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BEM-Prämie

Seit 2007 zeichnet das LVR-Inklusionsamt Arbeitgeber der privaten Wirtschaft und des öffentlichen Dienstes für ihre vorbildliche Umsetzung des Betrieblichen Eingliederungsmanagements aus.


Bewerbungen von Firmen und Verwaltungen sind bis zum 31. Oktober eines jeden Jahres möglich.

Voraussetzung für die Prämierung ist das Vorliegen einer betrieblichen Vereinbarung zum BEM, die konkrete Regelungen zu betrieblichen Abläufen und Zuständigkeiten enthält und geeignet ist, die gesetzlichen Ziele der Präventionsbestimmung zu realisieren sowie die Persönlichkeitsrechte der betroffenen Mitarbeiter*innen zu sichern.

Bitte beachten Sie außerdem, dass leider nur Bewerbungen von Firmen mit ihrem Sitz im Rheinland berücksichtigt werden können.

Mehr Informationen zu den Kriterien der jährlichen Auszeichnung finden Sie nachfolgend zum Download.

Aktuell prämierte Arbeitgeber im Jahr 2021

  • Caritasverband Rhein-Kreis Neuss e.V.

    Der Caritasverband Rhein-Kreis Neuss e.V. mit den Tochtergesellschaften CaritasSeniorendienste Rhein-Kreis Neuss GmbH und CaritasSozialdienste Rhein-Kreis Neuss GmbH ist als katholischer Wohlfahrtsverband Träger von 80 Einrichtungen und Diensten der stationären und ambulanten Altenpflege sowie der sozialen Beratung. Insgesamt sind über 1.000 Mitarbeiter*innen für den Verband und seine Tochtergesellschaften im Einsatz.

    Die Quote von beschäftigten Menschen mit Schwerbehinderung beträgt im Caritasverband 5,41 Prozent, in den Seniorendiensten 7,37 Prozent und in den Sozialdiensten 7,97 Prozent (Stand 31.10.2020).

    Im letzten Quartal 2018 wurde das BEM-Verfahren im Caritasverband überarbeitet und für die drei Organisationen als ein Schwerpunkt der Personalarbeit für die nächsten Jahre in den Mittelpunkt gestellt. Es wurden für das Projekt zwei Personalreferent*innen eingestellt und als BEM-Beauftragte benannt, die unter Abstimmung mit allen Beteiligten eine neue standardisierte Verfahrensanweisung für alle drei Arbeitgeber aufgestellt und umgesetzt haben.

    Mittels Mitarbeiterversammlungen an allen 14 Standorten, einem Artikel in der Mitarbeiterzeitschrift sowie einem Informationsflyer wurde das Verfahren im gesamten Caritasverband vorgestellt und erklärt. Die Verfahrensanweisung inklusive detaillierter Ablaufbeschreibung befindet sich für alle Mitarbeiter*innen frei zugänglich in den QM-Handbüchern. Daraus ergibt sich eine klare Rollenverteilung, Transparenz sowie ein gut strukturierter Ablauf im BEM. Überdies haben alle Führungskräfte eine Schulung zum Thema „Umgang mit erkrankten Mitarbeitenden“ durchlaufen.

  • Fiege Logistik Mönchengladbach GmbH

    Fiege Logistik Mönchengladbach GmbH ist ein sog. Full Service Logistikdienstleister, der für seinen Partner Esprit den gesamten Logistikprozess von der Vereinnahmung der Anlieferungen bis hin zur Bereitstellung von Stichproben für die Qualitätskontrolle begleitet. Aktuell werden am Standort Mönchengladbach 330 Mitarbeiter*innen beschäftigt.

    Die Fiege Logistik Mönchengladbach GmbH hat eine Quote von Mitarbeiter*innen mit Schwerbehinderung von 5,36 Prozent (Stand 2019).

    Besonders positiv herauszustellen sind die Organisation des Verfahrensablaufs sowie die Einleitung und Umsetzung der aus dem BEM resultierenden Maßnahmen. Den Mitarbeiter*innen wird ein ausführlicher Ablaufplan sowie Informationen zu den im BEM-Gespräch benötigten Unterlagen und möglichen Maßnahmenfeldern im Vorhinein an die Hand gegeben. Das Protokoll sieht im Hinblick auf die Maßnahmen vor, die jeweils verantwortlichen Personen, einen konkreten Zeitraum sowie die Maßnahme selbst zu benennen. Ein weiteres separates Protokoll wird im Rahmen der jeweiligen Arbeitsversuche erstellt, um die Wirksamkeit der Maßnahmen überprüfen zu können.

  • pro familia Landesverband NRW e.V.

    Der pro familia Landesverband NRW e.V. ist ein Verbund mit über 30 Beratungsstellen in Nordrhein-Westfalen, deren Arbeit von der Landesgeschäftsstelle der pro familia NRW in Wuppertal koordiniert wird. Angeboten wird medizinische, psychologische, psychosoziale und familienrechtliche Beratung unter anderem zu den Themen Sexualität, Partnerschaft, Trennung und Scheidung, Empfängnisregelung und -verhütung, unerfülltem Kinderwunsch, Schwangerschaft, Geburt und Abtreibung. Im Unternehmen werden 230 Mitarbeiter*innen beschäftigt.

