Obertägige und damit noch sichtbar erhaltene Bodendenkmäler aus ur- und frühgeschichtlicher Zeit sind im Rheinland eher die Ausnahme. Eine eigene Gattung bilden hierbei die sogenannte Wallanlagen, von denen sich östlich des Rheins rund 40 über die Jahrhunderte und Jahrtausende erhalten haben. Charakteristisch für diese unterschiedlich großen Geländedenkmäler sind Wälle und Gräben, die zumeist Hügel oder Kuppen und eine oft auf dem Hügelplateau gelegene Innenfläche komplett oder in Abschnitten umgeben.
Durch die Auswertung von Höhendaten, durch systematische Begehungen in Wald und Feld sowie kleinere Ausgrabungen geht unser Amt Fragen zum Bau, zu möglichen Strukturen im Innenbereich, zur Funktion und Datierung dieser Anlagen nach.
Interessanterweise zeigt sich hierbei, dass die Errichtungs- und Nutzungszeiträume, aber auch die Funktion der bisher untersuchten Plätze sehr unterschiedlich sind. Die ältesten wurden bereits vor rund 3000 Jahren in der späten Bronzezeit angelegt, die jüngsten vor etwas mehr als 200 Jahren in der Zeit der napoleonischen Feldzüge.