Zum Inhalt springen

Auswahl der Sprachversion

Feierabendspaziergänge 2019 Archiv

09. Juli 2019: Kirche, Kultur und Kappes - die ehem. Reichsabtei Werden/Ruhr

Gartenhaus in Essen-Werden. Foto: P. Bankmann
Bild Großansicht
Gartenhaus in Essen-Werden. Foto: P. Bankmann

Wann: 09. Juli 2019; 17.30 bis 19.00 Uhr

Treffpunkt: Parkplatz Werdener Feintuchwerke, am Kräutergarten (hinter der Basilika)

Referent: Peter Bankmann ist bekennender „Ruhri“ und hat viele Jahre in der Ministerialverwaltung der Landes NRW gearbeitet. Er befasst sich mit historischen Themen seiner Heimatstadt Essen sowie der ehem. Abtei und Stadt Werden. Er ist Mitbegründer und 1. Vorsitzender des Freundeskreises Gartenhaus Dingerkus e.V.

Rundgang über Basilika und Abtei Werden (heute Folkwang Universität), Rathaus, Evangelische Kirche, Historische Altstadt und zum Historischen Gartenhaus Dingerkus (erbaut 1790).

09. Juli 2019: Köln-Buchforst - Auferstehungskirche, Weiße Stadt und Blauer Hof

Weiße Stadt Köln-Buchforst. Foto: M. Gelhar
Bild Großansicht
Weiße Stadt Köln-Buchforst. Foto: M. Gelhar

Wann: 09. Juli 2019; 17.30 bis 19.00 Uhr

Treffpunkt: Sparkasse Waldecker Str./Heidelberger Str.; Linie 3+Bus 159 bis Waldecker Str.

Referenten: Thomas van Nies, M.A., Kunsthistoriker, Kirchen- und Stadtführer; Dipl.-Ing. (FH) Manfred Kreische, Netzwerk Technikgeschichte VDI Köln & Geschichtsforum Köln-Kalk

Der bis 1932 als „Kalkerfeld" bezeichnete Vorort mit seinen zahlreichen Siedlungsbauten ist wesentlich geprägt durch den Bebauungsplan von W. Riphahn und C.M. Grod. Die Siedlungen „Weiße Stadt" (1929-32) und „ Blauer Hof" (1926-27) wurden auf der Grundlage des ursprünglichen Farbkonzepts von Seiwert/Hoerle durch die GAG wiederhergestellt. Als eine der ersten Hofsiedlungen im modernen „Internationalen Stil" prägt sie den Ortsteil nachhaltig. Der Beitrag zum „Neuen Bauen" und zum sozialem Wohnungsbau im Rheinland ist Riphahns „Weiße Stadt", mit der Kirche St. Petrus Canisius an der Mittelachse. Bekannte Kölner wie Trude Herr und Horst Nussbaum wurden hier groß, die „Kalker Alpen" gibt es nur hier, auch die „Arche Noah" von 1967/68 und deren lebendige Weiterentwicklung werden vorgestellt. Es lohnt sich, dieses Stück Köln zu entdecken.

11. Juni 2019: Vom alten Schloss bis Klein-Manhatten, Bensberger Stadtgeschichte

Altes Schloss und Rathaus in Bensberg. Foto: K.-P. Wiemer
Bild Großansicht
Altes Schloss und Rathaus in Bensberg. Foto: K.-P. Wiemer

Wann: 11. Juni 2019; 17.30 bis 19.00 Uhr

Treffpunkt: Kiosk am U- und Busbahnhof in Bensberg (Endhaltestelle der Linie 1)

Referenten: Karl-Heinz Buchholz M.A.,Geograph und Historiker, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der LVR-Abteilung Kulturlandschaftspflege, wohnhaft in Bensberg. Uwe Rossmanneck, Kunsthistoriker aus Bonn.

Bensberg, heute ein Stadtteil von Bergisch Gladbach, blickt auf eine lange Geschichte seit dem Mittelalter zurück. Deutlich wird dies im Nebeneinander der baulichen Zeugnissen verschiedener Epochen. Der Spaziergang berührt dann auch u.a. das Alte und das Neue Schloss, das von Gottfried Böhm gestaltete Rathaus sowie die Hochhaussiedlung „Klein-Manhattan". Dabei wird die wechselhafte Geschichte Bensbergs bis hin zur aktuellen Entwicklung kurzweilig erläutert.

14. Mai 2019: Das Moltkeviertel in Essen - Ein Manifest der Avantgarde

Villa aus dem beginnenden 20. Jahrhundert im Moltkeviertel in Essen. Foto: MV
Bild Großansicht
Villa im Moltkeviertel in Essen. Foto: Wagenitz

Wann: 14. Mai 2019; 17.30 bis 19.00 Uhr

Treffpunkt: S-Bahnhof Essen-Süd, vor dem ehemaligen Bahnhofsgebäude

Referent: Tankred Stachelhaus ist Kulturjournalist, lebt im Moltkeviertel und hat für den Rheinischen Verein das Heft „Das Essener Moltkeviertel - Weltweit einzigartige RaumKunst" verfasst.

