Qualität für Menschen hat immer auch was mit Vielfalt zu tun
Falk arbeitet beim LVR-Landesjugendamt Rheinland. Für ihn gehört Vielfalt zum Leben dazu.
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Leute, eine Herausforderung kann auch eine Chance sein!
Falk Justin Drewitz arbeitet beim LVR-Landesjugendamt Rheinland. Dort ist er im Bereich der finanziellen Förderung von Familienbildungsstätten und Familienpflegediensten tätig. In seiner Abteilung ist er außerdem als Ausbilder und Praxisprüfer aktiv. Doch das ist längst nicht alles. Außerhalb seiner Tätigkeiten beim LVR forscht er zu den unterschiedlichsten Themen aus den Bereichen Soziologie und Wirtschaft. Er hat bereits mehrere Publikationen veröffentlicht.
Darüber hinaus berät er Fach- und Führungskräfte zu Fragestellungen, die sich aus dem Leben mit Behinderung in Gesellschaft und Erwerbsarbeitswelt ergeben, und engagiert sich für die realistische Darstellung von Behinderung in Film- und Fernsehproduktionen. Wenn ihm vorgehalten wird, dass Inklusion eine Herausforderung darstelle, kontert Falk, dass eine Herausforderung auch eine Chance sei. Eine Chance, an sich selbst zu wachsen.
Im Interview erzählt Falk Justin Drewitz, warum Vielfalt für ihn untrennbar mit „Qualität für Menschen“, dem Leitgedanken des LVR, verbunden ist und warum gerade heute aktives Engagement für Vielfalt und Inklusion benötigt wird.
Innerhalb eines international aufgestellten Teams arbeitet Falk Justin Drewitz daran, den Leitgedanken des LVR „Qualität für Menschen“ täglich in die Tat umzusetzen. Für ihn gehören Vielfalt und Inklusion zur DNA des LVR. Das zeigt sich auch im Fachbereich 42, dem er angehört, der sich multiprofessionell um die Themen Kinder und Familie kümmert. Durch seine fachliche Diversität, kann das Team menschlich und inhaltlich die Antwort auf fast alles geben. „Wenn du im Team Vielfalt lebst, dann kannst du sie nach außen viel einfacher und glaubwürdiger vertreten“, sagt Falk.
Für ihn bedeutet das: unterschiedliche Perspektiven zusammenzubringen und Menschen mit ihren individuellen Erfahrungen und Bedürfnissen wahrzunehmen. „Ohne Vielfalt gibt's für mich keine Qualität für Menschen.“ Dabei gehe es ihm nicht darum, dass alle Menschen gleich sind. Im Gegenteil: „Vielfalt bedeutet für mich Pluralität, und Vielfalt gehört für mich zu einer lebendigen Gesellschaft dazu.“
Dass Vielfalt und Inklusion nicht selbstverständlich sind, zeigt sich für Falk auch mit Blick auf die gesellschaftliche Entwicklung.
Gerade in der heutigen Zeit, in der das Klima und die Stimmung aufgeheizter werden, ist es umso wichtiger, für Vielfalt und Qualität für Menschen und die Demokratie einzustehen.
Denn eine inklusive Gesellschaft entsteht nicht allein durch Regeln oder Konzepte. Sie zeigt sich vor allem im täglichen Miteinander. Vielfalt braucht Haltung. Und was heute vielleicht noch bewusst thematisiert und erklärt werden muss, soll irgendwann selbstverständlich sein. „Inklusion ist dann erreicht, wenn wir nicht mehr groß darüber reden.“, sagt Falk.
Gerade in Hinblick auf Nordrhein-Westfalens 80-jähriges Jubiläum, das in diesem Jahr gefeiert wird, wünscht sich Falk, dass Vielfalt in den nächsten 80 Jahren weiterhin so gelebt wird, wie es der LVR täglich versucht vorzuleben.
Er hofft, dass der LVR auch zukünftig für Vielfalt einsteht: „Und ganz klar, auch weiterhin nach außen trägt, dass Vielfalt und Demokratie zusammengehören.“ Denn gelebte Vielfalt zeigt sich genau dann, wenn sie nicht mehr ständig erklärt werden muss. Wenn unterschiedliche Menschen selbstverständlich zusammenarbeiten, unterschiedliche Perspektiven gehört werden und Inklusion zum Alltag gehört. Und bis wir an diesem Punkt sind, ist es die Aufgabe aller, sich immer wieder aufmerksam und engagiert für Vielfalt einzusetzen.
Für so eine schöne Sache wie Vielfalt, dafür muss man arbeiten.