Vielfalt zeigt sich im Miteinander: Martinas Story

Martina arbeitet seit über 30 Jahren beim LVR. 30 Jahre in der Verwaltung. Da könnte man meinen, sie kennt für alles die passende Lösung. Am besten eine, die für alle funktioniert und mit passendem Formular dazu.

Porträt einer lächelnden Frau mit kurzen, braun-grauen Haaren, weißer Bluse und goldfarbener Halskette. Auf ihrem Oberarm ist ein Blumentattoo sichtbar. Im Hintergrund sind eine Wiese und Bäume zu sehen.

Doch so einfach ist es nicht. Martina weiß: Menschen sind unterschiedlich und was für die einen geeignet ist, muss nicht auch für alle anderen funktionieren. Sie hat uns erklärt, warum Vielfalt für sie fest zum Arbeitsalltag dazugehört und warum unterschiedliche Perspektiven so wichtig sind.

Unterschiedliche Perspektiven helfen, Probleme aus verschiedenen Blickwinkeln zu sehen.
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Martina Ergüven

Verwaltungsfachwirtin bei LVR-InfoKom

Vor über 30 Jahren begann Martina ihre Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten beim LVR. Heute arbeitet sie in der Geschäftsleitung bei InfoKom, dem IT-Haus des LVR.

Ihr Aufgabenbereich ist breit gefächert: Von der Einstellung bis zum Ausscheiden und bei allen Phasen dazwischen, begleitet sie die Mitarbeitenden. Dabei schätzt sie an ihrer Arbeit genau diesen Kontakt zu Menschen am meisten. „Ich mag es total gerne einfach mit den Menschen zusammenzuarbeiten“, sagt Martina. Dabei geht es ihr eben nicht nur um ihre Kolleg*innen, sondern die Menschen dahinter. Besonders schön ist für sie der Moment, wenn sich jemand über die Unterstützung freut. Ihr Team und dessen Zusammenhalt spielt dabei eine besonders große Rolle.

Vielfalt zeigt sich im Arbeitsalltag

Für Martina ist der LVR ein sozialer Arbeitgeber, bei dem Inklusion und Vielfalt besonders wichtig sind. Sie erlebt, dass Menschen unabhängig von ihren persönlichen Voraussetzungen die Möglichkeit haben, sich einzubringen. Dies sieht sie unter anderem in den Bemühungen des LVR um Barrierefreiheit: Sowohl durch den Internetauftritt in Leichter Sprache als auch in den physischen Arbeitsplätzen der Mitarbeitenden.

Pardis und vier weitere Mitarbeiter*innen stehen draußen vor einem Baum und lächeln in die Kamera.
Die Kolleg*innen des LVR berichten aus ihrer eigenen beruflichen Perspektive über Vielfalt im LVR.
Es wird Rücksicht genommen auf alle Bedürfnisse.
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Verwaltungsfachwirtin bei LVR-InfoKom

Gleichbehandlung trotz Ungleichsein

Dazu gehört für sie auch ein respektvoller Umgang, unabhängig von Herkunft, Alter oder anderen persönlichen Merkmalen.

Im eigenen Team erlebt Martina Vielfalt als Bereicherung. Ein guter Zusammenhalt ist ihr wichtig – und unterschiedliche Perspektiven gehören für sie ganz selbstverständlich dazu. Kolleg*innen kommen aus verschiedenen Ländern oder leben mit einer Beeinträchtigung und bringen somit individuelle Erfahrungen mit. Für Martina ist entscheidend: „Wir achten darauf, dass alle gleich behandelt werden.“

Unterschiedliche Perspektiven bringen neue Lösungen

Gerade in der Arbeit bei LVR-InfoKom begegnet Martina einem Thema, bei dem unterschiedliche Perspektiven überraschenderweise besonders wichtig sind: der IT.