    Die Beschäftigungsquote von Mitarbeiter*innen mit Schwerbehinderung und Ihnen Gleichgestellten beträgt zehn Prozent (Stand 2019).

    Die Darstellung der Ziele des BEM sowie die durch den pro familia Landesverband NRW e.V. intern betriebene Kontrolle der Wirksamkeit der aus dem BEM-Verfahren resultierenden Maßnahmen stechen positiv hervor. In der Präambel der Betriebsvereinbarung werden sowohl die gesetzlichen Ziele als auch Ziele über den gesetzlichen Rahmen hinaus aufgeführt. Die Wirksamkeit der vereinbarten Maßnahmen erfolgt anhand eines Maßnahmenplans, der im Protokoll festgehalten wird. Es wird festgehalten, wer die jeweilige Maßnahme initiiert, wer darüber hinaus beteiligt wird und bis wann diese umzusetzen ist.

  • RSAG AöR

    Die RSAG AöR ist das kommunale Entsorgungsunternehmen im Rhein-Sieg-Kreis. Flächendeckend bedient die RSAG rund 600.000 Einwohner sowie 11.000 Kund*innen in Handel, Industrie und Gewerbe mit einem umfangreichen Entsorgungsangebot. Die Leistungen der RSAG reichen von der täglichen Müllabfuhr bis zum Sperrmüll und umfassen darüber hinaus eine kostenlose Abfallberatung sowie eine mobile Schadstoff- und Elektrokleinteile-Sammlung vor Ort. Im Unternehmensverbund der RSAG arbeiten über 600 Menschen an sechs verschiedenen Standorten in den Geschäftsfeldern Technik, Logistik, kaufmännische Verwaltung, Recht, Unternehmenskommunikation, Marketing und Vertrieb für eine nachhaltige und zukunftsorientierte Abfallwirtschaft.

    Die RSAG AöR hat eine Quote von Mitarbeiter*innen mit Schwerbehinderung von 6,04% (Stand: 2019).

    Besonders positiv herauszustellen sind die Vereinbarungen zu Ablauf und Organisation des BEM sowie die Hinzuziehung von internen sowie externen Partnern. Zur Darstellung des Verfahrensablaufs wird in der Dienstvereinbarung ein Ablaufschema festgehalten. Darüber hinaus gibt es Vordrucke für einen Maßnahmenplan, einen Gesprächsleitfaden sowie eine Beendigungsmitteilung. Für jedes BEM-Verfahren wird das BEM-Team individuell und fallbezogen zusammengestellt. Außerdem werden in der Dienstvereinbarung beispielhaft interne sowie externe Partner genannt.

  • Teijin Carbon Europe GmbH

    Die Teijin Carbon Europe GmbH ist führender Hersteller von Carbonfasern. Die Carbonfaser wird vielseitig in der Luft- und Raumfahrt, Automotive und Windenergie, Maschinen- und Schiffbau, Medizintechnik und Sportartikel sowie Öl-Offshore eingesetzt. Bei der Optimierung ihrer Prozesskette ist insbesondere die Nachhaltigkeit ein wichtiger Faktor für die Teijin Carbon Europe GmbH. Die Zentrale zur Betreuung des europäischen Marktes befindet sich in Wuppertal. Dort sind 90 Mitarbeiter*innen in den Bereichen Marketing und Sales sowie Development beschäftigt. Produktionsstandort ist Heinsberg. Dort sind neben der Fertigung ebenfalls die Qualitätssicherung sowie die Verwaltung ansässig. In Heinsberg werden etwa 375 Mitarbeiter*innen beschäftigt.

    Die Teijin Europe GmbH hat eine Quote von Mitarbeiter*innen mit Schwerbehinderungen von 5,17 Prozent (Stand 2019).

    Das Betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) bei Teijin Europe GmbH zeichnet sich durch die gute Umsetzung der gesetzlichen Ziele des BEM als den Datenschutz, der sehr transparent kommuniziert wird, aus. Es wird eine Ist-Analyse unter Hinzuziehung der Stellenbeschreibung, des Anforderungsprofils sowie der Gefährdungsbeurteilung durchgeführt. Zudem werden Vorschläge der betroffenen Beschäftigten sowie Maßnahmen zur Regelung der Umsetzungskontrolle festgehalten. Zur Stärkung der Prävention wird darüber informiert, dass ein BEM ebenfalls bereits vor Erreichung der sechswöchigen Arbeitsunfähigkeit angestoßen werden kann. Zur Einhaltung des Datenschutzes sind eine Verschwiegenheitsverpflichtung, die Entbindung der Schweigepflicht sowie eine nicht zugängliche BEM-Akte vorhanden. Darüber hinaus werden Daten nicht elektronisch aufbewahrt und die nicht mehr erforderlichen Daten der BEM-Akte sind dem Beschäftigten zu übergeben.

Die Berichte der jeweiligen Preisverleihungen finden Sie in den Neuigkeiten des LVR-Inklusionsamtes.

Nachfolgend finden Sie eine Übersicht aller prämierten Arbeitgeber zum Download.

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