Beratung für Menschen mit Behinderung

Wir beraten Menschen mit Behinderung und ihre Angehörigen zu sozialer Teilhabe und Teilhabe am Arbeitsleben. Hier finden Sie Beratungsangebote und Kontaktmöglichkeiten.

Drei Personen sitzen an einem Tisch und unterhalten sich.

Wann ist eine Beratung sinnvoll?

Eine Beratung hilft Ihnen, wenn Sie Fragen zu Ihrem Leben mit Behinderung haben oder Unterstützung suchen.

Zum Beispiel, wenn Sie:

  • selbstständig wohnen möchten.

  • Unterstützung im Alltag benötigen.

  • eine Arbeit suchen oder bereits arbeiten.

  • Leistungen der Eingliederungshilfe beantragen möchten.

  • sich beruflich verändern möchten.

  • Fragen zu Teilhabe und Selbstbestimmung haben.

  • Unterstützung für Angehörige suchen.

Gemeinsam finden wir den passenden Weg und die richtige Ansprechperson.

Beratungsmöglichkeiten

Je nach Anliegen und Lebenssituation kommen unterschiedliche Beratungsangebote infrage. Hier finden Sie einen Überblick über passende Anlaufstellen und Beratungsangebote im Rheinland.

Beratung vor Ort durch den LVR

Wir beraten zu Leistungen der Eingliederungshilfe und unterstützen bei Fragen zur Teilhabe an Arbeit. Unsere Mitarbeitenden im Fallmanagement informieren über Leistungen, Verfahren und individuelle Unterstützungsmöglichkeiten.

Beratung bieten wir für folgende Personen:

  • erwachsene Menschen mit (drohendfen) Behinderungen,

  • Kinder und Jugendliche mit (drohender) Behinderungen im Vorschulalter, die in ihrer Herkunftsfamilie leben und Unterstützung in der Kindertagesstätte oder Kindertagespflege oder im Bereich Frühe Förderung benötigen,

  • Kinder und Jugendliche mit Behinderungen, die außerhalb der Herkunftsfamilie in einer Pflegefamilie oder einer Wohneinrichtung leben oder ein Internat besuchen.

Ein Mann im Rollstuhl und eine Frau sitzen sich gegenüber und schauen gemeinsam in eine Broschüre.

Darüber hinaus beraten wir über die Möglichkeiten der Förderung, Unterstützung und Assistenz, auch im Vorfeld einer Antragstellung.

Nach telefonischer Absprache kann eine individuelle Beratung auch bei Ihnen vor Ort in der Region erfolgen.

Koordinierungs-Kontakt-Beratungsstellen (KoKoBe)

Die Koordinierungs-Kontakt-Beratungsstellen unterstützen erwachsene Menschen mit Behinderung, vor allem Menschen mit geistiger Behinderung, sowie Menschen mit mehrfacher Behinderung.

Auch Angehörige, Vertrauenspersonen und gesetzliche Betreuer*innen können sich beraten lassen. Die Beratung ist kostenlos, neutral und unabhängig. Die Mitarbeitenden unterliegen der Schweigepflicht. Die Beratungsstellen sind barrierefrei erreichbar.

Die KoKoBe unterstützt Sie dabei, Ihr Leben selbstbestimmt zu gestalten. Die Mitarbeitenden kennen die Angebote vor Ort und helfen Ihnen, die passende Unterstützung zu finden.

Auf dem Bild sind eine Frau und ein Mann zu sehen. Sie sitzen an einem Tisch.

Die Beratung umfasst insbesondere:

  • Wohnen und selbstständiges Leben

  • Arbeit und Beschäftigung

  • Freizeit und soziale Kontakte

  • Persönliche Zukunftsplanung

  • Unterstützung im Sozialraum

  • Hilfen und Unterstützungsangebote vor Ort

Beratungsgespräche können je nach Situation in der Beratungsstelle, zu Hause oder an einem anderen geeigneten Ort stattfinden.

Peer-Beratung in den KoKoBe

Menschen mit Behinderung beraten Menschen mit Behinderung – auf Augenhöhe und aus eigener Erfahrung. Die Peer-Beratung in den Koordinierungs-, Kontakt- und Beratungsstellen (KoKoBe) unterstützt Sie bei Fragen rund um das Leben mit Behinderung, zum Beispiel:

  • Wohnen

  • Arbeit und Ausbildung

  • Freizeit

  • Selbstständigkeit

  • Teilhabe am gesellschaftlich Leben

  • persönliche Herausforderungen und Veränderungen

Auf dem Bild sind zwei Männer zu sehen. Sie unterhalten sich und sitzen dabei an einem Tisch.

Das Ziel der Peer-Beratung ist es, Selbstbestimmung und Teilhabe von Menschen mit Behinderung zu fördern und zu stärken.

Wir finanzieren und fördern Peer-Beratungen an allen KoKoBe-Standorten im Rheinland.

Die Beratung ist kostenlos, vertraulich und kann auf Wunsch gemeinsam mit einer Fachkraft der KoKoBe stattfinden. Sie richtet sich an Menschen mit Behinderung. Für Menschen mit psychischer Erkrankung oder seelischer Behinderung bieten die Sozialpsychiatrischen Zentren (SPZ) eigene Peer-Beratungen an.

Sozialpsychiatrische Zentren (SPZ)

Die Sozialpsychiatrischen Zentren unterstützen Menschen mit psychischer Behinderung, psychischer Erkrankung oder seelischen Belastungen. Auch Angehörige erhalten Beratung und Unterstützung.

Die SPZ sind wohnortnahe Anlaufstellen. Die Beratung ist kostenlos und hilft dabei, den Alltag zu gestalten und die soziale Teilhabe zu stärken.

Zwei Hände beim Händeschütteln.

Die Mitarbeitenden beraten unter anderem bei:

  • psychischen Erkrankungen

  • seelischen Krisen

  • Wohnen und Alltagsbewältigung

  • Arbeit und Beschäftigung

  • sozialen Kontakten

  • Freizeit und Begegnung

  • Unterstützungsangeboten in der Region

Die SPZ vermitteln bei Bedarf weitere Hilfen und unterstützen dabei, passende Angebote zu finden. In vielen Regionen gehören auch Kontaktangebote, Gruppenangebote und Peer-Beratung zum Angebot.

Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung (EUTB)

Die Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung (EUTB) unterstützt Menschen mit Behinderung, von Behinderung bedrohte Menschen und ihre Angehörigen.

Die Beratung ist kostenlos, unabhängig von Leistungsträgern und Leistungsanbietern sowie vertraulich.

Die Beratungsstellen informieren über Rechte, Leistungen und Möglichkeiten der Teilhabe. Sie helfen dabei, Entscheidungen selbstbestimmt zu treffen und individuelle Wege zu planen.

In einer Beratungssituation sitzt ein Mann mit einem Laptop einer Frau und einem Mann gegenüber. Beide schauen den Beratenden an während dieser ihnen etwas erklärt.

Häufige Fragen zur Beratung