Forschung zu Praetoria – römische Statthalterpaläste
Der ehemalige Sitz der römischen Administrative befindet sich am Ort des heutigen Kölner Rathauses.
Ende des Seitenheaders.
In den Provinzen des Imperium Romanum waren die großen Heeresverbände stationiert. Dort übernahmen Statthalter als höchste Vertreter der römischen Herrschaft die militärische Leitung. Der Statthalter einer solchen Provinz war ebenso für die Zivilverwaltung verantwortlich, es sei denn, dies wurde von den Städten übernommen.
An dem Ort, an dem der Statthalter seine Residenz dauerhaft einrichtete, befand sich das administrative Zentrum einer Provinz. Der Statthalterpalast war nicht nur Amtssitz, sondern in der Regel auch Wohnsitz, so dass zahlreiche Raumeinheiten mit ganz verschiedenen Funktionen benötigt wurden.
Das Kölner Praetorium ist außerordentlich gut erforscht. Es besitzt vier Bauphasen aus der Zeit des ersten bis vierten Jahrhunderts und war danach vermutlich noch bis in die Karolingerzeit in Benutzung. Weitere Praetoria sind aus den Donau- und östlichen Mittelmeerprovinzen bekannt.
Das Praetorium von Köln – spannend zu erforschen, spannend zu erklären.
Bei der Wahl des Standortes für den Statthaltersitz spielten verschiedene Faktoren eine Rolle:
günstige Verkehrsverbindungen, etwa die Lage am Meer oder an Flüssen und
die Aufstellung und Handlungsfähigkeit des Militärs in den unterschiedlichen Bereichen der Provinz.
Köln lag im Zentrum der Rheingrenze. Über Straßen und den Fluss besaß es eine sehr gute Infrastruktur. Von hier aus konnten die Römer die Provinz, sowie das nichtrömische, rechtsrheinische Germanien, wirksam kontrollieren.
Kontaktperson
Wissenschaftlicher Referent Archäologie