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Kinderschutz in Kindertageseinrichtungen

Die LVR-Fachberatung für Kinderschutz und Partizipation unterstützt die Fach- und Leitungskräfte in den Jugendämtern, Fachberatungen und Träger von Kindertageseinrichtungen bei pädagogischen, organisatorischen und rechtlichen Fragen zum Thema.

Kinderschutz

Viele der Kinder, die eine Kindertageseinrichtung oder eine Tagespflegestelle besuchen, verbringen einen Großteil ihres Tages dort. Sie erleben spannende Abenteuer, schließen Freundschaften und sammeln gleichzeitig wichtige Erfahrungen für ihre körperliche, kognitive und seelische Entwicklung. Unterschiedliche Fachkräfte begleiten sie dabei und stellen so wichtige und enge Bezugspersonen für die Kinder dar. Daher sind Fachkräfte in besonderem Maße für das Wohl der Kinder verantwortlich und müssen dieses Kindeswohl ausreichend und angemessen im Blick haben. Dennoch kann es auch im geschützten Rahmen der Kindertagesbetreuung zu Übergriffen, Grenzverletzungen, (Macht-) Missbrauch und weiteren Gewalttaten an Kindern durch Mitarbeitende oder durch Kinder untereinander kommen. Daher ist Kinderschutz ein wichtiges und umfassendes Thema, welches in der alltäglichen Praxis beständig in all seinen Facetten ernst zu nehmen ist und innerhalb der Kindertagesbetreuung gelebt werden sollte.

Dies erfordert im Vorfeld nicht nur qualifiziertes Personal, eine gute Kommunikationskultur, engen Austausch mit Eltern oder eine stetige Sensibilisierung für potentielle Gefährdungsrisiken, sondern auch gemeinsam abgestimmte Verfahrensweisen, die ein verlässliches Vorgehen im Zusammenwirken von Fachkräften, Leitung, Trägern und weiteren Institutionen, wie Jugendämter, garantieren. Hierfür müssen grundlegende Handlungsschritte im pädagogischen Team entwickelt und abgestimmt werden, um ein einheitliches pädagogisches Handeln gewährleisten zu können. Jedoch müssen – trotz einer Konkretisierung des Schutzauftrages – Spielräume für verantwortliches, situationsbezogenes Handeln der Fachkräfte erhalten bleiben. Kinder sollen auch weiterhin in ihrer Entwicklung – im Kontext von Schutz und Freiheit – begleitet werden.

Ein wirksamer Schutz der Kinder in Tageseinrichtungen kann nur dann gelingen, wenn Fachkräfte und Mitarbeitende sowohl ihre persönliche Haltung als auch ihre Handlungsweisen reflektieren und gemeinsam mit Eltern, Netzwerkpartnern und sonstigen Unterstützern einen intensiven fachlichen Austausch anregen und beibehalten. Weitere Informationen zum Thema finden Sie in der neuen Broschüre "Kinderschutz in der Kindertagesbetreuung – Prävention und Intervention in der pädagogischen Arbeit" (Stand Mai 2019).

Broschüre zum Kinderschutz in der Kindertagesbetreuung

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Partizipation

Grundsätzlich wird Kindern das Recht auf Partizipation sowohl auf internationaler Ebene (Art. 12 UN-Kinderrechtskonvention) als auch auf Bundes- und Landesebene (§ 8 SGB VIII/§ 13 KiBiz) gewährt. Dies stellt Fachkräfte vor große Herausforderungen, da sie unterschiedliche Altersgruppen in den Kitas betreuen und allen Kindern gerecht werden wollen. Umso wichtiger ist es deshalb, sich gemeinsam im Team über die Grundlagen von Partizipation, ihre didaktische und methodische Umsetzung, aber auch über die Grenzen dieser zu verständigen. Je klarer die Partizipationsmöglichkeiten diskutiert und benannt werden, desto leichter ist es, einen gemeinsamen Konsens zu finden. Bezüglich der professionellen Umsetzung von Partizipationsverfahren sollte eines unumstößlich sein: Das alleinige Wissen der Kinder über ihre Rechte und die Formulierung eigener Ziele und Wünsche ist ohne die dazugehörige Entscheidungskraft nicht als Partizipation im Sinne einer Mitbestimmung (demokratische Entscheidungsprozesse) oder als selbstbestimmte Beteiligung zu verstehen. Zu häufig werden Kinder nur scheinbar beteiligt. Hier gilt es echte Beteiligung zu ermöglichen! Weitere Informationen finden Sie in unserer Empfehlung "Beteiligung, Mitbestimmung & Beschwerde von Kindern".

Broschüre "Beteiligung, Mitbestimmung und Beschwerde von Kindern"

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Fortbildung

Die LVR-Fachberatung bietet regelmäßig Fortbildungen zur Qualifizierung von Fachkräften aus öffentlichen und privaten Trägern an.

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Janina Passek

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