Martina erklärt, dass man gerade in der IT denke, dass es immer nur die eine richtige Lösung gäbe. In der Praxis hätten Menschen ganz unterschiedliche Bedürfnisse, beispielsweise in der Softwarebedienung oder bei der Barrierefreiheit. Eine technische Lösung muss deshalb nicht einfach nur funktionieren, sondern möglichst vielen unterschiedlichen Menschen und deren Anforderungen gerecht werden. Eine Lösung, die für eine Person funktioniert, muss nicht automatisch auch für andere passen. Die Technik sei dabei besonders wichtig, um verschiedene Menschen bei ihren individuellen Aufgaben zu unterstützen. Deshalb ist es wichtig, vielfältige Blickwinkel einzubeziehen und darauf zu achten, dass Lösungen für alle zugänglich sind.

Da hilft uns die Vielfalt, technische Lösungen zu entwickeln, die auch für alle funktionieren.
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Verwaltungsfachwirtin bei LVR-InfoKom

Offen bleiben für andere Sichtweisen

Martina weiß aus ihrer langjährigen Berufserfahrung, dass man sich manchmal an bestimmte Muster gewöhnt: „Aber dann finde ich es immer gut, wenn neue Leute dazukommen und frischen Wind reinbringen, dass man mal von seinem eingefahrenen Weg runterkommt.“

Denn manchmal braucht es eine andere Sichtweise, um zu merken, dass die eigene Einschätzung nicht alle Aspekte berücksichtigt. Deshalb ist es für Martina besonders wichtig, anderen zuzuhören und vor allem für andere Meinungen offen zu sein und zu bleiben. Für sie ist es wertvoller, andere Sichtweisen mit einzubeziehen, als auf der eigenen Meinung zu beharren.

Zwei Frauen stehen nebeneinander unter einem großen Baum und lächeln in die Kamera. Die Frau links hat lange dunkle Haare und trägt ein bordeauxrotes Poloshirt und eine helle Hose. Die Frau rechts hat kurze braun-graue Haare und trägt eine weiße Bluse und dunkle Jeans.
Wenn unterschiedliche Kolleg*innen in verschiedenen Lebensphasen aufeinander treffen, entstehen neue, kreative Lösungswege.

Vielfalt muss heute sichtbarer sein

Als Martina vor mehr als 30 Jahren ihre Ausbildung beim LVR begann, war Vielfalt noch kein Thema, das sie aktiv begleitet hat. Heute ist ihr sehr bewusst, wie viel beim LVR dafür getan wird, Vielfalt zu fördern und Menschen einzubeziehen.

Unter anderem durch die Öffentlichkeitsarbeit des LVR, die Vielfalt sichtbar macht, aber auch durch den Abbau von Barrieren für Menschen mit Migrationsgeschichte oder Schwerbehinderung. Entscheidend sei dabei nicht allein die Sichtbarkeit, sondern Vielfalt müsse gelebt werden.

Heutzutage ist es wichtiger denn je, Vielfalt zu leben und die Menschen hier zu integrieren.
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Martina Ergüven

Verwaltungsfachwirtin bei LVR-InfoKom

Martina schätzt besonders, dass der LVR Zeichen setzt, damit Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen eingestellt oder gefördert werden. Dabei betont sie besonders die Öffentlichkeitsarbeit des LVR, die Vielfalt sichtbar macht, aber auch den Abbau von Barrieren für Menschen mit Migrationsgeschichte oder Schwerbehinderung. „Ich glaube nicht, dass sie überall die gleichen Chancen haben, wie beim LVR.“

Für Martina ist Vielfalt deshalb vor allem eine Frage des täglichen Miteinanders. Unterschiedliche Menschen bringen unterschiedliche Sichtweisen, Erfahrungen und Ideen mit. „Vielfalt erfordert vielleicht manchmal etwas mehr Abstimmung und ein Verständnis füreinander, bringt aber gleichzeitig neue Ideen und andere Sichtweisen mit sich“, erklärt Martina: „Und durch einen offenen Umgang damit und miteinander kann Vielfalt die Zusammenarbeit und die Qualität verbessern.“