Die progressivsten Architekten des beginnenden 20. Jahrhunderts bauten im und rund um das Moltkeviertel, darunter Wilhelm Kreis, Otto Bartning, Erich Mendelsohn, Oskar Schwer sowie die Professoren Georg Metzendorf, Alfred Fischer und Edmund Körner. Als Reformarchitekten lehnten sie die damals weit verbreitete Protzarchitektur ab, mit denen sich Bauherren wie Architekten gegenseitig überbieten wollten. Im vom Stadtplaner Robert Schmidt entworfenen Moltkeviertel fand man ab 1910 zurück zum guten Geschmack, bekannte sich zur Funktion des Baus, zu klaren architektonischen Aussagen und überlegte, mit welchen Details man das Leben der Bewohner erleichtern kann. Konsequent wurden in dem Viertel der Mensch und seine Bedürfnisse in den Mittelpunkt gestellt.

14. Mai 2019: Der Wiederaufbau Kölner Veedel - Konzepte, Akteure, Folgen

Griechenmarktviertel. Foto: S. Ranke
Bild Großansicht
Griechenmarktviertel. Foto: S. Ranke

Wann: 14. Mai 2019; 17.30 bis 19.00 Uhr

Treffpunkt: Ecke Fleischmengergasse/Cäcilienstraße

Referentin: Dr. Dorothea Wiktorin arbeitet am Geographischen Institut der Universität zu Köln. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Stadt- und Bevölkerungsgeographie; regionale Schwerpunkte sind neben der Stadt Köln, Ostdeutschland, die USA sowie Subsahara Afrika.

Das Griechenmarktviertel, für Jahrhunderte ein Viertel der "kleinen Leute" wurde in der Nacht zum 29. Juni 1943 bei einem Bombenangriff nahezu vollständig zerstört. Ein geordneter Wiederaufbau, unter anderem unter Beteiligung verschiedener Kölner Wohnungsbaugenossenschaften, sollte erst ab Mitte der 1950er Jahren in Gang kommen. Der Feierabendspaziergang führt durch die Straßen und Gassen des Viertels, überquert den Blaubach bis ins Pantaleonsviertel, wo das Wiederaufbaukonzept des Kölner Generalplaners, Rudolf Schwarz, sowie die anschließenden Verkehrsplanungen der 1960er Jahre thematisiert werden.

09. April 2019: Wuppertal - das Gartendenkmal Hardt/ Botanischer Garten

Elisenturm mit Botanischem Garten in Wuppertal. Foto: GR Anlagen
Bild Großansicht
Elisenturm mit Botanischem Garten in Wuppertal. Foto: D. Fischer

Wann: 09. April 2019; 17.00 bis 18.30 Uhr

Treffpunkt: Am Elisenturm, Parkmöglichkeiten am Otto-Schell-Weg, 42107 Wuppertal

Referent: Dirk Fischer ist Vorstandsmitglied des Fördervereins Historische Parkanlagen Wuppertal, Initiator der Aufnahme von fünf Wuppertaler Gartenanlagen in das Europäische Gartennetzwerk und seit vielen Jahren ehrenamtlich in der Wuppertaler Denkmalpflege tätig.

Der Bergpark wurde ab 1807 angelegt und über einen Zeitraum von 200 Jahren bis 2007 mehrmals erweitert. Er zählt zu den ältesten Volksgärten Deutschlands. Seine sechs Gartenräume sind verschiedenartig gestaltet und bieten herrliche Blicke in die Stadtlandschaft. Seltene Denkmäler und Baudenkmäler sind in die Parklandschaft eingefügt. Der Bergpark ist ein herausragendes Beispiel für frühes und gegenwärtiges bürgerschaftliches Engagement.
Wegen seiner Bedeutung für die Geschichte der Gartenkunst wurde das Gartendenkmal im Jahr 2013 Partnergarten im Europäischen Gartennetzwerk EGHN. Zum Netzwerk gehören ca. 190 Gärten in Europa.

09. April 2019, Köln: Das "Gerlingquartier" im Wandel

Gerlingquartier. Foto: S. Ranke
Bild Großansicht
Gerlingquartier. Foto: S. Ranke

Wann: 09. April 2019; 17.30 bis 19.00 Uhr

Treffpunkt: U-Bahn Haltestelle Christophstraße / Mediapark, Ausgang Christophstraße

Referentin: Dr. Veronika Selbach ist seit 2002 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Geographischen Institut der Universität zu Köln. Ihre Forschungsschwerpunkte sind stadt-, sozial- und umweltgeographische Themen in Deutschland, Indien und Großbritannien.

Der ehemalige Versicherungskonzern Gerling hat das Veedel zwischen Christoph- und Friesenstraße über Jahrzehnte geprägt - baulich, symbolisch und funktional. Nach der Übernahme durch Talanx lagen die ehemaligen Bürogebäude zunächst brach, bevor Investoren das Quartier übernahmen. In unmittelbarer Nähe zur City entsteht hier seit nunmehr bald zehn Jahren ein luxuriöses Wohn- und Dienstleistungsgebiet. Diesem Wandel und den Spuren von Gerling folgt der Feierabendspaziergang.