Zum Inhalt springen

Auswahl der Sprachversion

BEM-Prämie

Seit 2007 zeichnet das LVR-Inklusionsamt Arbeitgeber der privaten Wirtschaft und des öffentlichen Dienstes für ihre vorbildliche Umsetzung des Betrieblichen Eingliederungsmanagements aus.


Bewerbungen von Firmen und Verwaltungen sind bis zum 31. Oktober eines jeden Jahres möglich.

Voraussetzung für die Prämierung ist das Vorliegen einer betrieblichen Vereinbarung zum BEM, die konkrete Regelungen zu betrieblichen Abläufen und Zuständigkeiten enthält und geeignet ist, die gesetzlichen Ziele der Präventionsbestimmung zu realisieren sowie die Persönlichkeitsrechte der betroffenen Mitarbeiter zu sichern.

Bitte beachten Sie außerdem, dass leider nur Bewerbungen von Firmen mit ihrem Sitz im Rheinland berücksichtigt werden können.

Mehr Informationen zu den Kriterien der jährlichen Auszeichnung finden Sie nachfolgend zum Download.

Aktuell prämierte Arbeitgeber im Jahr 2020

  • Diakoniewerk Duisburg GmbH

    Das Diakoniewerk Duisburg arbeitet als gemeinnützige Gesellschaft seit 1979 mit der Zielsetzung, durch die Errichtung, den Betrieb und die Unterhaltung von Einrichtungen, Menschen, die von der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen sind, Hilfe anzubieten. Der Versorgungsverbund umfasst mittlerweile fünf Fachbereiche (Wohnungslosenhilfe, Suchtkrankenhilfe, Arbeit und Ausbildung, Sozialpsychiatrie, Kinder, Jugend und Familie).

    Betriebliches Eingliederungsmanagement wird seit 2015 beim Diakoniewerk Duisburg praktiziert, bei der Neugestaltung wurde das BEM-Team 2019/2020 von einer externen Disability Managerin beraten und unterstützt. 2019 gründete sich ergänzend ein BEM-Integrationsteam, das regelmäßig und bei Bedarf zusammenkommt.

    Die Beschäftigungsquote der schwerbehinderten und gleichgestellten behinderten Menschen beträgt 9,45 Prozent (Jahresdurchschnitt 2019, §163 Abs.2 SGB IX).

    Am 01.07.2019 wurden eine neue BEM-Dienstvereinbarung abgeschlossen, sämtliche Materialen, wie Flyer und Anschreiben überarbeitet und die Abläufe festgelegt. Das BEM im Diakoniewerk zeichnet sich durch ein professionelles Beratungsteam, durch einen ausführlichen Gesprächsleitfaden sowie regelmäßige Treffen des BEM-Teams zur Nachbesprechung und Analyse der internen Abläufe und Lösungswege besonders aus.

  • Eisenwerk Brühl GmbH

    Seit fast 100 Jahren produziert und entwickelt das Eisenwerk Brühl, mit derzeit ca. 1.600 Mitarbeitern (m/w/d), anspruchsvolle Werkstücke aus Gusseisen. Zu den bekanntesten Produkten zählen Motorblöcke aus Grauguss für namhafte Automobilhersteller und Fahrzeugtypen weltweit.

    Die Beschäftigungsquote der schwerbehinderten und gleichgestellten behinderten Menschen liegt mit 9,88 % über dem bundesweiten Durchschnitt. Bereits seit vielen Jahren ist der Bereich Gesundheit und Soziales fest im Eisenwerk Brühl verankert. Das BEM ist hierbei ein fester Bestandteil und wird hauptverantwortlich von einer Gesundheitsmanagerin koordiniert und geleitet. Im Rahmen des BEM wurden mit der Zeit verschiedene Entscheidungshilfen im Unternehmen eingeführt, welche seither ein schnelles Identifizieren von geeigneten Arbeitsplätzen für gesundheitlich eingeschränkte Mitarbeiter (m/w/d) erlauben.

    Das Eisenwerk Brühl hat sowohl eigens dafür ein „Arbeitsplatzkataster“ entwickelt, das bisher in dieser Art einzigartig ist, als auch eine „Arbeitserprobung“ implementiert, die es dem Mitarbeiter (m/w/d) erlaubt eine andere Tätigkeit „auszuprobieren“. Das BEM wird von allen Beteiligten aufgrund der Transparenz und dem strukturierten Verfahren gleichermaßen geschätzt.

