Archäologische Landesausstellung NRW 2022 „Rom am Rhein“
April bis Oktober 2022 im Kulturzentrum am Neumarkt
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Im Jahr 2022 thematisierte die Archäologische Landesausstellung NRW mit „Rom am Rhein“ Köln als Hauptstadt an der Rheingrenze, dem Limes. Der Niedergermanische Limes war ein Jahr zuvor zum UNESCO-Welterbe erklärt worden. Verantwortlich für die Kölner Schau der dezentralen Landesausstellung zeichneten MiQua und das Römisch-Germanische Museum der Stadt Köln in Kooperation.
Statthalterpalast und Tempel, Stadtmauer, Prachtstraßen und Platzanlagen – Spuren dieser Monumente zeugen von der Bedeutung des römischen Köln. Die Metropole am Rhein direkt an der Reichsgrenze war ein Abbild Roms und Hauptstadt der Provinz Niedergermanien.
Die Ausstellung fand von April bis Oktober 2022 statt. In der Ausstellung erzählten beeindruckende archäologische Funde von der großen Vergangenheit der antiken Stadt und vom Alltag der Bevölkerung. Dazu gehörten:
Funde aus der Frühzeit
Funde zum Handwerk
luxuriöser Baudekor
wertvolle Gegenstände aus Häusern und Thermen
Überreste aus den Tempeln und Heiligtümern.
Letztere gaben Einblick in die antike Kultpraxis. Grabbeigaben und ein nachgebildetes Ensemble der Grabkammer von Köln-Weiden gaben einen Eindruck vom Trauern und Erinnern. Weitere Funde führten in die Alltagswelt des Militärs, etwa im Kastell der Rheinflotte in Köln-Marienburg. Das Flottenlager ist Teil des UNESCO-Welterbe Niedergermanischer Limes.
In Panorama-Bildern und einem computergestützten Rekonstruktionsfilm entstand die römische Colonia Claudia Ara Agrippinensium anschaulich als Rom am Rhein für die heutigen Betrachtenden. Diese Darstellungen fußen auf intensiver archäologischer Forschung und wissenschaftlich fundierten Rekonstruktionsprojekten, die ein wichtiges Arbeitsfeld von MiQua ausmachen.
Einer der zentralen Ausstellungsbestandteile in der römischen Abteilung des künftigen MiQua ist der römische Statthalterpalast, das Praetorium, mit seinen Bauphasen aus dem ersten bis vierten Jahrhundert. Das Praetorium ist seit 2021 Herzstück des UNESCO-Welterbe Niedergermanischer Limes. Daraus zeigte MiQua von den künftigen Ausstellungsstücken altbekanntes und neues nebeneinander, wie etwa das neu restaurierte Mosaik aus den Thermen des Statthalters.
Als inklusive Angebote bereicherte ein Mediaguide die Ausstellung, dessen Beiträge hier weiterhin über die Hearonymos-App abrufbar sind.
In einem Projekt mit jungen Erwachsenen mit und ohne Autismus entstanden Interviewfilme, die ausgehend vom Leben an der antiken Flussgrenze den Blick auf heutige Grenzen im Miteinander richteten. Die Filme sind auf dem MiQua-Blog abrufbar.