Geschichte der Schule
Die LVR-Hugo-Kükelhaus-Schule blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Sie ist geprägt von Entwicklung, Neuanfängen und einem pädagogischen Leitgedanken: Lernen mit allen Sinnen.
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Die LVR-Hugo-Kükelhaus-Schule wurde im Jahr 1980 als Schule für Schüler*innen mit körperlichen Beeinträchtigungen durch den Landschaftsverband Rheinland (LVR) gegründet.
Zehn Jahre später wurde die Schule durch einen verheerenden Brand nahezu vollständig zerstört und brannte bis auf die Grundmauern nieder. Der anschließende Neubau wurde 1994 fertiggestellt und bildet bis heute den räumlichen Mittelpunkt der Schule.
Das Schulgebäude wurde gezielt so konzipiert und gestaltet, dass es durch die spezielle Architektur körperbehinderten Kindern und Jugendlichen vielfältige Sinneseindrücke bietet und so die besonderen Bedürfnisse von Schüler*innen im Förderschwerpunkt Körperliche und motorische Entwicklung berücksichtigt.
Ein weiterer wichtiger Meilenstein war das 25-jährige Bestehen im Jahr 2005, das mit der Einweihung eines Erweiterungsbaus verbunden war. Die Schule wurde seitdem kontinuierlich weiterentwickelt.
Das pädagogische Konzept der Schule orientiert sich am Leitgedanken des "Lernens mit allen Sinnen".
Dabei steht der gesamte Mensch im Mittelpunkt: Wahrnehmung, Bewegung und individuelle Erfahrungen werden bewusst in den Lernprozess einbezogen. Ziel ist es, Schüler*innen ganzheitlich zu fördern und ihnen vielfältige Zugänge zur Welt zu ermöglichen.
Hugo Kükelhaus wurde am 24. März 1900 in Essen geboren und starb am 5. Oktober 1984. Er war Pädagoge, Künstler, Architekt und Philosoph.
Nach handwerklichen Lehrjahren als Tischler und Zimmermann studierte er unter anderem Soziologie und Philosophie. In seinem späteren Wirken verband er handwerkliche, künstlerische und wissenschaftliche Perspektiven.
Ein zentrales Thema seiner Arbeit war die Frage, wie Menschen ihre Umwelt mit allen Sinnen erfahren. Dabei entwickelte er Ansätze, die Wahrnehmung, Bewegung und Lernen miteinander verbinden.
Besonders bekannt wurde Hugo Kükelhaus durch sein "Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne". Dabei handelt es sich um eine Sammlung von Stationen und Objekten, die dazu einladen, Sinneseindrücke aktiv zu erleben.
Diese Ideen verfolgen das Ziel, die Wahrnehmungsfähigkeit zu fördern und Lernen als ganzheitlichen Prozess zu verstehen. Sehen, Hören, Fühlen, Bewegen und Erleben gehören dabei untrennbar zusammen.
Die LVR-Hugo-Kükelhaus-Schule trägt den Namen ganz bewusst. Der pädagogische Ansatz von Hugo Kükelhaus prägt die Arbeit der Schule bis heute.
Auch die Gestaltung des Schulgebäudes und der Außenanlagen orientiert sich an seinen Ideen. Die Architektur unterstützt das Lernen durch Bewegung, Wahrnehmung und vielfältige Sinneserfahrungen.
So bleibt der Gedanke des "Lernens mit allen Sinnen" ein zentraler Bestandteil des Schulalltags.