Leo-Breuer-Förderpreis

Mit dem Leo-Breuer-Förderpreis zeichnen wir Kunstschaffende aus, die sich mit der Darstellung des Konkret-Konstruktiven beschäftigen. Der Förderpreis wird alle zwei Jahre vergeben.

Ein Mensch hält einen in Farbe getränkten Pinsel in der Hand.

Der Kunstförderpreis des LVR

Der Leo-Breuer-Förderpreis: Namensgeber und Bedeutung

Bereits seit 1999 schreibt der Landschaftsverband Rheinland alle zwei Jahre den Leo-Breuer-Förderpreis aus. Ausgezeichnet werden Künstlerinnen und Künstler, die sich in ihren Werken mit konstruktiv-geometrischer Formensprache und einem systematischen Ansatz auseinandersetzen. Es sind Bewerber*innen aller Nationalitäten und Kunstsparten zugelassen. Eine fachkundige Jury entscheidet über den Gewinn.

Der Leo-Breuer-Förderpreis setzt sich zusammen aus:

  • einem Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro
  • einer zeitgleich mit der Vergabe stattfindenden Ausstellung in der Gesellschaft für Kunst und Gestaltung e. V.

Wer war Leo Breuer?

Leo Breuer war ein renommierter deutscher Maler, Zeichner und Bildhauer. Besonders sein Spätwerk ist international anerkannt und machte ihn zu einem Vorreiter der abstrakten Kunst.

Der 1893 in Bonn geborene Leo Breuer widmete sein ganzes Leben der Kunst. Zuerst als "Reklamezeichner", dann an verschiedenen Kunstakademien, als Theatermaler und natürlich mit seinen eigenen Werken. 1925 belegt er den ersten Platz im Wettbewerb um das Plakat zur Jahrtausendfeier der Rheinlande. Seine erste Einzelausstellung findet im Jahr 1933 statt. Während des Krieges wird Breuer festgenommen, ist in verschiedenen Lagern interniert und lebt und arbeitet schließlich einige Jahre in Paris. In dieser Zeit findet Breuer auch den Zugang zur abstrakten Kunst. Fortan sind seine Werke geprägt durch geometrische Formen und prominente Farbflächen.

Schließlich entwickelte er in den späten sechziger und siebziger Jahren die bildende Kunst durch kinetische Op-Art weiter. Kinetik ist die Lehre der Bewegung – der Begriff kinetische Kunst steht demnach für bewegliche oder bewegte Kunst.

Aktueller Preisträger

Clemens Botho Goldbach – 2026

Clemens Botho Goldbach bezeichnete sich schon früh in seiner Laufbahn als "Sammler, Jäger und Texter" und seine künstlerische Praxis als "Magischen Konzeptualismus" – eine Beschreibung, die seine Arbeitsweise bis heute charakterisiert: Er spürt Fundstücke und Gegenstände auf, recherchiert ihre Herkunft und Bedeutung und führt sie in neuen Kontexten zusammen. Goldbach arbeitet mit Naturobjekten und Baustoffen: Ziegel, Gehölze, Schalungsplatten, Armierungen, Stützkonstruktionen, Formsteine. Für seine raumgreifenden, ortsspezifischen Installationen setzt er große Mengen dieser Materialien ein. Durch die Präzision seiner baulichen Konstruktionen und seine ausgeprägte Sensibilität für Material, Raum und Geschichte entstehen "temporäre Unikate von großer räumlicher Präsenz und physischer Magie", sagt Jurymitglied Christoph Schmälzle, Kunsthistoriker am LVR-Landesmuseum Bonn.

Ein Mann steht an einem Rednerpult

Übersicht der bisherigen Preisträger*innen

Eine Übersicht aller bisheriger Preisträger*innen sortiert nach Jahr der Verleihung finden Sie hier:

Bewerben für den Leo-Breuer-Förderpreis

Künstler*innen aller Nationalitäten und Sparten können sich bewerben. Die Unterlagen müssen Angaben zum künstlerischen Werdegang und ein Ausstellungsverzeichnis oder entsprechende Belege enthalten. Mappen, CDs und bis zu drei aktuelle Kataloge können beigefügt werden. Der Fokus sollte auf den Aktivitäten der letzten drei Jahre liegen.

Die vollständigen Unterlagen sind jeweils bis zum aktuellen Bewerbungsschluss direkt per Post an das

LVR-LandesMuseum Bonn
Bachstraße 5-9
53115 Bonn

zu schicken. Bei beigefügtem Rückporto werden die Unterlagen gern zurückerstattet.