  • Kaiserswerther Diakonie

    Die Kaiserswerther Diakonie wurde 1836 gegründet und beschäftigt rund 2.600 Mitarbeitende. Zum Unternehmen gehören das Florence-Nightingale-Krankenhaus, die Altenhilfe, die Sozialen Dienste, der Bereich Bildung und Erziehung mit verschiedenen Aus- und Weiterbildungseinrichtungen, die Fliedner Fachhochschule sowie mehrere Wirtschaftsbetriebe. 2016 wurde eine Stabsstelle für das Betriebliche Eingliederungsmanagement eingerichtet.

    Die Beschäftigungsquote der schwerbehinderten und gleichgestellten Mitarbeiter*innen liegt bei 5,21 Prozent. In der Altenhilfe gGmbH liegt sie sogar bei 9,28 Prozent. Durchschnittlich erreichen die Arbeitgeber im Rheinland eine Beschäftigungsquote von 5,4 Prozent.

    Im Zuge von beruflichen Umbruchphasen nach längerer Erkrankung besteht für Mitarbeiter*innen die Möglichkeit einer Hospitation in anderen Bereichen, um so alternative Arbeitsplätze kennenzulernen. Hierzu wurde 2019 bei der Kaiserswerther Diakonie ein Vorstandsbeschluss gefasst, der Probearbeiten in anderen Bereichen im Rahmen der Wiedereingliederung bis zu drei Monaten ermöglicht.

  • SPIE GmbH

    Die SPIE GmbH ist ein Teil von SPIE Deutschland & Zentraleuropa, dem führenden Multitechnik-Dienstleister für Gebäude, Anlagen und Infrastrukturen. Das Leistungsspektrum umfasst Systemlösungen im Technischen Facility Management, Energieeffizienz-Lösungen, technische Dienstleistungen bei der Energieübertragung und -verteilung, Services für Industriekunden und Dienstleistungen auf den Gebieten der Elektro- und Sicherheitstechnik, der Heizungs-, Klima- und Lüftungstechnik sowie der Informations-, Kommunikations-, Netzwerk- und Medientechnik.

    Die SPIE GmbH beschäftigt 3.476 Mitarbeiter*innen, wovon 208 Personen eine Schwerbehinderung oder Gleichstellung aufweisen (Stand 03/2019). Die Beschäftigungsquote der schwerbehinderten und gleichgestellten behinderten Menschen beträgt 6,44 Prozent. Im Rheinland erreichen die Arbeitgeber eine durchschnittliche Beschäftigungsquote von fast 5,4 Prozent. Bei der SPIE GmbH gibt es sowohl regionale Schwerbehindertenvertretungen, als auch Vertretungen auf Unternehmens- und Konzernebene.

    Bei der SPIE GmbH wird die Betriebsvereinbarung als dynamisches Konstrukt verstanden, welches sich betriebsbedingten Veränderungen anpasst und durch detailreiche Ausarbeitungen auszeichnet.

    Besonders hervorzuheben ist, dass das BEM-Team von den Mitarbeiter*innen weitestgehend individuell zusammengesetzt werden kann, was für einen positiven Einstieg in den BEM-Prozess sorgt.

  • Stadtverwaltung Bergisch Gladbach

    Die Stadtverwaltung Bergisch Gladbach besteht aus 8 Fachbereichen und beschäftigt insgesamt rund 1.300 Mitarbeiter*innen an 13 Standorten. Sie versteht sich als Dienstleisterin für die Bürger*innen ihres Zuständigkeitsbereichs und setzt sich stark für die Erhaltung der Arbeitsfähigkeit ihrer Belegschaft ein.

    Die Beschäftigungsquote der schwerbehinderten und gleichgestellten behinderten Menschen der Stadtverwaltung zeigt über Jahre eine konstante Steigerung und beträgt aktuell 7,09 %. Die in 2017 verabschiedete Dienstvereinbarung soll bei der Belegschaft für mehr Transparenz im Hinblick auf das Betriebliche Eingliederungsmanagement sorgen. Die Mitarbeiter*innen wurden durch Flyer, Infoveranstaltungen und das Intranet über die abgeschlossene Vereinbarung informiert und nehmen, selbst wenn es nicht immer zu einem weiteren BEM-Verfahren kommt, sehr häufig die Chance eines Erstgespräches wahr.

    Besonders der Datenschutz und das Vertrauen der Mitarbeiter*innen liegen den BEM-Verantwortlichen sehr am Herzen.

Die Berichte der jeweiligen Preisverleihungen finden Sie in den Neuigkeiten des LVR-Inklusionsamtes.

Nachfolgend finden Sie eine Übersicht aller prämierten Arbeitgeber zum Download.

Bei Fragen helfe ich Ihnen gerne weiter.

Portrait von Birgit Werth

Birgit Werth

Telefon

workTelefon:
0221 809-4329
faxTelefax:
0221 8284-2505

E-Mail