  • Wir haben iPads, mobile Laptops und digitale Tafeln (Smart-Boards), die wir flexibel im Unterricht einsetzen.

  • Wir bringen den Kindern bei, wie sie digitale Medien sinnvoll für ihr Lernen und ihre Freizeit nutzen.

  • Wir unterstützen Schüler*innen, die in ihrer Kommunikation beeinträchtigt sind, bei der Nutzung von elektronischen Hilfsmitteln zur aktiven Teilhabe.

Unser Ziel ist es, dass alle Schüler*innen später so selbstbestimmt und eigenverantwortlich wie möglich leben können.

Unterstützte Kommunikation & Assistive Technologien

In den Bereichen Unterstützte Kommunikation (UK) und Assistive Technologien (AT) möchten wir individuelle Ausdrucksmöglichkeiten erweitern, Selbstständigkeit stärken und eine gleichberechtigte Teilhabe ermöglichen. Dabei werden technische und nicht-technische Hilfsmittel sorgfältig ausgewählt, angepasst und in enger Zusammenarbeit mit Lehrkräften, Therapeut*innen, Eltern und Bezugspersonen in den Schulalltag integriert.

Ein Kind bedient in einem Klassenzimmer einen Talker. Die Hand tippt auf ein buntes Symbolfeld zur unterstützten Kommunikation.