Pardis‘ Weg von Schiras nach Bedburg-Hau

Pardis arbeitet seit etwa einem Jahr als Assistenzärztin beim LVR. Sie erzählt, wie wichtig unterschiedliche Perspektiven für ihre Arbeit in der Psychotherapie sind.

Eine lächelnde Frau mit zurückgebundenen dunklen Haaren blickt direkt in die Kamera und hält die Arme verschränkt. Sie trägt ein dunkelrotes Poloshirt, eine weiße Smartwatch und ein kleines Tattoo am Oberarm. Im unscharfen Hintergrund sind eine sonnige Grünfläche, Büsche und große Bäume zu sehen.
Gerade in der Psychotherapie finde ich unterschiedliche Perspektiven besonders wichtig, weil jeder Mensch eine individuelle Lebensgeschichte und seinen eigenen kulturellen und persönlichen Hintergrund mitbringt.
Eine lächelnde Frau mit zurückgebundenen dunklen Haaren blickt direkt in die Kamera und hält die Arme verschränkt. Sie trägt ein dunkelrotes Poloshirt, eine weiße Smartwatch und ein kleines Tattoo am Oberarm. Im unscharfen Hintergrund sind eine sonnige Grünfläche, Büsche und große Bäume zu sehen.

Pardis Mohamadiyan

Assistenzärztin in der LVR-Klinik Bedburg Hau

Vielfalt kommt in allen Formen und Farben. Sie zeigt sich in unserem Alter, unseren Sprachen, unseren Herkünften und vielem mehr. Auch der LVR mit seinen 22.000 Mitarbeitenden ist stolz darauf, in der Vielfalt seiner Belegschaft stark zu sein. Genau das fiel Pardis Mohamadiyan auf, als sie vor ca. einem Jahr als Assistenzärztin beim LVR angefangen hat. „Was ich am Anfang gesehen habe, war ein vielfältiges Team, mit unterschiedlichen Altersgruppen, unterschiedlichen Nationalitäten, das mich sofort akzeptiert hat.“

Die 28-Jährige arbeitet seit etwa einem Jahr als Assistenzärztin für Psychiatrie und Psychotherapie im Behandlungszentrum Kalkar der LVR-Klinik in Bedburg-Hau. Ihren Weg in den Beruf begann sie im Iran: An der Universität Schiras absolvierte sie ihr Medizinstudium und arbeitete anschließend für zwei Jahre im Iran. Innerhalb von nur zwei Jahren erlernte sie die deutsche Sprache und hat inzwischen im Rheinland ihr Zuhause gefunden. An ihrer Arbeit bereitet ihr vor allem der direkte Kontakt mit ihren Patient*innen sowie die Möglichkeit, gemeinsame Fortschritte mit Menschen in schwierigen Lebenssituationen zu erleben, Freude.

Meine eigene Geschichte hat mir gezeigt, wie wichtig Offenheit, Verständnis und Geduld sind.
Platzhalter Bild für eine Ansprechperson.

Pardis Mohamadiyan

Assistenzärztin in der LVR-Klinik Bedburg-Hau

In Pardis‘ Alltag spielt Vielfalt eine wichtige Rolle: „Meine eigene Geschichte als Ärztin, die in einem anderen Land aufgewachsen ist und selbst eine neue Sprache und ein neues Gesundheitssystem kennenlernen musste, prägt auch meinen Umgang mit Patient*innen. Sie hat mir gezeigt, wie wichtig Offenheit, Verständnis und Geduld sind.“ Gerade in der Psychotherapie seien unterschiedliche Perspektiven besonders wichtig, da jeder Mensch eine individuelle Lebensgeschichte sowie eigene kulturellen und persönliche Hintergründe mitbringt. „Vielfalt hilft dabei, Menschen besser zu verstehen und gemeinsam passende Wege für die Behandlung zu finden.“

Ohne Vielfalt? Ohne mich!

Im Video erzählt Pardis von ihrer persönlichen Geschichte, warum sie gerne beim LVR arbeitet und welche Bedeutung Vielfalt für ihre Arbeit hat.

Unterschiedliche Perspektiven im Team können dabei helfen, genauer hinzuschauen und die eigene Sichtweise zu hinterfragen. Pardis schätzt an ihrem Team besonders den offenen und respektvollen Umgang sowie die unterschiedlichen Erfahrungen und Perspektiven. Denn jeder Mensch bringt seine eigenen Lebensgeschichten, Erfahrungen, Werte und Vorstellungen mit. Was für die eine Person selbstverständlich ist, kann für eine andere eine ganz andere Bedeutung haben. Gleichzeitig hilft ein gutes Arbeitsumfeld auch dabei, in einer neuen Heimat Fuß zu fassen: „Seit ich nach Deutschland gekommen bin, habe ich durch meine Arbeit, meine Kolleginnen und Kollegen und den Alltag zunehmend das Gefühl, hier angekommen zu sein.“

Im Team und in der Arbeit bringt Pardis auch ihre Perspektive ein. Ihr Aufwachsen im Iran, ihr Medizinstudium dort und ihr eigener Weg nach Deutschland haben sie geprägt. Gleichzeitig erlebt sie im Arbeitsalltag, wie viel man voneinander lernen kann. Vielfalt bedeutet für sie deshalb nicht nur, dass Menschen unterschiedlich sind. Vielfalt bedeutet für sie auch, diese Unterschiede wahrzunehmen, voneinander zu lernen und sie als Stärke zu betrachten.

Pardis und vier weitere Mitarbeiter*innen stehen draußen vor einem Baum und lächeln in die Kamera.
Vielfalt im LVR ist wichtig: In dieser Beitragsreihe erzählen fünf Mitarbeitende des LVR aus ihrer Perspektive heraus, was Vielfalt für sie im LVR bedeutet.